Kurz und einfach erklärt
In diesem Text geht es um Ihr Gebiet. Also um die Orte, in denen Sie arbeiten.
Zeigen Sie das Gebiet gut sichtbar neben der Anfrage. Im Impressum hilft es kaum.
Eine lange Liste mit Orten bringt wenig. Besser ist eine Seite je Ort mit eigenem Inhalt. Dort steht etwa, was Sie vor Ort gebaut haben.
Lassen Sie den Rand des Gebiets offen. Für weite Wege können Sie einen festen Betrag für die Fahrt nennen. So klären Sie das vor dem Anruf.
Wir helfen Ihnen dabei.
Von Söhlde nach Hannover ist es ein gutes Stück Anfahrt. Für einen Betrieb mit drei Monteuren entscheidet die Entfernung darüber, ob ein Auftrag Geld bringt oder Zeit kostet: Anfahrt wird selten voll bezahlt, aber jedes Mal voll gefahren. Trotzdem steht auf vielen Handwerker-Websites nur ein Halbsatz zum Gebiet, versteckt im Impressum oder aufgelöst in eine Aufzählung von zwanzig Ortsnamen ohne weiteren Inhalt. Beides führt zum selben Ergebnis: Anfragen aus achtzig Kilometern Entfernung landen im Postfach, während der Nachbarort nicht weiß, dass Sie dort regelmäßig arbeiten. Dieser Beitrag zeigt, wie sich ein Einzugsgebiet so darstellen lässt, dass die Nahzone eindeutig belegt ist, der Rand offen bleibt und die Anfahrt jenseits davon eine Frage ist, die vor dem ersten Telefonat geklärt wird.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Einzugsgebiet gehört nicht ins Impressum, sondern neben die Anfrage: Wer den Umkreis erst nach dem Absenden erfährt, hat die Absage bereits ausgelöst.
- Eine Ortsliste ohne eigenen Inhalt hilft weder dem Anrufer noch der Auffindbarkeit — zwanzig Ortsnamen unter demselben Absatz sind zwanzigmal derselbe Text mit ausgetauschtem Wort.
- Eine tragfähige Ortsseite nennt den Anfahrtsweg, dort ausgeführte Arbeiten, örtliche Besonderheiten und einen Ansprechpartner; fehlen diese vier Angaben, ist sie eine Dublette.
- Eine ausgewiesene Anfahrtspauschale jenseits des Kerngebiets qualifiziert vor: Wer sie annimmt, meint die Anfrage ernst; wer abspringt, hätte den Termin in der Regel ohnehin abgesagt (Projekterfahrung).
- Der Rand des Gebiets bleibt besser weich: Ein Satz wie „darüber hinaus nach Absprache“ hält lohnende Ausnahmen offen, ohne den Schwerpunkt zu verwässern.
Warum der Radius über die Marge entscheidet
Anfahrt steht in keiner Angebotszeile, die ein Kunde gern liest. Trotzdem ist sie der Posten, der im Handwerk am zuverlässigsten Geld kostet: Fahrzeit ist Lohnzeit, das Fahrzeug steht in dieser Zeit nicht an der Baustelle, und der Monteur fängt später an und hört früher auf. Derselbe Auftrag in fünfzehn und in siebzig Kilometern Entfernung hat denselben Materialeinsatz und dieselbe Arbeitszeit am Objekt — und einen Deckungsbeitrag, der sich deutlich unterscheidet. Wer sein Gebiet nicht schriftlich festlegt, entscheidet diese Frage jedes Mal neu, meist am Telefon, meist zwischen zwei Terminen und ohne Taschenrechner.
Die zweite Größe ist der Kunde. 87 Prozent (Bitkom 2025) der befragten Betriebe beobachten, dass Kundinnen und Kunden deutlich preissensibler geworden sind; die Erhebung stützt sich auf 504 Handwerksunternehmen in Deutschland. Für die Darstellung des Einzugsgebiets folgt daraus eine schlichte Konsequenz: Ein Zuschlag für weite Anfahrt lässt sich nicht am Ende eines Angebots nachschieben, ohne dass er Diskussionen auslöst. Er gehört auf die Website, bevor jemand zum Hörer greift. Dann ist er eine Spielregel und keine Überraschung — und die Preisfrage wird dort geklärt, wo sie niemanden Arbeitszeit kostet.
Die dritte Größe ist der Wettbewerb im Umkreis. In Deutschland sind 1.038.126 (ZDH 2025) Betriebe in die Handwerksrollen und in das Verzeichnis des handwerksähnlichen Gewerbes eingetragen. In einem Umkreis von fünfzig Kilometern sitzen entsprechend viele Betriebe desselben Gewerks, und die Entfernung entscheidet selten allein. Den Auftrag bekommt in der Regel der Betrieb, der im Nachbarort sichtbar ist — nicht der, der theoretisch auch dorthin fahren würde. Sichtbarkeit im Gebiet ist damit keine Marketingfrage, sondern eine Frage der Auslastung in Fahrtrichtung.
Anfahrt ist der stillste Kostenpunkt
Was der Besucher in den ersten Sekunden sucht
Wer abends auf dem Telefon einen Betrieb sucht, prüft drei Dinge in dieser Reihenfolge: Macht der das? Kommt der zu mir? Wie erreiche ich ihn? Die zweite Frage entscheidet über den Abbruch, und sie wird schneller gestellt, als eine Unterseite geladen ist. 94 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe nutzen eine eigene Website. Die Frage ist deshalb längst nicht mehr, ob es eine Seite gibt, sondern ob sie in einem Blick beantwortet, ob der Betrieb bis zum Wohnort des Suchenden fährt. Bleibt die Antwort aus, sucht niemand weiter auf Ihrer Seite — sondern beim nächsten Treffer.
Der Ort gehört deshalb dorthin, wo der Blick ohnehin hinfällt: in die Kopfzeile neben die Telefonnummer, in die erste Überschrift der Startseite, in den Einstieg jeder Leistungsseite, neben das Anfragefeld und in die Fußzeile. Das ist keine Wiederholung um der Wiederholung willen, sondern eine Antwort an fünf verschiedenen Einstiegspunkten. Wer über eine Leistungsseite kommt, sieht die Startseite womöglich nie. Wie sich diese Einstiege sortieren lassen, beschreibt der Überblick zur Website für Handwerksbetriebe.
Kopfzeile
Ein knapper Zusatz neben dem Betriebsnamen, etwa „Elektrotechnik für Hildesheim, Peine und Salzgitter“. Er wird auf jeder Unterseite mitgelesen und kostet keinen eigenen Platz.
Startseite oben
Ein Satz unter der Hauptüberschrift, der Sitz und Umkreis nennt. Er beantwortet die Kommt-der-zu-mir-Frage, bevor der Besucher scrollt oder wegtippt.
Leistungsseiten
Jede Leistungsseite nennt den Umkreis erneut, weil viele Besucher direkt dort einsteigen und die Startseite gar nicht zu sehen bekommen.
Neben der Nummer
Direkt beim Anrufknopf ein Hinweis zur Zone. Das verhindert Anrufe, die für beide Seiten mit einer Absage enden, und schützt die Erreichbarkeit für passende Anfragen.
Gebietsseite
Eine eigene Seite für das Einsatzgebiet mit Grafik, Zonen und Ortsübersicht. Sie ist der Ort, auf den alle anderen Erwähnungen verlinken können.
Anfrageformular
Ein Feld für die Postleitzahl mit einem Satz zum Umkreis darunter. Wer außerhalb liegt, erfährt es vor dem Absenden und nicht erst durch eine Absage.
Diese fünf Stellen kosten in der Umsetzung wenig, weil sie aus demselben Textbaustein gespeist werden können. Ändert sich das Gebiet, weil ein zweiter Standort dazukommt oder ein Monteur ausscheidet, ändert sich der Baustein an einer Stelle. Alles andere zieht nach. Genau daran scheitern gewachsene Seiten regelmäßig: Der Umkreis steht an vier Stellen mit drei verschiedenen Zahlen, weil jede Stelle einzeln gepflegt wurde.
Der harte Rand und der weiche Rand
Ein Einzugsgebiet mit einer einzigen Zahl zu beschreiben, ist verlockend und in der Praxis selten richtig. „Umkreis 40 Kilometer“ klingt sauber, ist aber entweder zu eng oder zu weit, je nachdem, worum es geht. Für einen Wartungsauftrag über zwei Stunden lohnt sich diese Strecke nicht; für einen Auftrag, der zwei Wochen bindet, lohnt sich auch die doppelte Entfernung. Ein Gebiet, das nur eine Grenze kennt, zwingt Sie deshalb dazu, entweder Geld zu verlieren oder Anfragen abzuweisen, die sich gerechnet hätten.
Tragfähiger sind zwei bis drei Zonen mit unterschiedlichem Versprechen. Die Kernzone ist das Gebiet, in dem Sie kurzfristig und ohne Zuschlag arbeiten. Das erweiterte Gebiet umfasst Orte, in die Sie regelmäßig fahren, wenn der Auftrag eine gewisse Größe hat. Darüber hinaus bleibt der Rand bewusst weich: keine Ablehnung, sondern eine Bedingung. So verlieren Sie den lohnenden Ausnahmefall nicht, der jenseits der Grenze wohnt, aber ein Bauvorhaben mitbringt, für das sich der Weg deutlich rechnet.
| Zone | Was auf der Website steht | Was im Betrieb dahintersteht |
|---|---|---|
| Kernzone, etwa 25 Kilometer | Ortsseiten mit eigenen Referenzen, feste Ansprechpartner, kurzfristige Termine | Anfahrt im Stundensatz eingerechnet, Fahrten lassen sich zu Touren bündeln |
| Einsatzgebiet, etwa 50 Kilometer | Genannte Orte mit eigenem Inhalt, Termine nach Tourenplanung | Anfahrt ab einer Auftragsgröße tragbar, Fahrten werden nach Richtung gebündelt |
| Randzone, etwa 75 Kilometer | Anfragen willkommen, Anfahrtspauschale ausgewiesen | Nur bei Aufträgen ab mehreren Tagen oder bei bestehender Kundschaft |
| Darüber hinaus | Ehrlicher Hinweis mit Empfehlung, welcher Betriebstyp weiterhilft | Keine Anfahrt, aber eine freundliche Antwort binnen eines Werktags |
| Notdienst | Eigener, meist engerer Radius mit klaren Zeiten | Bereitschaft nur dort, wo die Rückfahrt in der Nacht zumutbar bleibt |
Die Tabelle hat einen Nebeneffekt, der oft unterschätzt wird: Sie ist zugleich eine Anweisung fürs Büro. Wer ans Telefon geht, muss nicht mehr abwägen, sondern liest ab, welche Zone gilt und welche Bedingung dazugehört. Das macht Absagen sachlich und Zusagen verbindlich — und es sorgt dafür, dass zwei Mitarbeitende dieselbe Anfrage gleich beantworten.
Warum eine Ortsliste ohne Inhalt nichts bringt
Der häufigste Fehler bei der Gebietsdarstellung ist die lange Aufzählung: dreißig Ortsnamen in der Fußzeile, jeder verlinkt, dahinter dreißig Seiten mit identischem Text und ausgetauschtem Ortsnamen. Die Absicht ist verständlich — jeder Ort soll gefunden werden. Das Ergebnis ist eine Ansammlung von Seiten, die nichts sagen. Wer die Seite für seinen Ort öffnet, liest denselben Satz wie auf der Startseite, nur mit einem anderen Wort in der Mitte, und schließt sie wieder.
Die Erwartung der Kundschaft geht in die entgegengesetzte Richtung. 89 Prozent (Bitkom 2025) der befragten Handwerksbetriebe berichten, dass Kundinnen und Kunden zunehmend individuelle Angebote erwarten. Eine Seite, die erkennbar aus einer Vorlage stammt, arbeitet gegen diese Erwartung. Sie ist keine Empfehlung für den Betrieb, sondern ein Hinweis darauf, dass der Ort dem Betrieb gleichgültig ist. Der Betrieb, der drei Straßen weiter ein Dach gedeckt hat, wirkt in diesem Vergleich näher, auch wenn er weiter weg sitzt.
Hinzu kommt der Aufwand. Dreißig Ortsseiten wollen gepflegt werden: Telefonnummern, Leistungen, Preise, Ansprechpartner. Wird das versäumt, veralten dreißig Seiten gleichzeitig, und jede einzelne steht als eigener Eindruck im Netz. Fünf Ortsseiten mit eigenem Inhalt sind in jeder Hinsicht leichter zu tragen als dreißig Platzhalter, die niemand liest und die im Zweifel gegen den Betrieb sprechen.
- Der Besucher erkennt die Vorlage nach zwei Sätzen und verliert das Zutrauen, das die Startseite gerade aufgebaut hat
- Suchmaschinen bewerten nahezu gleiche Seiten als das, was sie sind, und wählen im besten Fall eine davon aus
- Interne Verweise verteilen sich auf viele wertlose Seiten statt auf die wenigen, die tatsächlich Anfragen bringen
- Die Pflege wächst mit der Zahl der Seiten, der Nutzen nicht — jede Preisänderung betrifft dreißig Dokumente
- Ortsnamen ohne Bezug wirken beliebig, weil sie neben Orten stehen, in denen nie jemand gearbeitet hat
- Der eigentliche Zweck geht verloren: Der Besucher wollte wissen, ob Sie kommen, nicht, dass es seinen Ort gibt
Eine Ortsseite ist ein Versprechen an einen Ort. Wer nichts über den Ort zu sagen hat, macht ein Versprechen, das er nicht halten kann.
Wie eine Ortsseite aussieht, die etwas Eigenes sagt
Eine Ortsseite verdient ihren Namen, wenn ein Ortskundiger beim Lesen nickt. Dafür braucht es keine Literatur, sondern vier Angaben, die nur für diesen Ort gelten: der Weg dorthin und wie lange er dauert, Arbeiten, die dort tatsächlich ausgeführt wurden, eine bauliche oder örtliche Besonderheit und ein Ansprechpartner mit Erreichbarkeit. Alles vier steht im Betrieb bereits zur Verfügung. Es muss nur einmal aufgeschrieben werden, und zwar von jemandem, der dort gearbeitet hat, nicht von jemandem, der eine Vorlage füllt.
Die örtliche Besonderheit ist der Teil, der eine Seite unverwechselbar macht. In der Altstadt gelten andere Auflagen als im Neubaugebiet; in Straßenzügen aus den Fünfzigern liegen andere Leitungen als in einem Haus von 2015; ein Ortsteil am Hang bringt Zugangsfragen mit, die eine Kolonne kennt und ein Textbaustein nicht. Solche Sätze kann kein Fremder schreiben — und genau deshalb wirken sie. Wie viel Text eine solche Seite braucht und wie sie sich in die Struktur einfügt, behandelt der Beitrag zur Sichtbarkeit für Handwerksbetriebe.
- Anfahrtsweg und ungefähre Fahrzeit vom Betriebssitz, in Kilometern und Minuten benannt
- Zwei bis vier dort ausgeführte Arbeiten, anonymisiert beschrieben, mit Jahr und Umfang
- Eine örtliche Besonderheit: Bebauung, Alter der Anlagen, Zufahrt, Auflagen, Ortsteil
- Ein Ansprechpartner mit Durchwahl oder Mobilnummer und den Zeiten, zu denen er erreichbar ist
- Die Leistungen, die Sie dort tatsächlich anbieten, nicht die vollständige Betriebsliste
- Ein eigenes Foto aus dem Ort oder von einer Arbeit dort, kein Stimmungsbild ohne Bezug
- Ein Verweis auf die übergeordnete Gebietsseite, damit der Zusammenhang sichtbar bleibt
Die Faustregel für die Zahl der Ortsseiten
Ein häufiger Einwand lautet, dass sich niemand die Mühe machen könne, für jeden Ort einen eigenen Text zu schreiben. Das stimmt — und ist der eigentliche Punkt. Die Mühe ist die Auswahl. Wer sie sich macht, hat am Ende weniger Seiten, die aber jede für sich einen Grund haben zu existieren. Wer sie sich nicht macht, hat viele Seiten und keinen Grund.
Die Anfahrtspauschale als Vorqualifizierung
Eine ausgewiesene Anfahrtspauschale ist mehr als eine Preisangabe. Sie ist ein Filter, der arbeitet, während Sie auf der Baustelle sind. Wer außerhalb des Kerngebiets wohnt und liest, dass für die Anfahrt eine Pauschale anfällt, trifft eine Entscheidung, bevor Ihr Telefon klingelt. Die einen springen ab — das sind in der Regel jene, deren Auftrag die Fahrt ohnehin nicht getragen hätte. Die anderen fragen trotzdem an, und diese Anfragen sind belastbarer als der Durchschnitt (Projekterfahrung).
Damit das funktioniert, muss die Pauschale nachvollziehbar sein. Ein einzelner Betrag ohne Bezug wirkt willkürlich; eine Staffel nach Entfernung wirkt gerechnet. Sinnvoll ist außerdem eine Regel, die sie entfallen lässt: ab einer bestimmten Auftragsgröße, bei mehrtägigen Arbeiten oder wenn im selben Ort ein zweiter Termin liegt. Diese Regel kostet nichts, weil sie genau die Fälle betrifft, in denen die Fahrt sich ohnehin rechnet — sie nimmt der Pauschale aber den abweisenden Klang.
Drei Sätze genügen
Rechtlich gilt für Preisangaben dieselbe Sorgfalt wie überall auf der Seite: Ein genannter Betrag bindet, Nettobeträge sind als solche zu kennzeichnen, und wer sich an Verbraucher richtet, nennt Bruttopreise. Ändert sich die Pauschale, ändert sich die Angabe auf der Seite am selben Tag. Für den Einzelfall bleibt eine fachliche Prüfung zuständig; die Regel selbst ist unstrittig und in wenigen Minuten umgesetzt.
Formulierungen, die das Gebiet öffnen statt es zu schließen
Zwischen einer Grenze und einem Schwerpunkt liegt sprachlich wenig und wirtschaftlich viel. „Wir arbeiten nur im Umkreis von 30 Kilometern“ ist eine Tür, die zufällt. „Unser Schwerpunkt liegt im Umkreis von 30 Kilometern; darüber hinaus arbeiten wir nach Absprache“ ist dieselbe Aussage mit einer Klinke daran. Die zweite Fassung kostet nichts, hält aber den Auftrag offen, der zwei Ortschaften weiter liegt und drei Wochen dauert.
Ebenso wichtig ist, dass die Formulierung zum Gewerk passt. Ein Notdienst braucht einen engeren, hart formulierten Radius, weil nachts niemand über Ausnahmen verhandeln will. Eine Tischlerei mit langen Vorlaufzeiten kann ihr Gebiet weit fassen, weil die Fahrt gegenüber der Fertigungszeit kaum ins Gewicht fällt. Wer beides auf derselben Seite anbietet, trennt es sichtbar — sonst gilt der weite Radius auch um zwei Uhr nachts.
| Situation | Schwache Formulierung | Tragfähige Formulierung |
|---|---|---|
| Kernzone benennen | „Wir sind in ganz Niedersachsen tätig.“ | „Schwerpunkt: Hildesheim, Peine, Salzgitter und Umgebung, rund 25 Kilometer um Söhlde.“ |
| Rand offenhalten | „Aufträge außerhalb nehmen wir nicht an.“ | „Weiter entfernte Vorhaben nach Absprache, in der Regel ab zwei Arbeitstagen.“ |
| Anfahrt ansprechen | Kein Wort dazu auf der Seite | „Ab 25 Kilometern kommt eine Anfahrtspauschale nach Entfernung hinzu.“ |
| Notdienst abgrenzen | „Notdienst rund um die Uhr.“ | „Notdienst im Umkreis von 20 Kilometern, werktags ab 6 Uhr und am Wochenende nach Ansage.“ |
| Ortsnamen nennen | Aufzählung von dreißig Orten in der Fußzeile | Fünf Orte mit eigener Seite, die übrigen als Text auf der Gebietsseite |
| Absage formulieren | Keine Antwort auf Anfragen von außerhalb | Kurze Antwort mit dem Hinweis, welcher Betriebstyp dort eher weiterhilft |
Solche Sätze schreibt man einmal und benutzt sie überall: im Formular, in der Fußzeile, in der Antwortvorlage des Büros und im Unternehmensprofil. Diese Einheitlichkeit ist kein Selbstzweck. Wer im Verzeichnis einen anderen Umkreis liest als auf der Website, hält eine der beiden Angaben für falsch — und ruft im Zweifel woanders an.
Karte, Liste oder Text — was auf die Seite gehört
Eine Karte hilft dort, wo Entfernungen nicht im Kopf sind. Sie zeigt in einer Sekunde, was zwei Absätze umständlich beschreiben: Der Betrieb sitzt hier, dieser Ring ist die Kernzone, jener der Rand. Sie ersetzt aber keine Ortsnamen, denn gesucht wird nach Orten und nicht nach Kreisen. Die tragfähige Lösung ist beides: eine schlichte Grafik mit Zonen und darunter die Orte als lesbarer Text, jeweils mit der ungefähren Entfernung.
Technisch braucht es dafür keine eingebettete Fremdkarte. Eine statische Grafik mit dem Betriebssitz, zwei bis drei Ringen und den wichtigsten Orten lädt schneller, funktioniert auf jedem Telefon und bringt keine Daten des Besuchers in fremde Hände. Bewegliche Karten sind schön, kosten Ladezeit und bringen eine Einwilligungsfrage mit, die sich für eine Gebietsdarstellung kaum lohnt. Der Beitrag zum Erscheinungsbild einer Handwerker-Website zeigt, wie sich eine solche Grafik in die übrige Gestaltung einfügt.
Wichtig ist die Beschriftung. Eine Karte ohne Text ist für Menschen unbrauchbar, die sie nicht sehen können, und für Suchmaschinen unsichtbar. Die Ortsnamen gehören deshalb als Text auf die Seite und nicht nur in die Grafik. Wer die Grafik als Bild einbindet, gibt ihr eine Beschreibung, die den Inhalt wiedergibt — nicht „Karte“, sondern „Einsatzgebiet mit Kernzone bis 25 Kilometer und erweitertem Gebiet bis 50 Kilometer um Söhlde“.
Eingebettete Karten sind eine Einwilligungsfrage
Vom Gebiet zur Seitenstruktur
Aus einem festgelegten Gebiet wird nicht automatisch eine gute Seitenstruktur. Es braucht eine Reihenfolge, sonst entstehen entweder zu viele Ortsseiten oder eine einzige Seite, die alles auf einmal sagen soll. Die folgenden fünf Schritte lassen sich an einem Nachmittag durchgehen, wenn die Auftragsliste der vergangenen zwei Jahre auf dem Tisch liegt.
Aufträge nach Orten sortieren
Nehmen Sie die Aufträge der letzten zwei Jahre und ordnen Sie sie nach Ort. Es zeigt sich fast immer ein anderes Bild als erwartet: Zwei Orte tragen einen großen Teil, mehrere genannte Orte tauchen überhaupt nicht auf.
Zonen festlegen und durchrechnen
Ziehen Sie zwei bis drei Ringe um den Betriebssitz und prüfen Sie an echten Aufträgen, ab welcher Entfernung der Deckungsbeitrag kippt. Das Ergebnis ist die Zahl, die auf die Website kommt — nicht eine runde Zahl aus dem Bauch.
Orte für eigene Seiten auswählen
Für jeden Ort mit mehreren Aufträgen entsteht eine eigene Seite. Alle übrigen Orte werden auf der Gebietsseite genannt. Diese Auswahl ist der Schritt, der über die Qualität der gesamten Struktur entscheidet.
Gebietsseite als Knotenpunkt bauen
Eine Seite mit Grafik, Zonen, Anfahrtsregel und Ortsübersicht. Sie ist das Ziel aller Verweise aus der Kopfzeile, den Leistungsseiten und der Fußzeile und beantwortet die Kommt-der-zu-mir-Frage vollständig.
Angaben überall angleichen
Umkreis, Orte und Anfahrtsregel werden im Unternehmensprofil, in den Verzeichnissen, im Formular und in den Antwortvorlagen des Büros auf denselben Stand gebracht. Danach steht das Gebiet an jeder Stelle gleich.
Nehmen Sie die Aufträge der letzten zwei Jahre und ordnen Sie sie nach Ort. Es zeigt sich fast immer ein anderes Bild als erwartet: Zwei Orte tragen einen großen Teil, mehrere genannte Orte tauchen überhaupt nicht auf.
Ziehen Sie zwei bis drei Ringe um den Betriebssitz und prüfen Sie an echten Aufträgen, ab welcher Entfernung der Deckungsbeitrag kippt. Das Ergebnis ist die Zahl, die auf die Website kommt — nicht eine runde Zahl aus dem Bauch.
Für jeden Ort mit mehreren Aufträgen entsteht eine eigene Seite. Alle übrigen Orte werden auf der Gebietsseite genannt. Diese Auswahl ist der Schritt, der über die Qualität der gesamten Struktur entscheidet.
Eine Seite mit Grafik, Zonen, Anfahrtsregel und Ortsübersicht. Sie ist das Ziel aller Verweise aus der Kopfzeile, den Leistungsseiten und der Fußzeile und beantwortet die Kommt-der-zu-mir-Frage vollständig.
Umkreis, Orte und Anfahrtsregel werden im Unternehmensprofil, in den Verzeichnissen, im Formular und in den Antwortvorlagen des Büros auf denselben Stand gebracht. Danach steht das Gebiet an jeder Stelle gleich.
Diese Reihenfolge hat einen unangenehmen Nebeneffekt, der sich lohnt: Sie zwingt zu einer ehrlichen Antwort auf die Frage, wo der Betrieb tatsächlich arbeitet. Viele Betriebe entdecken dabei, dass ihr gefühltes Gebiet und ihr tatsächliches Gebiet um zwanzig Kilometer auseinanderliegen — meist zugunsten der Nähe.
Gebiet auf der Website und im Unternehmensprofil
Die Website ist nicht die einzige Stelle, an der ein Gebiet steht. 88 Prozent (Bitkom 2025) der befragten Handwerksbetriebe sind in Online-Verzeichnissen eingetragen, und dort wird ebenfalls nach Umkreis und Orten gefragt. Weichen die Angaben voneinander ab, entsteht der Eindruck, dass eine davon veraltet ist. Für einen Betrieb ohne Ladengeschäft ist das Einsatzgebiet im Profil zudem die entscheidende Angabe: Sie ersetzt die Adresse, die dort sonst öffentlich stünde.
Praktisch heißt das: Die Orte, die im Profil als Einsatzgebiet hinterlegt sind, sind dieselben, die auf der Gebietsseite stehen. Der Umkreis ist derselbe. Die Formulierung zur Anfahrt ist dieselbe. Diese Abstimmung ist in einer Viertelstunde erledigt und wird trotzdem regelmäßig übersehen, weil beide Stellen von verschiedenen Personen gepflegt werden. Wie sich das Profil einrichten lässt, steht im Beitrag zum Unternehmensprofil für Handwerksbetriebe.
Der Weg funktioniert in beide Richtungen. Wer im Profil einen Ort einträgt, in dem er arbeitet, sollte dort auch eine Seite haben, auf der der Anrufer landet. Und wer eine Ortsseite betreibt, hinterlegt den Ort im Profil. Beide Stellen zusammen entscheiden darüber, ob ein Betrieb im Nachbarort überhaupt auftaucht — die Website allein tut es selten.
Was die Umsetzung kostet
Der Aufwand hängt an der Zahl der Ortsseiten, nicht an der Gebietsdarstellung selbst. Zonen, Grafik und Anfahrtsregel sind Teil einer neuen Website, die wir als Festpreis ab 1.490 Euro netto umsetzen; ein Relaunch einer bestehenden Seite beginnt bei 2.900 Euro netto. Wer laufend an der örtlichen Sichtbarkeit arbeiten lassen möchte — Ortsseiten ergänzen, Profil und Verzeichnisse pflegen, Angaben angleichen —, rechnet mit lokaler Sichtbarkeit ab 290 Euro pro Monat, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit.
Dazu kommt der Betrieb der Seite: Website-Betreuung ab 49 Euro pro Monat und Hosting in Deutschland ab 15 Euro pro Monat, beides monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit. Was in welchem Umfang enthalten ist, steht auf der Preisübersicht; welche Zonen und Ortsseiten für Ihren Betrieb sinnvoll sind, lässt sich in einem kurzen Gespräch klären — die Auftragsliste der letzten zwei Jahre genügt als Grundlage.
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