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Anfragen und Erreichbarkeit

Auftragsbestand sinkt: was die Website jetzt leisten muss

Der Auftragsbestand im Handwerk sinkt laut ZDH deutlich. Fünf Schritte, mit denen die Website zur eigenen Anfragequelle wird: Leistungen, Anfrageweg, Einzugsgebiet, Zählen und das Preisgespräch.

14 Min. Lesezeit AuftragslageAnfragenLeistungsseitenEinzugsgebietHandwerk

Kurz und einfach erklärt

Werden die Aufträge weniger? Dann kann die Website selbst neue Anfragen bringen.

Stellen Sie die Arbeiten nach vorn, die sich schnell planen lassen. Das sind etwa Reparatur, Wartung und Sanierung.

Machen Sie den Weg zur Anfrage kurz. Ein kleines Formular mit Foto auf der Seite der Leistung hilft dabei.

Zählen Sie jeden Monat Ihre Anfragen. Notieren Sie, woher sie kommen. Eine einfache Tabelle reicht.

Gespräche über den Preis werden oft schwerer. Die Website kann sie vorbereiten, ohne einen Preis zu versprechen. Wir bauen Ihre Website zum festen Preis.

Viele Handwerksbetriebe haben jahrelang keine einzige Anfrage über die eigene Website gebraucht. Der Kalender füllte sich über Empfehlungen, Stammkunden und den Bauträger, mit dem man seit zehn Jahren zusammenarbeitet. Die Website war dabei eine Visitenkarte: Adresse, Telefonnummer, ein paar Bilder vom Team. Im Jahr 2026 hat sich diese Lage für viele Betriebe spürbar verändert. Laut Kurzbericht des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) zum 2. Quartal 2026 ist der Auftragsbestandsindikator von minus 3 Punkten im Frühjahr 2025 auf minus 15 Punkte gefallen, die Kapazitätsauslastung liegt bei 76 Prozent. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein Anlass, die Website anders zu benutzen: nicht als Visitenkarte, sondern als eigene Anfragequelle, die genau die Aufträge hereinholt, mit denen sich Lücken im Kalender füllen lassen. Dieser Beitrag beschreibt dafür einen Plan in fünf Schritten - welche Leistungen nach vorn gehören, wie der Anfrageweg für kleinere Aufträge aussieht, wie das Einzugsgebiet geprüft wird und woran man nach drei Monaten sieht, ob sich etwas bewegt. Dazu kommt das Preisgespräch, das bei steigenden Absatzpreisen häufiger und schwieriger wird.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Auftragsbestandsindikator des Handwerks ist laut ZDH im 2. Quartal 2026 auf minus 15 Punkte gefallen (Frühjahr 2025: minus 3), die Kapazitätsauslastung liegt bei 76 Prozent. Die Auftragsreichweite von 8,7 Wochen ist ein Durchschnitt und sagt über den eigenen Kalender wenig.
  • Lücken im Kalender füllt man selten mit dem nächsten Großprojekt, sondern mit Leistungen, die kurzfristig planbar sind: Reparatur, Wartung, Sanierung im Bestand. Genau diese Leistungen gehören auf der Website nach vorn.
  • Ein Anfrageweg, der nur auf das große Projekt zugeschnitten ist, schreckt kleine Aufträge ab. Ein kurzes Formular mit Fotoupload direkt auf der Leistungsseite öffnet ihn.
  • Wer Anfragen je Monat nach Herkunft und Leistung zählt, sieht nach drei Monaten, welcher Weg trägt - ohne Auswertungswerkzeug, mit einer Tabelle.
  • Der Absatzpreisindikator steht laut ZDH auf einem Vierjahreshoch, 87 Prozent der Betriebe beobachten laut Bitkom eine deutlich höhere Preissensibilität. Die Website bereitet das Preisgespräch vor, ohne einen Preis zu versprechen.

Was die Zahlen für einen einzelnen Betrieb heißen

Der ZDH befragt jedes Quartal Handwerksbetriebe zu Geschäftslage, Umsatz, Aufträgen und Preisen. Der Kurzbericht zum 2. Quartal 2026 ist im August 2026 erschienen, und seine Kernaussage zur Auftragslage lässt wenig Spielraum für Deutung:

Lag der Auftragsbestandsindikator im Frühjahr 2025 noch bei schwachen minus 3 Punkten, geht er nun auf minus 15 Punkte zurück.

ZDH, Kurzbericht Konjunktur 2. Quartal 2026, August 2026

Hinzu kommt ein Satz, der für die Planung wichtiger ist als die Zahl selbst: Die Bewertung der Auftragslage verschlechtert sich laut Bericht in allen Gewerbegruppen. Es ist also nicht ein einzelnes Gewerk, das gerade schwächelt, während die anderen ausgelastet sind. Die Kapazitätsauslastung sinkt um einen Prozentpunkt auf 76 Prozent, die durchschnittliche Auftragsreichweite liegt mit 8,7 Wochen etwa auf dem Niveau des Vorjahres (ZDH).

Für einen einzelnen Betrieb sind das Durchschnittswerte. Eine Reichweite von 8,7 Wochen im Mittel kann heißen, dass ein Betrieb bis Weihnachten ausgebucht ist und der Nachbarbetrieb im November Leerlauf hat. Die Zahlen beschreiben die Richtung, nicht Ihren Kalender. Die Richtung ist allerdings deutlich genug, um die eigene Website jetzt anzusehen - und zwar mit einer anderen Frage als bisher: Bringt sie die Anfragen, die ich gerade brauche?

Kennzahl laut ZDH-Bericht2. Quartal 2026Was daraus für die Website folgt
Auftragsbestandsindikatorminus 15 Punkte (Frühjahr 2025: minus 3)Leistungen mit kurzer Vorlaufzeit sichtbar machen
Kapazitätsauslastung76 Prozent (1 Prozentpunkt weniger)freie Wochen gezielt mit kleineren Aufträgen füllen
Auftragsreichweite8,7 Wochen (Vorjahr: 8,6)Anfragen je Monat zählen, um die eigene Reichweite zu kennen
Absatzpreisindikator28 Punkte (plus 8, Vierjahreshoch)das Preisgespräch auf der Seite vorbereiten

Die gesamtwirtschaftlichen Ursachen, die der Bericht nennt, lassen sich von einer Website aus nicht beeinflussen. Was sich beeinflussen lässt, ist, welche Anfragen bei Ihnen ankommen, wie gut sie vorbereitet sind und ob Sie wissen, woher sie kommen. Darum geht es in den folgenden fünf Schritten. Keiner davon verlangt einen Neubau der Website, und keiner verspricht eine bestimmte Zahl an Aufträgen.

Schritt 1: Festlegen, welche Leistungen die Lücken füllen

Ein Betrieb, der von Empfehlungen lebt, bekommt die Aufträge, für die er bekannt ist. Das ist oft das große Projekt: der Neubau, die Komplettsanierung, der Auftrag über den Bauträger. Wenn diese Aufträge ausbleiben, lassen sich die Lücken selten mit dem nächsten Großprojekt füllen, weil dessen Vorlauf zu lang ist. Sie füllen sich mit Leistungen, die kurzfristig planbar sind und die im Bestand ohnehin anfallen: Reparaturen, Wartung, Prüfungen, die Sanierung einzelner Räume oder Bauteile.

Bevor an der Website etwas geändert wird, steht deshalb eine Entscheidung im Betrieb: Welche zwei oder drei Leistungen sollen in den nächsten Monaten mehr Anfragen bekommen? Die Antwort hängt von Ihren Leuten, Ihrer Ausstattung und Ihrer Kalkulation ab, nicht von einer Branchenliste. Drei Prüffragen helfen: Können wir diese Leistung innerhalb weniger Wochen einplanen? Ist sie für uns auskömmlich, auch wenn der einzelne Auftrag klein ist? Führt sie erfahrungsgemäß zu Folgeaufträgen?

LeistungsartWarum sie Lücken fülltWas die Website dafür braucht
Reparaturkurzer Vorlauf, oft dringendeigene Seite, kurzer Anfrageweg, Fotoupload
Wartung und Prüfungplanbar, wiederkehrend, bindet KundschaftLeistungsumfang, Intervall, Terminanfrage
Sanierung im Bestandeinzelne Räume oder Bauteile statt NeubauAblauf, Vorher-Nachher-Bilder, Hinweis zum Steuerbonus
Kleinaufträgefüllen einzelne Tage zwischen größeren BaustellenMindestumfang offen nennen, Rückmeldezeit angeben
NachrüstungAnlass im Bestand, etwa Sicherheit oder EnergieAnlass beschreiben, typische Fragen beantworten

Für Leistungen im Bestand gibt es einen Hinweis, den viele Kundinnen und Kunden nicht auf dem Schirm haben: Für Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen ermäßigt sich die Einkommensteuer auf Antrag um 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens um 1.200 Euro (§ 35a Absatz 3 EStG). Begünstigt sind dabei nur die Arbeitskosten, nicht das Material (§ 35a Absatz 5 EStG). Wie man das auf der Seite formuliert, ohne Steuerberatung zu leisten, steht im Beitrag zum Steuerbonus für Handwerkerleistungen.

Die Frage für die nächste Betriebsbesprechung

Welche Leistung könnten wir in den nächsten acht Wochen zusätzlich einplanen, und findet ein Fremder sie auf unserer Website in zehn Sekunden? Wenn die Antwort auf den zweiten Teil nein lautet, ist das der erste Arbeitsauftrag. Wie ein einzelnes Gewerk seine Saison auf der Website abbildet, zeigt der Beitrag zur Website für Maler und Lackierer in der Innensaison.

Schritt 2: Diese Leistungen auf der Website nach vorn holen

Auf vielen Handwerker-Websites stehen die Leistungen in der Reihenfolge, in der sie irgendwann einmal aufgeschrieben wurden. Oben das, wofür der Betrieb bekannt ist, weiter unten das, was man auch noch macht. In einer Flaute ist das die falsche Reihenfolge. Die Leistungen, die jetzt Lücken füllen sollen, gehören in den ersten Bildschirm der Startseite und in das Menü, nicht in einen Aufzählungspunkt am Seitenende.

Nach vorn holen heißt dabei nicht, die Startseite jedes Mal umzubauen, wenn der Kalender dünner wird. Es heißt, die gewählten Leistungen mit eigener Seite, eigener Überschrift und eigenem Anfrageweg auszustatten und von der Startseite aus sichtbar zu verlinken. Eine Reparaturleistung, die nur als Halbsatz auf einer Sammelseite steht, wird weder gefunden noch angefragt. Warum getrennte Seiten mehr tragen, steht im Beitrag zu eigenen Leistungsseiten statt einer Sammelseite, die passende Reihenfolge der Abschnitte im Beitrag zum Aufbau der Startseite.

  • Im ersten Bildschirm der Startseite: die zwei oder drei Leistungen, die jetzt Anfragen bekommen sollen, mit je einem Satz und einem Verweis auf die eigene Seite.
  • Im Menü: dieselben Leistungen mit dem Wort, mit dem sie gesucht werden, also Heizungswartung statt Service.
  • Auf jeder Leistungsseite: was genau gemacht wird, für wen, in welchem Umkreis und wie schnell ein Termin in der Regel möglich ist - ohne feste Frist.
  • Eine Frage-Antwort-Strecke mit den Fragen, die am Telefon zu dieser Leistung tatsächlich gestellt werden.
  • Bilder aus eigenen Aufträgen statt Symbolbildern, bei Reparaturen gern mit dem Schadensbild vorher.
  • Verweise zur Startseite und zur Kontaktseite mit Ankertexten, die die Leistung beim Namen nennen.

Damit diese Seiten gefunden werden, müssen sie in der Sprache der Suchenden geschrieben sein. Wer eine undichte Dachrinne hat, sucht nicht nach Klempnerarbeiten, sondern nach dem Problem und dem Ort. Die Wörter, mit denen in Ihrem Einzugsgebiet gesucht wird, und die Frage, wie eine Leistungsseite in der lokalen Suche sichtbar wird, gehören zu dem, was wir unter SEO für Handwerker verstehen.

Schritt 3: Den Anfrageweg für kleinere Aufträge öffnen

Viele Anfrageformulare im Handwerk sind für das große Projekt gebaut. Sie fragen nach Budget, Bauvorhaben, Zeitplan und Architekt. Für jemanden mit einer undichten Dachrinne oder einer klemmenden Terrassentür wirkt das wie ein Hinweis, dass der Betrieb für solche Kleinigkeiten nicht zu haben ist. Die Person schreibt dann nicht, sondern ruft beim nächsten Betrieb an.

Für Reparatur- und Kleinaufträge braucht es einen zweiten, kürzeren Weg: wenige Felder, ein Fotoupload, eine Angabe zur gewünschten Rückrufzeit. Das Foto ersetzt oft die erste Besichtigung und macht aus einer vagen Beschreibung eine Anfrage, die sich einschätzen lässt. Wichtig ist, dass dieser Weg auf der Leistungsseite selbst sitzt und nicht erst über die allgemeine Kontaktseite erreichbar ist. Jeder zusätzliche Klick kostet bei kleinen Anliegen mehr Anfragen als bei großen.

anfrage-reparatur.json
{
  "leistung": "Reparatur",
  "ort": "Peine",
  "wasIstDefekt": "Dachrinne undicht, tropft über der Haustür",
  "seitWann": "seit dem letzten Starkregen",
  "fotosHochgeladen": 3,
  "zeitfenster": "in den nächsten zwei Wochen",
  "rueckrufZeit": "werktags ab 16 Uhr"
}

Das Beispiel ist bewusst schlicht. Es zeigt, welche Angaben eine kleine Anfrage bearbeitbar machen, und verzichtet auf alles, was für einen Auftrag dieser Größe keine Rolle spielt. Welche Felder ein Formular im Handwerk verträgt und welche es leerlaufen lassen, behandelt der Beitrag zu den Feldern im Anfrageformular.

Kurzes Formular

Leistung, Ort, eine Beschreibung in ein bis zwei Sätzen und die Rückrufzeit. Mehr braucht eine Reparaturanfrage für die erste Einschätzung nicht.

Fotoupload

Drei bis vier Bilder vom Schaden oder vom Bauteil ersetzen oft die erste Fahrt und machen die Rückmeldung belastbarer.

Rückmeldezeit

Ein Satz dazu, bis wann Sie sich in der Regel melden - als Richtwert, nicht als Zusage. Das nimmt die Unsicherheit aus dem Abschicken.

Mindestumfang

Wenn es einen Mindestumfang oder eine Anfahrtspauschale gibt, steht sie dabei. Das erspart beiden Seiten ein Gespräch, das zu nichts führt.

Ein zweiter Punkt betrifft die Erreichbarkeit. Wer einen kleinen Auftrag vergibt, entscheidet schnell, und wer nach dem Abschicken tagelang nichts hört, fragt woanders. Woran Betriebe Anrufe und Anfragen verlieren, bevor überhaupt jemand abhebt, beschreibt der Beitrag zur Erreichbarkeit über die Website.

Schritt 4: Das Einzugsgebiet prüfen

In vollen Jahren ziehen viele Betriebe ihr Einzugsgebiet enger. Wer ausgebucht ist, fährt für eine Reparatur keine 40 Kilometer. In einer Flaute lohnt sich die umgekehrte Frage: Gibt es Orte, in denen wir früher gearbeitet haben und die auf der Website nicht mehr vorkommen? Gibt es Leistungen, für die sich eine längere Anfahrt rechnet, weil der Auftrag groß genug ist? Und steht der Umkreis, den wir tatsächlich fahren, überhaupt irgendwo?

Das Einzugsgebiet gehört an drei Stellen auf die Website: in den Text der Leistungsseiten, auf eine eigene Seite zum Gebiet und in das Unternehmensprofil in der Kartensuche. Laut Bitkom nutzen 94 Prozent der Handwerksbetriebe eine eigene Website, 88 Prozent setzen auf Online-Verzeichnisse. Eine Website zu haben unterscheidet also kaum noch jemanden; der Unterschied entsteht dort, wo Website und Profil dieselben Leistungen und dieselben Orte nennen. Wie das Gebiet auf der Seite dargestellt wird, beschreibt der Beitrag zum Einzugsgebiet auf der Website.

  • Die Orte, die Sie tatsächlich anfahren, stehen im Text - nicht nur als Postleitzahl im Impressum.
  • Für Leistungen mit längerer Anfahrt steht dabei, ab welchem Umfang Sie fahren.
  • Das Unternehmensprofil nennt dieselben Leistungen wie die Website, in derselben Reihenfolge.
  • Die Kategorie im Profil passt zu der Leistung, die jetzt Anfragen bekommen soll.
  • Die Fotos im Profil stammen aus Aufträgen der letzten Monate, nicht aus dem Gründungsjahr.

Das Unternehmensprofil ist in einer Flaute oft der schnellere Hebel als die Website, weil Änderungen dort ohne Umbau sichtbar werden. Wie wir Profil und Website aufeinander abstimmen, steht auf unserer Seite zum Google-Unternehmensprofil. Laut Bitkom sehen außerdem 72 Prozent der Betriebe in Online-Kundenbewertungen eine große Möglichkeit, neue Aufträge zu gewinnen und Vertrauen aufzubauen. Wie Sie Bewertungen einholen, ohne Kundinnen und Kunden zu bedrängen, steht im Beitrag zum Sammeln von Bewertungen im Handwerk.

Schritt 5: Anfragen je Monat zählen

Ob die Änderungen wirken, lässt sich nur sagen, wenn vorher gezählt wird. Viele Betriebe wissen ungefähr, wie viele Aufträge sie im Monat schreiben, aber nicht, wie viele Anfragen es waren und woher sie kamen. Genau diese Zahl zeigt jedoch, ob die Website als Anfragequelle trägt oder ob der Kalender weiter allein an Empfehlungen hängt.

Dafür braucht es kein Auswertungswerkzeug. Eine Tabelle mit fünf Spalten reicht, geführt von der Person, die Anfragen annimmt: Datum, Herkunft, Leistung, Größe und Ergebnis. Die Herkunft wird bei jedem Anruf einmal erfragt - Wie sind Sie auf uns gekommen? - und bei Formularanfragen aus einem Auswahlfeld übernommen. Nach drei Monaten liegt ein Bild vor, das genauer ist als jedes Bauchgefühl.

SpalteWas eingetragen wirdWozu sie dient
DatumTag der AnfrageAnfragen je Monat vergleichen
HerkunftEmpfehlung, Website, Unternehmensprofil, Stammkunde, Sonstigessehen, welcher Weg Anfragen bringt
Leistungdie angefragte Leistung, so wie sie auf der Website heißtprüfen, ob die nach vorn geholten Leistungen angefragt werden
Größeklein, mittel, groß nach Ihrer eigenen Einteilungerkennen, ob der kurze Anfrageweg genutzt wird
ErgebnisAngebot, Auftrag, abgesagt, keine Rückmeldungsehen, welche Anfragen zu Aufträgen werden

Der Ablauf dahinter ist einfach und passt in jeden Betrieb, der ohnehin einen Terminkalender führt. Wichtig ist nur die Reihenfolge: erst zählen, dann ändern, dann weiterzählen.

Einen Monat lang zählen, bevor an der Website etwas geändert wird. Ohne diesen Wert lässt sich später nichts vergleichen.

Warum eine Tabelle reicht

Ein Auswertungswerkzeug zählt Besuche. Die Tabelle zählt Anfragen und Aufträge, also das, wovon der Betrieb lebt. Für einen Betrieb mit einer Handvoll Anfragen pro Woche ist sie genauer als jede Grafik, weil sie auch den Anruf erfasst, der nach einem Blick auf die Website kommt - und den kein Werkzeug der Website zuordnet.

Das Preisgespräch vorbereiten, ohne Preise zu versprechen

Neben der Auftragslage enthält der ZDH-Bericht eine zweite Zahl, die jeden Betrieb betrifft: Der Absatzpreisindikator steigt um 8 Zähler auf 28 Punkte und liegt damit auf einem Vierjahreshoch. Nach dem Bericht nimmt der Druck auf die Absatzpreise vor allem wegen wieder steigender Energie- und zum Teil auch Materialkosten zu. Gleichzeitig beobachten laut Bitkom-Studienbericht 87 Prozent der befragten Handwerksbetriebe eine deutlich höhere Preissensibilität ihrer Kundschaft.

Das Ergebnis kennt jeder Betrieb aus dem Alltag: Angebote werden häufiger verglichen, nachverhandelt oder ohne Rückmeldung liegen gelassen. Die Website kann dieses Gespräch nicht führen, aber sie kann es vorbereiten. Sie erklärt, woraus sich ein Preis zusammensetzt, was im Angebot enthalten ist und was nicht, und warum ein Aufmaß vor Ort manchmal nötig ist. Wer das auf der Seite gelesen hat, kommt mit anderen Erwartungen ins Gespräch.

  • Was den Preis einer Leistung bestimmt: Umfang, Zugänglichkeit, Material, Entsorgung, Anfahrt.
  • Wie das Angebot aufgebaut ist: einzelne Positionen statt einer Pauschale, damit sich Angebote vergleichen lassen.
  • Wenn Richtwerte genannt werden, dann mit Preisstand und dem Hinweis, dass das Angebot nach Besichtigung gilt.
  • Wie mit Mehraufwand umgegangen wird, der erst während der Arbeit sichtbar wird.
  • Der Hinweis auf die Steuerermäßigung für Arbeitskosten im Bestand, sachlich und ohne Beratung.

Ob überhaupt Preise auf die Website gehören, ist eine eigene Entscheidung, die vom Gewerk und von der Art der Leistung abhängt. Die Argumente dafür und dagegen stehen im Beitrag zu Preisen auf der Handwerker-Website.

Was in einer Flaute nicht auf die Seite gehört

Erstens Preiszusagen ohne Besichtigung, die im Aufmaß nicht halten. Zweitens Termin- oder Fertigstellungsfristen ohne Vorbehalt, nur weil gerade Kapazität frei ist. Drittens künstliche Knappheit wie nur noch diese Woche und Rabattaktionen, die vor allem signalisieren, dass der Betrieb dringend Arbeit sucht. Viertens Bewertungen oder Referenzen, die es so nicht gibt. Jede dieser Aussagen bringt vielleicht eine Anfrage mehr und kostet dafür das Vertrauen, von dem ein Handwerksbetrieb auch nach der Flaute lebt.

Wann ein Umbau der Website nötig ist und wann nicht

Die meisten der beschriebenen Schritte lassen sich auf einer bestehenden Website umsetzen: eine neue Leistungsseite, eine geänderte Startseite, ein zweites Formular, ein abgeglichenes Profil. Ein Relaunch ist erst dann der richtige Weg, wenn die Website diese Änderungen nicht zulässt - wenn neue Seiten nur über einen Dienstleister angelegt werden können, das Formular fest eingebaut ist oder die Seite auf dem Telefon kaum bedienbar ist.

Ein Relaunch in einer ruhigeren Phase hat einen Vorteil, der selten ausgesprochen wird: Er fällt in eine Zeit, in der im Betrieb Luft für Fotos, Texte und Abstimmung ist. Wer ihn angeht, sollte die bestehenden Adressen weiterleiten, damit die vorhandene Sichtbarkeit erhalten bleibt. Wie wir dabei vorgehen, steht auf unserer Seite zum Website-Relaunch im Handwerk.

  • Neue Seiten lassen sich ohne Programmierung anlegen: Ausbau der bestehenden Website genügt.
  • Das Formular lässt sich um Felder und einen Fotoupload ergänzen: Ausbau genügt.
  • Die Seite ist auf dem Telefon schwer bedienbar oder lädt spürbar langsam: Relaunch prüfen.
  • Die Zugänge zu Domain und Hosting liegen nicht beim Betrieb: zuerst klären, dann entscheiden.
  • Texte und Bilder passen nicht mehr zum heutigen Leistungsangebot: Relaunch prüfen.

Was das kostet und womit wir anfangen

Eine zusätzliche Leistungsseite und ein zweiter Anfrageweg sind Bausteine der Website, kein eigenes Projekt. Bei uns entsteht eine Handwerker-Website zum Festpreis ab 1.490 Euro netto, danach betreuen wir sie ab 49 Euro pro Monat, Hosting in Deutschland ab 15 Euro pro Monat. Beides ist monatlich kündbar, es gibt keine Mindestlaufzeit. Preisstand September 2026. Was in der Betreuung enthalten ist, steht auf unserer Preisseite.

Wenn Sie wissen möchten, welche Ihrer Leistungen auf der Website jetzt nach vorn gehören, fangen wir mit einer einfachen Frage an: Welche Aufträge könnten Sie in den nächsten acht Wochen zusätzlich annehmen? Aus der Antwort ergibt sich, welche Seiten fehlen, welcher Anfrageweg geöffnet werden muss und was im Unternehmensprofil angepasst wird.

Quellen dieses Beitrags

Dieser Beitrag stützt sich auf den Kurzbericht Konjunktur 2. Quartal 2026 des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (August 2026), auf den Bitkom-Studienbericht zur Digitalisierung des Handwerks (504 befragte Handwerksunternehmen, Erhebung 2025) sowie auf § 35a des Einkommensteuergesetzes. Die Kennzahlen des ZDH sind Durchschnittswerte über die befragten Betriebe und beschreiben nicht die Lage eines einzelnen Betriebs. Die fünf Schritte sind Arbeitsvorschläge, keine Zusage für eine bestimmte Zahl an Anfragen. Wenn Sie Ihre Website auf die Leistungen ausrichten wollen, die Ihren Kalender jetzt füllen sollen, sprechen Sie uns an.

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