Zum Inhalt springen
Anfragen und Erreichbarkeit

Terminanfragen über die Website organisieren

Warum ein Buchungskalender mit festen Uhrzeiten im Handwerk selten trägt und wie Zeitfenster, Rückruffenster und Anlassangabe den Aufmaßtermin vorbereiten.

15 Min. Lesezeit TermineAufmassAnfragenOrganisationHandwerk

Kurz und einfach erklärt

Feste Uhrzeiten zum Buchen passen selten ins Handwerk. Oft dauert ein Einsatz länger als geplant. Darum geht es hier.

Bieten Sie lieber Zeitfenster an, etwa einen Vormittag. Das lässt sich in der Regel halten.

Fragen Sie, wann der Kunde gut erreichbar ist. Fragen Sie auch nach dem Anlass. So fährt das richtige Material mit.

Eine automatische Antwort bestätigt die Anfrage. Sie sagt, bis wann Sie sich melden.

Klären Sie vorher, was gemessen wird und wer aufschließt. Dann reicht oft ein Termin zum Messen. Wir bauen Websites mit so einer Anfrage zum festen Preis.

Ein Terminkalender auf der Website verspricht etwas, das im Handwerk selten einzuhalten ist: eine feste Uhrzeit an einem festen Tag. Der Kundendienst am Vormittag zieht sich, das Ersatzteil kommt nicht, der Sturm am Donnerstag räumt den halben Freitag frei. Wer trotzdem Uhrzeiten anbietet, verkauft eine Genauigkeit, die der Betriebsalltag nicht hergibt — und bezahlt sie mit Anrufen, in denen bereits bestätigte Termine wieder verschoben werden. Dieser Beitrag zeigt, was stattdessen trägt: Zeitfenster statt Uhrzeit, ein Rückruffenster statt eines unbestimmten Rückrufs, die Angabe des Anlasses, damit der Wagen vorbereitet losfährt, und eine automatische Bestätigung mit einem realistischen Antwortzeitraum. Am Ende steht die Frage, an der die Wirtschaftlichkeit hängt: Wie wird der Aufmaßtermin so vorbereitet, dass er einmal genügt?

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Zeitfenster über einen halben Tag ist im Handwerk die ehrlichere Zusage als eine Uhrzeit: Es lässt sich in der Regel einhalten, auch wenn der Einsatz davor eine Stunde länger dauert als geplant.
  • Ein Rückruffenster gehört in jede Terminanfrage. Wer zwei Zeitspannen nennt, in denen er wirklich ans Telefon geht, erspart dem Betrieb zwei Anrufe ins Leere und sich selbst den dritten Versuch.
  • Der Anlass entscheidet, welches Material mitfährt. Eine Auswahlliste je Gewerk liefert diese Angabe deutlich zuverlässiger als ein leeres Nachrichtenfeld, in das die meisten zwei Wörter schreiben.
  • Die automatische Bestätigung nennt einen Antwortzeitraum in Arbeitstagen und wiederholt Fenster, Anlass und Rückrufspanne. Ohne diesen Zeitraum ruft ein Teil der Anfragenden am nächsten Vormittag zusätzlich an.
  • Ein Aufmaßtermin genügt einmal, wenn vorher feststeht, was gemessen wird, wer aufschließt und welche Unterlagen bereitliegen. Diese drei Punkte lassen sich über die Website abfragen, ohne das Formular aufzublähen.

Warum ein Kalender mit festen Uhrzeiten im Handwerk selten funktioniert

85 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe sehen bei ihren Kundinnen und Kunden einen klaren Wunsch nach ständiger Erreichbarkeit. Der naheliegende Schluss lautet: ein Buchungskalender auf der Website, in dem sich jeder selbst eine Uhrzeit aussucht. In der Beratung ist das einer der häufigsten Wünsche — und einer der ersten, die nach dem ersten Monat mit echten Buchungen wieder verschwinden. Der Grund liegt nicht an der Technik, sondern am Tagesablauf im Handwerk: Ein Kalender kann nur verwalten, was vorher planbar ist.

Planbar ist der Termin, den der Betrieb selbst gesetzt hat. Nicht planbar ist alles, was zwischen zwei Terminen passiert: der Kundendienst, bei dem nach der Diagnose ein Teil fehlt, die Anfahrt durch eine Vollsperrung, der Sturmschaden am Donnerstag, der den Freitag umwirft. Wer einen Kalender im Halbstundenraster anbietet, verspricht eine Genauigkeit, die der eigene Ablauf nicht liefert. Die Rechnung kommt in Form von Telefonaten, in denen bestätigte Termine verschoben werden — also genau der Arbeit, die der Kalender einsparen sollte.

Dazu kommt ein zweiter, weniger sichtbarer Effekt: Ein offener Buchungskalender überlässt die Disposition dem Anrufer. Wer zuerst klickt, bekommt den Vormittag im Nachbarort, und der Betrieb fährt am selben Tag zweimal in dieselbe Richtung, weil zwischen beide Buchungen ein Termin am anderen Ende des Einsatzgebiets gerutscht ist. Für einen Betrieb, dessen Marge an der Anfahrt hängt, ist das kein Randproblem. Die Website darf Termine anbahnen; einteilen sollte sie der Betrieb.

Eine Uhrzeit ist eine Zusage, kein Vorschlag

Wer auf der Website 9:30 Uhr anbietet, hat aus Sicht der Kundin um 9:30 Uhr zugesagt. Zwanzig Minuten Verzug sind dann kein normaler Baustellenalltag mehr, sondern ein gebrochenes Versprechen — und der erste Satz am Telefon ist eine Entschuldigung statt einer Frage nach dem Anlass. Ein Fenster von 7 bis 12 Uhr verschiebt diese Erwartung, ohne unverbindlich zu wirken.

Zeitfenster statt Uhrzeit: die ehrlichere Zusage

Ein Zeitfenster ist keine Verwässerung, sondern eine präzise Aussage über etwas anderes: nicht über den Moment des Klingelns, sondern über den halben Tag, an dem der Wagen in der Straße steht. Bewährt haben sich wenige feste Fenster je Werktag — etwa vormittags und nachmittags —, ergänzt um die Angabe, ab welchem Tag es überhaupt losgehen kann (Projekterfahrung). Ein drittes Fenster am frühen Abend ist im Kundendienst oft das, was Berufstätige zuerst anklicken.

Wichtiger als die Zahl der Fenster ist die Zahl der Auswahlmöglichkeiten. Ein Formular, das vierzehn Tage im Halbstundenraster auffächert, sieht gründlich aus und wird auf dem Telefon zur Rutschbahn. Drei bis fünf Auswahlpunkte reichen: das gewünschte Fenster, ein Ersatzfenster und die Angabe, ob es dringend ist. Das Ersatzfenster ist der unterschätzte Teil — es erspart das Telefonat, in dem zwei Kalender abgeglichen werden, und macht aus einer Terminanfrage eine Terminbestätigung. Wie das im Aufbau einer Seite zusammenspielt, steht im Beitrag zum Webdesign für Handwerksbetriebe.

Zeitfenster statt Uhrzeit

Zwei Fenster je Werktag, vormittags und nachmittags. Ein Fenster lässt sich in der Regel halten, auch wenn der Einsatz davor länger dauert.

Ersatzfenster

Eine zweite Wahl im selben Formular erspart das Telefonat, in dem zwei Kalender abgeglichen werden, und beschleunigt die Zusage.

Rückruffenster

Zwei Zeitspannen, in denen die anfragende Person wirklich abnimmt. Ohne sie geht der Rückruf oft zweimal ins Leere.

Anlass aus einer Auswahlliste

Heizung ohne Warmwasser, Zähler prüfen, Bad neu planen: Die Auswahl entscheidet, wer fährt und was mitkommt.

Freiwilliges Foto

Ein Bild des Geräts, der Verteilung oder der Dachfläche beantwortet Fragen, die ein Laie schriftlich kaum formulieren kann.

Ort und Zufahrt

Postleitzahl, Etage und die Frage nach Parkmöglichkeit oder Stellfläche verhindern die Anfahrt, die nichts bringt.

Das Rückruffenster: damit der zweite Anlauf entfällt

94 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe nutzen eine eigene Website. Der Weg von der Suche bis zum Formular ist damit für die meisten Betriebe geklärt; ungeklärt ist der Weg zurück. Eine Terminanfrage endet in der Regel nicht im Kalender, sondern in einem Rückruf — und dieser Rückruf trifft tagsüber auf Menschen, die selbst arbeiten. Das Ergebnis sind zwei Anrufe ohne Antwort, eine Nachricht auf der Mobilbox und ein dritter Versuch am nächsten Morgen.

Das Rückruffenster ist die einfachste Abhilfe im ganzen Formular und wird am häufigsten vergessen. Zwei Angaben genügen: die Zeitspanne, in der jemand erreichbar ist, und die Nummer, unter der er dann tatsächlich abnimmt. Sinnvoll sind vorbereitete Spannen zum Anklicken — vor der Arbeit, mittags, nach 17 Uhr — statt eines Freitextfelds, in das jemand "eigentlich immer" schreibt. Ein Freitextfeld erzeugt eine Angabe, mit der niemand disponieren kann.

Für den Betrieb hat das einen Nutzen, der über Höflichkeit hinausgeht: Rückrufe lassen sich bündeln. Wer weiß, dass fünf Anfragen zwischen 17 und 19 Uhr erreichbar sind, telefoniert sie in einer halben Stunde ab, statt sie über den Tag zu verteilen und dafür dreimal die Baustelle zu verlassen. Der Zeitgewinn entsteht nicht beim Kunden, sondern im eigenen Ablauf (Projekterfahrung).

  • Zwei vorbereitete Rückrufspannen zum Anklicken statt eines Freitextfelds
  • Die Nummer getrennt abfragen, unter der die Person zur genannten Zeit wirklich abnimmt
  • Ein Feld für die Frage, ob eine Nachricht auf der Mailbox erwünscht ist
  • Ein Satz dazu, was passiert, wenn niemand abnimmt: zweiter Versuch, dann Nachricht per E-Mail
  • Bei Notfällen kein Rückruffenster, sondern die Rufnummer sichtbar über dem Formular

Der Anlass entscheidet, was der Monteur einlädt

89 Prozent (Bitkom 2025) der Betriebe berichten, dass Kundinnen und Kunden zunehmend individuelle Angebote erwarten. Ein individuelles Angebot beginnt aber nicht beim Schreiben, sondern beim Termin davor — und dieser Termin ist nur so gut vorbereitet wie die Angabe, aus der er entstanden ist. "Bitte um Rückruf wegen Heizung" ist keine solche Angabe. "Gastherme Baujahr 2004, Warmwasser bleibt kalt, Mietwohnung, Schlüssel beim Nachbarn" ist eine.

87 Prozent (Bitkom 2025) der Betriebe beobachten zugleich eine deutlich höhere Preissensibilität. Beides zusammen erhöht den Druck auf den ersten Termin: Er soll individuell zugeschnitten sein und darf möglichst wenig kosten. Genau deshalb ist der Anlass das wichtigste Feld der ganzen Terminanfrage. Wer ihn vorher kennt, fährt mit dem richtigen Material an, misst in einem Durchgang und schreibt das Angebot ohne zweiten Besuch.

Praktisch heißt das: eine Auswahlliste je Gewerk statt eines leeren Nachrichtenfelds. Ein Sanitär- und Heizungsbetrieb bietet andere Anlässe an als eine Tischlerei; wie ein gewerkspezifischer Zuschnitt aussieht, zeigt der Beitrag zum Webdesign für Sanitär und Heizung. Fünf bis acht Einträge reichen, der letzte heißt "Anderes Anliegen" und öffnet das Freitextfeld. Wer tippen muss, schreibt zwei Wörter; wer anklicken kann, liefert eine Angabe, mit der die Disposition arbeiten kann.

Anlass aus der AuswahlWas die Website zusätzlich abfragtWas der Termin dadurch spart
Heizung ohne WarmwasserGerätetyp, Baujahr, Fehlermeldung im DisplayDas Ersatzteil ist im Wagen, ein zweiter Anfahrtsweg entfällt
Bad neu planenRaumgröße, Grundriss vorhanden, ZeithorizontAufmaß und Beratung in einem Termin statt in zweien
Elektroprüfung im GewerbeZahl der Verteilungen, Nutzungszeiten, ZugangDer Prüfumfang steht vorab fest, das Angebot wird belastbar
Dachfläche undichtDachform, Geschosszahl, Foto der SchadstelleDer Hubsteiger wird nur bestellt, wenn er gebraucht wird
Ladepunkt am HausZählerschrank, Abstand zum Stellplatz, FotoDer Leitungsweg ist abgeschätzt, das Material passt zur Lage

Die automatische Bestätigung und ihr Antwortzeitraum

Die Bestätigung ist der Teil, den fast jeder Betrieb hat und fast niemand ernst nimmt. In der Regel steht dort ein Satz: "Vielen Dank für Ihre Anfrage." Damit bleibt genau die Frage offen, die der Anfragende in diesem Moment hat: Wann höre ich etwas? Ohne diese Antwort entsteht eine Lücke, und Lücken werden gefüllt — durch einen Anruf am nächsten Vormittag oder durch eine zweite Anfrage beim Betrieb in der Nachbarstraße.

Ein realistischer Antwortzeitraum kostet nichts und wird in Arbeitstagen genannt, nicht in Stunden. "Wir melden uns in der Regel werktags innerhalb von zwei Arbeitstagen" ist eine Aussage, die auch in der Woche nach Ostern und nach einem Sturmwochenende hält. Wichtig ist der Verzicht auf jede Zusage, die der Betrieb bei voller Auftragslage nicht einhalten kann. Ein Zeitraum, der zweimal gerissen wird, richtet mehr Schaden an als gar keiner.

Die Bestätigung sollte außerdem wiederholen, was angegeben wurde: das gewählte Zeitfenster, das Ersatzfenster, den Anlass und die Rückrufspanne. Das hat zwei Wirkungen. Erstens erkennt der Anfragende einen Zahlendreher in der Telefonnummer sofort. Zweitens hat er die Angaben schriftlich, wenn er nachfragt — und der Betrieb muss am Telefon nicht rekonstruieren, was drei Tage vorher im Formular stand.

Was in der Bestätigung stehen sollte

Antwortzeitraum in Arbeitstagen, das gewählte Fenster und das Ersatzfenster, der genannte Anlass, die Rückrufspanne mit Nummer, ein Hinweis auf die Notfallnummer für den Fall, dass es doch eilt, und die Angabe, an welche Adresse die Anfrage gegangen ist. Wenige Zeilen, ein Absatz — und ein spürbarer Teil der Nachfragen entfällt (Projekterfahrung).

Ein Termin ist nicht dann gut vereinbart, wenn beide Seiten eine Uhrzeit kennen, sondern wenn beide Seiten wissen, was am Ende des Termins vorliegen soll.

Leitgedanke für Terminanfragen im Handwerk

Der Aufmaßtermin, der einmal genügt

74 Prozent (Bitkom 2025) der Betriebe stellen fest, dass Kundinnen und Kunden kritischer geworden sind. Im Aufmaßtermin zeigt sich das am deutlichsten: Wer ein zweites Mal anrückt, weil beim ersten Mal der Grundriss, das Datenblatt oder der Schlüssel zum Spitzboden fehlte, verliert an Ansehen, bevor überhaupt ein Angebot auf dem Tisch liegt. Der zweite Termin kostet außerdem eine halbe Handwerkerstunde plus Anfahrt, die in der Regel niemand berechnet.

Ein Aufmaßtermin genügt einmal, wenn drei Dinge vorher feststehen: was gemessen oder beurteilt wird, wer zur vereinbarten Zeit aufschließt und welche Unterlagen vor Ort liegen. Alle drei lassen sich über die Website abfragen, ohne das Formular aufzublähen — als drei zusätzliche Zeilen, die erst erscheinen, wenn als Anlass ein Aufmaß gewählt wurde.

Die dritte Angabe ist die wertvollste und wird am seltensten gestellt: Gibt es einen Grundriss, eine alte Rechnung, ein Datenblatt oder Fotos aus der Bauzeit? Ein zehn Jahre alter Heizungsauftrag im Ordner der Kundin spart im Zweifel eine halbe Stunde Rätselraten am Kessel. Wer im Formular danach fragt, bekommt die Unterlagen erstaunlich oft — und zwar vor dem Termin statt danach.

Drei Zeilen, die den zweiten Termin ersparen

Erstens: Was soll gemessen oder beurteilt werden, in einem Satz. Zweitens: Wer ist vor Ort und hat Zugang zu Keller, Dachboden und Zählerschrank. Drittens: Welche Unterlagen liegen vor — Grundriss, alte Rechnung, Datenblatt, Fotos. Diese drei Zeilen erscheinen nur bei der Auswahl "Aufmaß" und bleiben freiwillig.

Was vorher geklärt sein muss, damit einmal reicht

Neben den drei Kernfragen gibt es eine Reihe kleiner Angaben, die im Alltag über die Dauer eines Termins entscheiden. Sie klingen banal und sind es nicht: Etage und Aufzug, Parkmöglichkeit für den Transporter, Deckenhöhe, ob ein Gerüst nötig wird, ob Tiere im Haus sind, ob während des Termins jemand im Homeoffice arbeitet. Jede dieser Angaben ist harmlos zu beantworten und teuer, wenn sie fehlt.

Es lohnt sich, nicht alle diese Fragen zu stellen, sondern je Gewerk drei bis fünf auszuwählen. Eine Tischlerei fragt nach Deckenhöhe und Zufahrt, ein Dachdecker nach Geschosszahl und Stellfläche für den Aufzug, ein Elektrobetrieb nach dem Baujahr der Verteilung. Welche Auswahl im eigenen Betrieb trägt, zeigt sich nach vier bis sechs Wochen an den Rückfragen, die trotzdem noch nötig sind — und genau danach wird das Formular dann nachjustiert.

  • Etage, Aufzug und die Frage, ob Material getragen werden muss
  • Parkmöglichkeit für den Transporter, Einfahrtsbreite, Halteverbot nötig
  • Zugang zu Keller, Dachboden, Zählerschrank und Absperrventilen
  • Vorhandene Unterlagen: Grundriss, Datenblatt, alte Rechnung, Fotos
  • Wer ist vor Ort und darf entscheiden, etwa bei vermieteten Wohnungen
  • Besonderheiten des Hauses: Denkmalschutz, Eigentümergemeinschaft, Tiere

Wenn ein Termin platzt: Absage, Verschiebung, Notfall

Der Termin, der platzt, ist kein Ausnahmefall, sondern ein wiederkehrender Teil des Betriebs — auf beiden Seiten. Die Kundin wird krank, der Monteur bleibt im Notdienst hängen. Entscheidend ist nicht, dass es passiert, sondern wie schnell die andere Seite davon erfährt und welchen Weg sie dafür braucht.

Die Website kann hier mehr leisten als ein Telefon. Ein kurzer Link in der Bestätigung, über den sich der Termin verschieben oder absagen lässt, nimmt beiden Seiten den unangenehmen Anruf. Wichtig ist, dass dieser Weg nicht in eine Sackgasse führt: Wer absagt, bekommt sofort die Frage nach einem Ersatzfenster gestellt, statt aus dem Ablauf zu fallen.

Umgekehrt gilt dasselbe für den Betrieb. Wenn der Vormittag kippt, ist eine kurze Nachricht mit dem neuen Fenster deutlich besser als ein Anruf, der niemanden erreicht, und unvergleichlich besser als Schweigen. Für den Notdienst gehört die Rufnummer sichtbar über das Formular und nicht in eine Fußzeile — worauf es beim Aufbau sonst noch ankommt, steht im Beitrag zur Website für Handwerker.

FallWeg über die WebsiteWirkung
Kundin kann nichtLink in der Bestätigung, Ersatzfenster wird direkt abgefragtDer Platz wird frei, solange er noch neu zu besetzen ist
Monteur bleibt im NotdienstKurznachricht mit neuem Fenster aus derselben VorlageKein Anruf ins Leere, niemand wartet vor verschlossener Tür
Material fehltHinweis mit neuem Termin und dem Grund in einem SatzDie Verschiebung wirkt geplant statt vergessen
Echter Notfall beim KundenRufnummer sichtbar über dem Formular, kein FormularwegDer Anruf kommt sofort statt nach dem Absenden

Pflichtangaben, Einwilligung und Datenschutz

Eine Terminanfrage ist datenschutzrechtlich zunächst nichts Besonderes: Die Verarbeitung der Angaben zur Bearbeitung der Anfrage stützt sich in der Regel auf Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe b der Datenschutz-Grundverordnung, die vorvertragliche Maßnahme auf Anfrage der betroffenen Person. Eine gesonderte Einwilligung ist dafür in der Regel nicht erforderlich. Anders sieht es aus, wenn die Adresse später für Werbung genutzt werden soll — dafür braucht es eine eigene, freiwillige und getrennt anzukreuzende Zustimmung.

Sparsamkeit ist auch hier die bessere Regel. Ein Geburtsdatum gehört nicht in eine Terminanfrage, eine Anrede muss kein Pflichtfeld sein, und die genaue Hausnummer kann warten, bis der Termin steht. Pflicht sind ein Kontaktweg, der Anlass und der Ort. Alles Weitere ist freiwillig und wird trotzdem erstaunlich oft ausgefüllt, wenn danebensteht, wozu die Angabe dient.

Zwei Punkte werden regelmäßig übersehen. Erstens braucht es eine Löschfrist für Anfragen, aus denen kein Auftrag wird, sonst wächst der Posteingang zu einem Datenbestand ohne Ende. Zweitens gehören hochgeladene Fotos in dieselbe Betrachtung: Ein Bild aus einem Wohnraum enthält häufig mehr als den Heizkessel, um den es eigentlich geht.

  1. Pflichtfelder auf Kontaktweg, Anlass und Ort begrenzen
  2. Neben jedes freiwillige Feld einen kurzen Satz stellen, wozu die Angabe dient
  3. Die Einwilligung für Werbung getrennt und ungekreuzt anbieten, nie mit dem Absenden verbinden
  4. Eine Löschfrist für Anfragen ohne Auftrag schriftlich festlegen und einhalten
  5. Hochgeladene Fotos wie personenbezogene Daten behandeln und mit derselben Frist löschen

Kein Ersatz für die Prüfung im Einzelfall

Dieser Abschnitt beschreibt den üblichen Fall einer Terminanfrage im Handwerk. Ob im eigenen Betrieb Besonderheiten gelten — etwa bei Gesundheitsdaten, bei Aufträgen öffentlicher Auftraggeber oder bei der Weitergabe an Nachunternehmer —, ist fachlich zu prüfen. Der Beitrag ersetzt keine rechtliche Beratung.

Vom Formular zum Ablauf im Betrieb

Ein gutes Formular allein ändert wenig, wenn dahinter niemand festgelegt hat, wer die Anfragen wann öffnet. Die häufigste Ursache für verlorene Terminanfragen ist nicht ein fehlendes Feld, sondern ein Postfach, in das zwei Personen gelegentlich hineinsehen und beide annehmen, die andere habe geantwortet.

Zu jeder Terminanfrage gehört deshalb ein Ablauf mit Namen: Wer sichtet, wer ruft zurück, wer trägt ein, und was passiert, wenn diese Person im Urlaub ist. Der Ablauf braucht keine zusätzliche Software; ein Blatt an der Pinnwand genügt am Anfang. Er braucht aber feste Uhrzeiten — etwa: gesichtet wird morgens vor der ersten Baustelle und noch einmal nach Feierabend.

Das Formular liefert Kontaktweg, Anlass, Ort, Wunschfenster, Ersatzfenster und Rückrufspanne. Die Bestätigung geht automatisch heraus und nennt den Antwortzeitraum in Arbeitstagen.

Was das kostet und wie es in die Website passt

Eine Terminanfrage dieser Art ist kein eigenes Produkt, sondern ein Formular mit Logik — sie entsteht beim Aufbau der Website und nicht danach. Bei uns ist die Website ein Festpreis ab 1.490 Euro netto; das Formular mit Zeitfenstern, Rückrufspanne, anlassabhängigen Zusatzfeldern und automatischer Bestätigung ist Teil davon. Der Relaunch einer bestehenden Seite beginnt bei 2.900 Euro netto. Die vollständige Übersicht steht auf der Seite Preise.

Laufend fallen zwei kleine Posten an: das Hosting ab 15 Euro pro Monat, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit, und die Website-Betreuung ab 49 Euro pro Monat, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit. In der Betreuung stecken auch die Anpassungen am Formular, die nach den ersten Wochen anstehen — welche Anlässe wirklich angeklickt werden und welches Zusatzfeld niemand versteht. Was dabei sonst gepflegt wird, steht unter Wartung und Pflege.

Wer darüber hinaus lokal besser gefunden werden will, kann die lokale Sichtbarkeit ab 290 Euro pro Monat oder eine laufende SEO-Betreuung ab 490 Euro pro Monat dazunehmen, ebenfalls monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit. Für eine funktionierende Terminanfrage ist das nicht nötig: Sie trägt zuerst der Aufbau des Formulars und nicht die Zahl der Besucher. Fragen zum Ablauf beantworten wir über die Kontaktseite.

Dieser Artikel basiert auf Daten aus: Bitkom, Digitalisierung des Handwerks — Bitkom-Studie 2025.

Verwandte Artikel

Anfragen und Erreichbarkeit

Auftragsbestand sinkt: was die Website jetzt leisten muss

Der Auftragsbestand im Handwerk sinkt laut ZDH deutlich. Fünf Schritte, mit denen die Website zur eigenen Anfragequelle wird: Leistungen, Anfrageweg, Einzugsgebiet, Zählen und das Preisgespräch.

14 Min. Lesezeit
Anfragen und Erreichbarkeit

Warum Betriebe Anrufe verlieren, bevor das Telefon klingelt

Nummer nicht antippbar, Seite zu langsam, Öffnungszeiten unauffindbar: Wo eine Handwerksanfrage abbricht, bevor jemand wählt, und was ein Betrieb tun kann.

15 Min. Lesezeit
Anfragen und Erreichbarkeit

Wie viele Felder ein Anfrageformular im Handwerk verträgt

Drei Pflichtfelder, drei Auswahlfelder, ein freiwilliges Foto: welche Angaben ein Handwerksformular vorqualifizieren und warum keine Einwilligung nötig ist.

15 Min. Lesezeit