Kurz und einfach erklärt
Hier geht es um die Website für Maler und Lackierer im Winter.
Wenn es kalt wird, endet die Arbeit an der Fassade. Dann zählt die Arbeit in den Räumen. Viele Websites zeigen aber noch die Fassade.
Streichen, Tapete, Boden und Trockenbau brauchen eigene Seiten. Ordnen Sie die Startseite neu, ohne neu zu bauen.
Privatkunden fragen nach Staub, Möbeln und Dauer. Und ob sie in der Wohnung bleiben können.
Sammeln Sie Termine für den Winter schon im Herbst. Dafür braucht das Formular ein Feld für die Wunschzeit.
Wir bauen Websites für Maler zum festen Preis.
Im September stehen noch Gerüste an den Fassaden, und im Büro liegen Anfragen für Außenarbeiten, die bis Ende Oktober fertig werden sollen. Sechs Wochen später ist der Blick ein anderer. Der Deutsche Wetterdienst zählte für das Jahr 2025 im Gebietsmittel für Deutschland 82,9 Frosttage (DWD), und mit den ersten davon endet an der Fassade das planbare Arbeiten. Was bleibt, ist das Geschäft im Innenraum: Anstrich, Tapete, Boden, Trockenbau. Auf der Website vieler Betriebe steht davon im Oktober noch genau dasselbe wie im Mai - obwohl rund 59 Prozent der Tätigkeiten ohnehin in Innenräumen stattfinden (Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz). Dieser Beitrag beschreibt, welche Seiten die Innensaison braucht, in welcher Reihenfolge sie stehen sollten und wie Termine für Januar und Februar schon im Herbst eingesammelt werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Rund 59 Prozent der Tätigkeiten entfallen auf Innenräume, etwa 26 Prozent auf Malerarbeiten an der Gebäudehülle (Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz). Viele Websites zeigen das umgekehrte Verhältnis, weil die Fassadenbilder besser aussehen.
- Der Deutsche Wetterdienst zählte 2025 im Gebietsmittel 82,9 Frosttage (DWD); im Mittel der Jahre 1991 bis 2020 sind es 81,2 (eigene Berechnung aus derselben Reihe). Die Außensaison endet nicht an einem festen Datum, aber verlässlich genug für eine Planung.
- Klassische Malerarbeiten stehen für 29,9 Prozent des Umsatzes, Fassadenbeschichtungen für 16,5 Prozent, Tapezierarbeiten für 11,3 Prozent (Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz). Jede dieser Leistungen trägt eine eigene Seite.
- Bei Betrieben mit weniger als vier Beschäftigten stellen private Auftraggeber über 71 Prozent des Kundenstamms (Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz). Privatkunden fragen vor einer Wohnungsrenovierung nach Staubschutz, Möbelrückung, Dauer je Raum und Bewohnbarkeit.
- Der durchschnittliche Auftragsvorlauf lag bei Kleinstbetrieben 2026 bei 9,4 Wochen (Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz). Wer im Januar arbeiten will, sammelt die Termine im Oktober ein - dafür braucht das Formular ein Feld für den Wunschzeitraum.
Was sich im Oktober tatsächlich ändert
Die Grenze zwischen Außen- und Innensaison ist kein Datum im Kalender, sondern eine Folge von Nächten. Ein Frosttag ist nach der Definition des Deutschen Wetterdienstes ein Tag, an dem das Minimum der Lufttemperatur unter dem Gefrierpunkt liegt (DWD). Im Gebietsmittel für Deutschland waren das im Jahr 2025 82,9 solcher Tage (DWD); im Mittel der 30 Jahre 1991 bis 2020 sind es 81,2 (eigene Berechnung aus derselben Reihe). Sie verteilen sich nicht gleichmäßig über das Jahr, sondern häufen sich im Winterhalbjahr. Für Beschichtungen an der Fassade nennen die Verarbeitungshinweise der Hersteller Mindesttemperaturen; wo diese nicht mehr verlässlich erreicht werden, verschiebt sich die Arbeit nach innen oder ins nächste Frühjahr. Der Betrieb weiß das. Die Website weiß es in der Regel nicht.
Wirtschaftlich trägt das Innengeschäft ohnehin den überwiegenden Anteil. Nach der jährlichen Konjunkturbefragung des Bundesverbands Farbe Gestaltung Bautenschutz entfallen rund 59 Prozent der Tätigkeiten auf Innenräume und etwa 26 Prozent auf Malerarbeiten an der Gebäudehülle (Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz). Innerhalb der Umsatzanteile stehen klassische Malerarbeiten für 29,9 Prozent, Fassadenbeschichtungen für 16,5 Prozent und Tapezierarbeiten für 11,3 Prozent (Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz). Rund 86 Prozent der befragten Betriebe sind im Bestand tätig (Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz), also in Gebäuden, die bereits genutzt werden. Das Winterhalbjahr ist damit kein Notprogramm, sondern der Normalfall, der nur schlechter fotografiert ist.
Auf der Website schlägt sich das selten nieder. Oben steht ein Fassadenbild aus dem Juli, darunter eine Sammelseite mit der Überschrift Leistungen, und irgendwo in der dritten Zeile taucht das Wort Innenanstrich auf. Wer im November eine Wohnung streichen lassen will, findet dort nichts, was zu seiner Frage passt. Für einen Malerbetrieb, der Websites für Maler und Lackierer als Werkzeug und nicht als Visitenkarte versteht, ist das eine Baustelle mit überschaubarem Aufwand: Es geht nicht um neue Technik, sondern um Reihenfolge, Überschriften und vier bis sechs Seiten Text.
| Was zur Anfrage führt | Sommerhalbjahr | Winterhalbjahr |
|---|---|---|
| Auslöser | Ein sichtbarer Schaden an der Fassade, ein Gerüst beim Nachbarn, eine anstehende Sanierung am Gebäude | Ein Umzugstermin, ein Mieterwechsel, ein Zimmer, das vor Weihnachten fertig sein soll |
| Wer entscheidet | Eigentümer, Hausverwaltung oder Eigentümergemeinschaft, oft mit mehreren Beteiligten | In der Regel eine Person oder ein Paar, das in der Wohnung wohnt |
| Was den Termin bestimmt | Gerüststellung, Witterung, Trocknungszeiten im Freien | Bewohnbarkeit, Möbel, Urlaub, Schulferien |
| Erste Frage | Was kostet der Quadratmeter Fassade | Wie lange ist die Wohnung nicht nutzbar |
| Was die Website liefern muss | Referenzbilder, Angaben zum Gerüst, Ansprechpartner für die Verwaltung | Eine eigene Seite je Innenleistung mit Ablauf, Dauer, Staubschutz und Aufräumen |
Die rechte Spalte ist der ganze Unterschied. Sie verlangt keine andere Website, sondern andere Inhalte an anderer Stelle. Wer diese Spalte abarbeitet, hat im Oktober eine Seite, die zur Jahreszeit passt, und im März dieselbe Seite in der alten Reihenfolge zurück.
Die Leistungsseiten, die das Winterhalbjahr tragen
Eine Sammelseite mit der Überschrift Leistungen und zwölf Aufzählungspunkten beantwortet keine einzige konkrete Frage. Sie ist ein Inhaltsverzeichnis ohne Inhalt. Wer eine Wohnung streichen lassen will, sucht nicht nach Leistungen, sondern nach dem, was er vorhat: Wohnung streichen, Tapete entfernen, Raufaser überstreichen, Boden verlegen, Decke spachteln. Jede dieser Absichten verdient eine eigene Seite mit eigener Überschrift, eigenem Ablauf und eigener Antwort auf die Frage nach Dauer und Preisrahmen.
Relativ konstant hingegen zeigt sich das Umsatzverhältnis zwischen Sanierungs- und Neubauprojekten - inzwischen sind rund 86 Prozent der befragten Maler- und Lackierbetriebe im Bestand tätig.
Bestand heißt in aller Regel: bewohnt. Der Auftrag findet in einem Raum statt, in dem jemand lebt, arbeitet oder Ware lagert, und nicht auf einem Gerüst vor einem leeren Neubau. Deshalb entscheidet im Winterhalbjahr seltener die Leistungsbeschreibung über die Anfrage als die Frage, wie der Betrieb mit einem bewohnten Raum umgeht. Genau dort kann eine Website Arbeit abnehmen, sofern sie für jede Innenleistung eine eigene Seite hat. Für die Innensaison reichen in der Regel vier bis sechs Seiten. Wohnung oder Haus streichen steht dabei in der Regel vorn, weil diese Absicht am häufigsten formuliert wird. Tapezierarbeiten und Tapetenentfernung gehören auf eine zweite, Bodenbeläge auf eine dritte, Trockenbau und Spachtelarbeiten auf eine vierte. Wer Lackierarbeiten an Türen, Zargen und Heizkörpern anbietet, bekommt damit eine fünfte, die im Winter erfahrungsgemäß gut nachgefragt wird, weil sie sich raumweise erledigen lässt. Eine sechste Seite kann Schimmelsanierung oder Innendämmung abdecken, sofern der Betrieb das wirklich ausführt.
Jede dieser Seiten braucht dieselben sechs Bausteine: eine Überschrift, die die Absicht des Lesers wiederholt; zwei Absätze, die den Ablauf vom ersten Termin bis zur Endreinigung beschreiben; eine Liste dessen, was der Betrieb mitbringt und was der Kunde vorbereitet; eine ehrliche Angabe zur Dauer je Raum; zwei bis drei Bilder aus einem echten Innenraum; und einen Weg zur Anfrage, der nicht Kontakt heißt, sondern zur Leistung passt. Mehr ist nicht nötig, weniger reicht nicht. Der Umfang liegt bei 500 bis 800 Wörtern je Seite.
Warum die Sammelseite nicht reicht
Was Privatkunden vor einer Wohnungsrenovierung wissen wollen
Bei Betrieben mit weniger als vier Beschäftigten dominieren private Auftraggeber den Kundenstamm mit einem Anteil von über 71 Prozent (Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz). Diese Kunden vergleichen keine Ausschreibungen. Sie stehen in ihrem eigenen Wohnzimmer, rechnen im Kopf zusammen, wohin die Möbel sollen, und fragen sich, ob sie eine Woche bei den Eltern schlafen müssen. Ihre Bedenken sind organisatorisch, nicht handwerklich. Genau diese Bedenken beantwortet die typische Handwerker-Website nicht, weil sie von der Ausführung erzählt und nicht vom Wohnen.
Ein Betrieb, der diese Fragen auf der Leistungsseite beantwortet, spart sich die Hälfte der Rückrufe und bekommt Anfragen, die schon vorentschieden sind. Die Antworten kosten nichts: Jeder Geselle im Betrieb kennt sie, sie sind nur nirgends aufgeschrieben. Wer sie einmal notiert, kann sie in jeder Leistungsseite wiederverwenden und im Angebot als Anlage mitschicken.
Wichtig ist die Form der Antwort. Nicht wir arbeiten sauber, sondern wie sauber gearbeitet wird: welche Folien, welche Abklebebänder, welcher Staubsauger, wer die Möbel rückt und wer sie zurückstellt. Nicht kurze Bauzeit, sondern eine Zahl mit Spanne und Bedingung. Die folgende Liste enthält die Punkte, die vor einer Wohnungsrenovierung in der Regel gestellt werden und auf jede Innenraumseite gehören.
- Staubschutz: Welche Flächen werden abgedeckt, welche Türen abgeklebt, wird eine Staubschutzwand gestellt, wird mit Absaugung geschliffen.
- Möbel: Wer rückt sie in die Raummitte, wer trägt sie hinaus, was muss der Kunde selbst leerräumen (Schränke, Regale, Fensterbänke).
- Dauer je Raum: Eine Spanne in Tagen für ein Zimmer üblicher Größe, getrennt nach Streichen, Tapete entfernen und Untergrund spachteln.
- Bewohnbarkeit: Kann die Wohnung während der Arbeiten genutzt werden, welche Räume sind wann gesperrt, ab wann kann wieder eingeräumt werden.
- Gerüche und Trocknung: Wie lange muss gelüftet werden, welche Produkte werden im bewohnten Raum eingesetzt, was gilt bei Kindern und Haustieren.
- Zugang: Übergabe des Schlüssels, Anwesenheitspflicht, Absprache mit Nachbarn und Hausverwaltung, Arbeitszeiten im Mehrfamilienhaus.
- Abschluss: Endreinigung, Entsorgung von Altbelägen und Verpackungen, Abnahme mit Protokoll, Nachbesserung bei Restpunkten.
- Kosten: Was pauschal abgerechnet wird, was nach Aufmaß, wie mit Überraschungen im Untergrund umgegangen wird.
Der letzte Punkt ist unbequem und zugleich wirksam. Ob und wie Preisrahmen auf der Website stehen sollten, ist eine eigene Entscheidung; die Argumente dafür und dagegen stehen im Beitrag zu Preisen auf der Handwerker-Website. Für Privatkunden kommt im Winterhalbjahr ein zweites Thema dazu: die steuerliche Absetzbarkeit von Arbeitslohn und Fahrtkosten. Wie das auf der Website erwähnt wird, ohne in eine Steuerberatung zu rutschen, beschreibt der Beitrag zum Steuerbonus für Handwerkerleistungen auf der Website.
Die Startseite umsortieren, ohne neu zu bauen
Eine verbreitete Fehlannahme lautet, dass eine saisonale Website zwei Websites bedeutet. Sie bedeutet eine Website mit zwei Reihenfolgen. Die Startseite besteht aus Abschnitten, und Abschnitte lassen sich in fast jedem Redaktionssystem verschieben. Wer im Oktober den Block mit den Innenleistungen über den Fassadenblock zieht, das Titelbild gegen eine Innenaufnahme tauscht und die Überschrift von Fassadensanierung im Landkreis auf Wohnung streichen im Landkreis ändert, hat die Umstellung in unter einer Stunde erledigt.
Wichtig ist, dass dabei keine Adresse verschwindet. Die Fassadenseite bleibt online, sie rutscht nur nach unten. Wer sie im Winter löscht und im Frühjahr neu anlegt, verliert die Verweise, die im Laufe der Jahre auf sie gezeigt haben, und beginnt jedes Mal bei null. Verschieben ist erlaubt, entfernen nicht. Die folgende Reihenfolge hat sich für den Zeitraum Oktober bis März in der Praxis bewährt.
- Titelbereich mit Innenaufnahme, einer Überschrift, die die Innenleistung und den Ort nennt, und einer Schaltfläche zur Terminanfrage.
- Ein kurzer Hinweisstreifen, dass Termine für Januar und Februar gerade vergeben werden - ein Satz, kein Banner.
- Die vier bis sechs Innenleistungen als Kacheln, jede mit einem Satz und einem Verweis auf die eigene Seite.
- Zwei bis drei Innenraum-Referenzen mit Objektart, Umfang und Dauer, ohne Kundennamen.
- Der Abschnitt zu Ablauf und Staubschutz, weil er eine wiederkehrende Rückfrage vorwegnimmt.
- Der Fassadenblock mit dem Hinweis, dass Termine für das Frühjahr bereits vorgemerkt werden können.
- Kontaktbereich mit Telefonnummer, Formular und den Zeiten, zu denen tatsächlich jemand abhebt.
Zwei Reihenfolgen, ein Kalendereintrag
Bilder aus dem Innenraum sind andere Bilder
Fassadenbilder sind dankbar: Tageslicht, Abstand, klare Kanten, ein Vorher und ein Nachher, das jeder erkennt. Innenraumbilder sind das Gegenteil. Der Raum ist eng, das Licht kommt aus zwei Quellen mit unterschiedlicher Farbe, und ein frisch gestrichenes Weiß sieht auf dem Foto aus wie das alte Weiß. Deshalb liegen auf vielen Websites von Malerbetrieben Dutzende Fassadenbilder und drei unscharfe Innenaufnahmen - und deshalb wirkt die Seite im Winter leer, obwohl der Betrieb genau dann am meisten zu zeigen hätte.
Der Aufwand ist kleiner als gedacht, wenn die Regeln vorher feststehen. Es geht nicht um eine Kamera, sondern um den Standpunkt, das Licht und die Wiederholbarkeit desselben Ausschnitts. Wer Vorher und Nachher aus derselben Ecke fotografiert, hat den halben Effekt schon eingefahren. Die Grundlagen dazu stehen im Beitrag zu Betriebsfotos mit dem Telefon; die Besonderheiten des Innenraums sind in der folgenden Übersicht zusammengefasst.
| Merkmal | Fassadenbild | Innenraumbild |
|---|---|---|
| Licht | Tageslicht, möglichst bedeckter Himmel, kein direktes Gegenlicht | Zwei Lichtfarben mischen sich; Deckenlicht ausschalten und mit Tageslicht arbeiten |
| Standpunkt | Abstand von der Straße, Gebäude komplett im Bild | Aus der Raumecke, Kamera auf Brusthöhe, gerade Kanten im Bild halten |
| Ausschnitt | Ganzes Objekt, Nachbargebäude ausgeschlossen | Ein Wandabschnitt mit Übergang zu Decke und Boden, nicht der ganze Raum |
| Vorher und Nachher | Zeitabstand von Wochen, Wetter ändert sich | Zeitabstand von Tagen, derselbe Standpunkt ist entscheidend und leicht zu treffen |
| Privatsphäre | Hausnummer und Kennzeichen unkenntlich machen | Persönliche Gegenstände, Fotos und Post vorher aus dem Bild räumen |
| Anzahl | Zwei bis drei Bilder je Objekt reichen | Vier bis sechs Bilder je Objekt, weil ein einzelner Ausschnitt wenig erzählt |
Wer diese Regeln einmal notiert und an die Monteure gibt, bekommt über einen Winter genug Material für sämtliche Innenleistungsseiten. Zwei Aufnahmen je abgeschlossenem Auftrag genügen, wenn sie aus derselben Ecke stammen. Ein Ordner je Objekt, ein Kürzel im Dateinamen, fertig.
Bilder, die im Winter tragen
Termine für Januar schon im Herbst einsammeln
Seit 2024 bewegt sich das Zeitpolster in den Auftragsbüchern auf einem konstant niedrigen Niveau von rund 11 Wochen, bei Kleinstbetrieben liegt der durchschnittliche Auftragsvorlauf 2026 bei 9,4 Wochen (Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz). Als Hauptgrund für die zurückhaltenden Zukunftsaussichten nennen 74 Prozent der befragten Unternehmerinnen und Unternehmer die schwierige Auftragslage im Privatkundengeschäft (Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz). In Wochen gerechnet heißt das: Wer im Januar Arbeit haben will, muss die Anfrage im Oktober oder November bekommen. Die Website ist das einzige Werkzeug im Betrieb, das rund um die Uhr danach fragen kann.
Dafür genügt ein zusätzliches Feld im Anfrageformular: der Wunschzeitraum, als Auswahl von Monaten statt als freies Datum. Ein Privatkunde, der im Oktober anfragt, will meist nicht sofort einen Termin, sondern wissen, ob es überhaupt möglich ist. Ein Feld mit vier Monaten zur Auswahl macht aus einer unverbindlichen Frage eine planbare Anfrage. Wie viele Felder ein Formular im Handwerk verträgt und wie Terminanfragen sauber organisiert werden, steht im Beitrag zum Organisieren von Terminanfragen über die Website.
{
"stand": "2026-10-01",
"saison": "innen",
"startseite": {
"reihenfolgeLeistungen": [
"wohnung-streichen",
"tapezierarbeiten",
"bodenbelag-verlegen",
"trockenbau-und-spachtel",
"fassade-und-aussenanstrich"
],
"hinweiszeile": "Termine für Januar und Februar werden jetzt vergeben"
},
"formular": {
"pflichtfelder": ["objektart", "anzahlZimmer", "wunschzeitraum", "bewohnt"],
"wunschzeitraum": ["November", "Dezember", "Januar", "Februar"]
},
"endeDerInnensaison": "2027-03-15",
"verantwortlich": "kontakt@musterbetrieb-maler.invalid"
}Eine solche Datei ist kein Programm, sondern eine Notiz, die verhindert, dass die Umstellung im nächsten Jahr wieder neu erfunden wird. Wichtiger als das Format ist, dass die eingehenden Anfragen ankommen. Formularmails aus Handwerksbetrieben landen erfahrungsgemäß häufiger im Spam-Ordner als angenommen, weil der Absender der Website nicht zur Domain des Betriebs passt. Woran das liegt und wie es sich beheben lässt, steht im Beitrag dazu, warum Formularmails im Spam landen. Eine Terminanfrage, die niemand liest, ist teurer als gar kein Formular.
Wunschzeitraum statt Wunschtermin
Vier Monate zur Auswahl, keine Datumseingabe. Der Kunde muss sich nicht festlegen, der Betrieb bekommt trotzdem eine planbare Angabe und kann die Anfragen nach Monat sortieren.
Objektart und Anzahl der Räume
Wohnung, Haus, Büro oder Treppenhaus, dazu die Zahl der Räume. Zwei Felder, die den Umfang grob einordnen und die Rückfrage am Telefon von zehn auf drei Minuten verkürzen.
Bild vom Raum erlauben
Ein optionales Feld für ein Foto. Wer den Untergrund vorab sieht, erkennt Raufaser, Putzschäden oder alte Tapete und kann eine belastbarere Einschätzung geben, statt zweimal hinzufahren.
Bestätigung, die etwas sagt
Die automatische Antwort nennt den nächsten Schritt und einen Zeitraum für die Rückmeldung. Ein reines Vielen Dank für Ihre Anfrage erzeugt in der Regel einen zweiten Anruf am selben Tag.
Vier Felder mehr, ein Satz mehr in der Bestätigung: Das ist der ganze Umbau. Er wirkt nur, wenn er im Oktober steht und nicht im Januar, wenn der Kalender schon leer ist.
Suchbegriffe, die im Winter anders lauten
Wer die Fassadenseite für die Innensaison umschreibt, verliert beides. Die Begriffe, mit denen Privatkunden im Winter suchen, sind andere als die des Sommers, und sie gehören auf andere Seiten - nicht auf dieselben. Fassade, Wärmedämmverbundsystem und Anstrich außen bleiben, wo sie sind. Daneben entstehen Seiten für die Absichten, die im Winterhalbjahr formuliert werden. Und diese Absichten sind auffällig konkret.
Die typische Suche eines Privatkunden nennt eine Tätigkeit, ein Objekt und einen Ort. Sie lautet nicht Maler, sondern Wohnung streichen lassen mit Ortsnamen, Raufasertapete überstreichen, Tapete entfernen Kosten, Decke spachteln lassen, Altbau Wände glätten. Diese Formulierungen gehören in Überschriften und in die ersten beiden Sätze der jeweiligen Seite, nicht in eine Stichwortliste am Seitenende. Wie sich solche Begriffe für das eigene Einzugsgebiet finden lassen, ohne zu raten, beschreibt der Beitrag zum Finden lokaler Suchbegriffe im Handwerk.
- Eine Absicht je Seite: Wohnung streichen, Tapete entfernen, Boden verlegen, Decke spachteln, Türen lackieren.
- Der Ort steht in der Überschrift der Seite, nicht nur im Impressum und nicht in jeder Zwischenüberschrift.
- Die Frage nach den Kosten wird auf der Seite selbst angesprochen, auch wenn die Antwort eine Spanne mit Bedingung ist.
- Fachbegriffe stehen neben der Alltagssprache: Dispersionsanstrich in Klammern hinter Wände streichen, nicht anstelle davon.
- Jede Seite verweist auf zwei verwandte Seiten, damit ein Besucher von der Tapete zum Boden findet, ohne zurückzugehen.
- Die Fassadenseiten bleiben unverändert online und werden im Frühjahr wieder nach oben sortiert.
94 Prozent der Handwerksbetriebe nutzen eine eigene Website, 88 Prozent setzen zusätzlich auf Online-Verzeichnisse (Bitkom). Der Unterschied zwischen den Betrieben entsteht daher nicht mehr durch das Vorhandensein einer Seite, sondern durch die Frage, ob diese Seite die Absicht des Besuchers trifft. Im Winterhalbjahr ist das eine andere Absicht als im Sommer.
Was der Betrieb im Oktober selbst erledigen kann
Der überwiegende Teil dieser Arbeit ist keine Websitearbeit, sondern Erinnerungsarbeit. Die Angaben zu Staubschutz, Möbelrückung und Dauer je Raum sind im Betrieb vorhanden, sie stehen nur in keinem Dokument. Wer sie an zwei Abenden aufschreibt, hat den Text für vier Leistungsseiten. Alles Weitere - Einbau, Reihenfolge, Bilder - dauert danach einen halben Tag.
Es lohnt sich, die Aufnahme mit einem Gesellen zusammen zu machen, der die Fragen der Kunden täglich hört. In der Regel kommen dabei drei bis vier Punkte zusammen, an die im Büro niemand denkt: die Frage nach dem Parkplatz für den Transporter, die Frage nach dem Strom im Treppenhaus, die Frage, ob am Samstag gearbeitet wird. Genau diese Punkte machen den Unterschied zwischen einer Seite, die informiert, und einer Seite, die Vertrauen erzeugt.
- Die vier bis sechs Innenleistungen benennen, die der Betrieb im Winterhalbjahr tatsächlich ausführt - nicht die, die im Katalog stehen.
- Je Leistung eine Dauer je Raum als Spanne festlegen und eine Bedingung dazu notieren (Untergrund, Anzahl der Anstriche, Möbel).
- Den Ablauf vom ersten Termin bis zur Endreinigung in acht bis zehn Sätzen aufschreiben, in der Sprache, die am Telefon benutzt wird.
- Aus den letzten zwei Wintern je Leistung zwei Bildpaare heraussuchen oder für die kommenden Wochen die Aufnahme fest einplanen.
- Das Anfrageformular um Wunschzeitraum, Objektart und Anzahl der Räume ergänzen und die Bestätigungsmail einmal selbst empfangen.
- Die Startseite umsortieren und beide Reihenfolgen schriftlich festhalten, damit der Wechsel im März zwanzig Minuten dauert.
Wer diese sechs Punkte abarbeitet, hat keine neue Website, sondern eine Website, die im Oktober etwas anderes sagt als im Mai. Das ist der ganze Unterschied - und er ist in der Regel innerhalb von zwei Wochen zu haben.
Bestand aufnehmen
Zwei Abende mit einem Gesellen: Welche Innenleistungen werden im Winter tatsächlich ausgeführt, welche Fragen stellen Privatkunden dabei regelmäßig, welche Antworten gibt der Betrieb heute am Telefon. Alles wird mitgeschrieben, nichts wird sortiert.
Seiten schreiben
Je Leistung eine Seite mit Überschrift, Ablauf, Vorbereitung, Dauer je Raum und einem Weg zur Anfrage. 500 bis 800 Wörter reichen. Die Fassadenseiten bleiben unangetastet, sie werden später nur verschoben.
Bilder ergänzen
Vier bis sechs Innenaufnahmen je Leistung, Vorher und Nachher aus derselben Ecke. Persönliche Gegenstände vorher aus dem Bild räumen und die Freigabe des Kunden schriftlich einholen, auch wenn kein Name genannt wird.
Umstellen und Termin setzen
Startseite in die Innenreihenfolge bringen, Formularfelder ergänzen, Bestätigungsmail prüfen. Danach zwei Kalendereinträge: Anfang Oktober für den Wechsel hin, Mitte März für den Wechsel zurück.
Zwei Abende mit einem Gesellen: Welche Innenleistungen werden im Winter tatsächlich ausgeführt, welche Fragen stellen Privatkunden dabei regelmäßig, welche Antworten gibt der Betrieb heute am Telefon. Alles wird mitgeschrieben, nichts wird sortiert.
Je Leistung eine Seite mit Überschrift, Ablauf, Vorbereitung, Dauer je Raum und einem Weg zur Anfrage. 500 bis 800 Wörter reichen. Die Fassadenseiten bleiben unangetastet, sie werden später nur verschoben.
Vier bis sechs Innenaufnahmen je Leistung, Vorher und Nachher aus derselben Ecke. Persönliche Gegenstände vorher aus dem Bild räumen und die Freigabe des Kunden schriftlich einholen, auch wenn kein Name genannt wird.
Startseite in die Innenreihenfolge bringen, Formularfelder ergänzen, Bestätigungsmail prüfen. Danach zwei Kalendereinträge: Anfang Oktober für den Wechsel hin, Mitte März für den Wechsel zurück.
Der Fahrplan bis zum ersten Frost
Der Zeitpunkt für diese Arbeit ist nicht beliebig. Sie muss fertig sein, bevor die ersten Anfragen für den Innenbereich eingehen, und die kommen mit dem ersten kalten Wochenende. Rechnet man den Auftragsvorlauf von rund 11 Wochen (Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz) rückwärts, ergibt sich Ende September als sinnvoller Start. Der Aufwand verteilt sich dabei ungleich: Das Schreiben dauert am längsten, das Umsortieren am kürzesten.
Bei rund 37.954 Unternehmen im Maler- und Lackiererhandwerk (Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz) ist der Wettbewerb um Innenaufträge im Winterhalbjahr in jedem Einzugsgebiet vorhanden. Er wird aber selten über die Website ausgetragen, weil die meisten Seiten dieselbe Fassadenreihenfolge zeigen. Genau darin liegt der Vorteil eines Betriebs, der im Oktober umsortiert: Er beantwortet die Frage, die gerade gestellt wird, während die anderen die Frage vom Juli beantworten.
- Ende September: Bestandsaufnahme mit einem Gesellen, Liste der Innenleistungen und der wiederkehrenden Kundenfragen.
- Erste Oktoberwoche: Texte für vier bis sechs Leistungsseiten schreiben, Dauer je Raum und Ablauf verbindlich festlegen.
- Zweite Oktoberwoche: Seiten einbauen, Startseite umsortieren, Hinweiszeile zur Terminvergabe für Januar und Februar setzen.
- Dritte Oktoberwoche: Formularfelder ergänzen, Bestätigungsmail selbst empfangen, Zustellung an ein externes Postfach prüfen.
- Laufend bis März: Je abgeschlossenem Innenauftrag zwei Bildpaare aus derselben Ecke, Freigabe schriftlich einholen.
- Mitte März: Zurück in die Außenreihenfolge, Fassadenseiten nach oben, Hinweiszeile auf Frühjahrstermine ändern.
Zwei Reihenfolgen, sechs Seiten, vier Formularfelder. Mehr braucht die Innensaison auf der Website nicht. Wer dabei Unterstützung möchte, findet sie bei uns als Webagentur für Maler und Lackierer - und zwar so, dass der Betrieb die Umstellung im nächsten Jahr selbst vornehmen kann.
Quellen dieses Beitrags
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