Kurz und einfach erklärt
Hier geht es um die Website für Elektriker. Ein Betrieb macht heute viele Dinge. Jede Leistung braucht eine eigene Seite.
Dazu gehören zum Beispiel Prüfungen, Ladepunkte für Autos und Solar mit Speicher. Auch der Zählerschrank und der Notdienst gehören dazu.
Prüfungen kommen oft wieder. So bleiben Sie mit Kunden in Kontakt.
Firmen wollen andere Dinge wissen als Privatkunden. Schreiben Sie für beide eigene Texte.
Auf der Seite für den Notdienst steht die Nummer ganz oben. Man soll sie gleich antippen können.
Wir bauen Websites für Betriebe im Handwerk zum festen Preis.
Ein Elektrobetrieb macht heute selten nur eine Sache. Am Vormittag hängt jemand einen Zählerschrank in einem Haus von 1968 um, am Nachmittag geht die Wallbox in der Doppelgarage ans Netz, dazwischen ruft eine Hausverwaltung wegen der fälligen Prüfung der ortsveränderlichen Betriebsmittel an, und abends steht ein Angebot für eine Photovoltaikanlage mit Speicher offen. Auf der Website steht davon in der Regel: „Elektroinstallation, Reparaturen, Beratung." Drei Wörter für vier völlig verschiedene Aufträge, vier verschiedene Kundengruppen und vier verschiedene Preisrahmen. Dieser Beitrag geht die Leistungen eines Elektrobetriebs einzeln durch — welche davon eine eigene Seite verdienen, welche Fragen Kunden vor dem Anruf beantwortet haben wollen, welche Angaben ein Gewerbekunde braucht und ein Privatkunde nicht, und wie sich das in einem Layout ordnen lässt, das auf dem Telefon in der Fahrerkabine genauso funktioniert wie am Bildschirm im Büro der Hausverwaltung.
Das Wichtigste in Kürze
- Sechs Leistungsseiten tragen die Website eines Elektrobetriebs: wiederkehrende Prüfungen, Ladeinfrastruktur, Photovoltaik mit Speicher, Zählerschrank und Netzanschluss, Störungsdienst und Gebäudetechnik. Jede spricht eine andere Kundengruppe an.
- 94 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe nutzen eine eigene Website. Der Unterschied entsteht damit nicht mehr durch das Vorhandensein einer Seite, sondern durch die Tiefe der Leistungsseiten dahinter.
- Wiederkehrende Prüfungen bringen planbaren Umsatz und wiederkehrenden Kontakt zum selben Kunden. Trotzdem stehen sie auf vielen Elektro-Websites nur als Nebensatz unter „Sonstiges" — wenn überhaupt.
- Gewerbekunden suchen Prüfprotokolle, feste Ansprechpartner, Reaktionszeiten und Rahmenvereinbarungen. Privatkunden suchen Preisrahmen, Termin und Fördermöglichkeiten. Beides in einem Text ergibt eine Seite, die keine der beiden Gruppen erreicht.
- Die Störungsdienstseite entscheidet sich in wenigen Sekunden: Rufnummer als Wähllink ganz oben, Einsatzgebiet, Zeiten und ein Hinweis, was der Anrufer selbst prüfen kann, bevor jemand losfährt.
Warum die Elektro-Website anders funktioniert als die des Nachbarbetriebs
Ein Malerbetrieb verkauft im Kern eine Leistung in mehreren Ausprägungen. Ein Elektrobetrieb verkauft mindestens sechs Leistungen an drei Kundengruppen, die sich in fast nichts ähneln: Privathaushalte mit einem einmaligen Anliegen, Gewerbebetriebe mit wiederkehrenden Pflichten, sowie Hausverwaltungen und Bauträger, die nach Kapazität und Terminsicherheit fragen, bevor sie nach dem Preis fragen. Wer diese drei Gruppen mit demselben Text bedient, schreibt am Ende einen Text, der für alle drei ein bisschen zu allgemein ist.
Dass eine Website vorhanden ist, unterscheidet heute niemanden mehr: 94 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe nutzen eine eigene Website. Gleichzeitig berichten 89 Prozent (Bitkom 2025) der Betriebe, dass Kundinnen und Kunden zunehmend individuelle Angebote erwarten — und ein individuelles Angebot beginnt nicht beim Termin, sondern bei der Frage, ob die Website überhaupt erkennen lässt, dass der Betrieb genau diese Leistung regelmäßig ausführt. Der Wettbewerb hat sich also von der Frage „Website ja oder nein" auf die Frage „welche Seiten stehen darin" verschoben. Was das für den Aufbau der gesamten Seite bedeutet, steht ausführlich in der Übersicht zur Website für Handwerker.
Dazu kommt ein sprachlicher Punkt, den viele Betriebe unterschätzen. Kunden suchen nicht nach „Elektroinstallation". Sie suchen nach „Wallbox anschließen lassen", nach „E-Check Termin", nach „Zählerschrank erneuern Kosten", nach „Elektriker Notdienst" und nach „Photovoltaik Speicher nachrüsten". Das sind fünf verschiedene Suchanlässe mit fünf verschiedenen Dringlichkeiten. Eine einzige Leistungsseite kann diese fünf Anlässe nicht gleichzeitig bedienen, weil jeder von ihnen eine andere erste Frage stellt.
Die Startseite ist kein Leistungsverzeichnis
Wiederkehrende Prüfungen: die Seite, die planbaren Umsatz bringt
Die Prüfung ortsveränderlicher und ortsfester elektrischer Betriebsmittel ist für Gewerbekunden keine Kür, sondern eine Pflicht des Unternehmers, deren Fristen sich aus der Gefährdungsbeurteilung ergeben. Für den Elektrobetrieb ist genau das der interessante Teil: Wer einmal geprüft hat, kennt den Bestand, hat die Protokolle, kennt den Ansprechpartner und wird beim nächsten Turnus in der Regel erneut gerufen. Es ist die einzige Leistung im Elektrohandwerk, die von sich aus wiederkommt, ohne dass jemand etwas verkaufen muss.
Auf der Website fehlt diese Leistung erstaunlich oft. Der Grund ist nachvollziehbar: Im Betrieb ist sie so selbstverständlich, dass niemand auf die Idee kommt, sie zu erklären. Nur sucht der Verwaltungsleiter einer Pflegeeinrichtung oder der Werkstattmeister eines Fuhrparks im Netz genau danach — und findet in der Region drei Betriebe, von denen einer eine Seite dazu hat und zwei nicht. Auch im Privatbereich gibt es Anlässe: der Verkauf einer Immobilie, eine Anforderung des Gebäudeversicherers, eine Übergabe nach einem Umbau.
Der Text dieser Seite darf ruhig nüchtern sein. Wer prüfen lässt, will keine Stimmung, sondern Klarheit über Ablauf, Dauer, Unterbrechung des Betriebs und die Form des Nachweises. Genau diese vier Punkte sind es, die am Telefon sonst zwanzig Minuten kosten. Stehen sie auf der Seite, ruft der Interessent bereits mit einer Mengenangabe an, statt sie erst gemeinsam zu ermitteln.
- Welche Betriebsmittel geprüft werden: ortsveränderliche Geräte, ortsfeste Anlagen, Maschinen, Leitern und Tritte, wenn der Betrieb das mit anbietet.
- Wie der Ablauf vor Ort aussieht: Anmeldung, Kennzeichnung, Umgang mit Geräten, die gerade in Benutzung sind, und was mit Fundstücken geschieht, die durchfallen.
- Wie lange es dauert und wie stark der Betrieb dabei steht — die häufigste unausgesprochene Sorge auf Kundenseite.
- In welcher Form der Nachweis kommt: Protokoll je Gerät, Prüfplakette, Übersichtsliste, digital oder auf Papier.
- Wie die Wiedervorlage geregelt ist: erinnert der Betrieb an den nächsten Turnus, und wenn ja, wie.
- Ein Anfrageformular, das Standort, ungefähre Gerätezahl und Wunschzeitraum abfragt, statt nur „Ihre Nachricht".
Ladeinfrastruktur: zwei Kundengruppen, zwei Texte
Die Wallbox in der Einzelgarage und die Ladeinfrastruktur auf einem Mitarbeiterparkplatz sind technisch verwandt und kaufmännisch zwei verschiedene Welten. Der Privatkunde will wissen, ob sein Hausanschluss das hergibt, was die Anmeldung beim Netzbetreiber bedeutet, ob er ein eigenes Kabel legen lassen muss und in welchem Rahmen sich die Kosten bewegen. Der Flottenbetreiber oder die Hausverwaltung will wissen, wie viele Ladepunkte gleichzeitig laufen können, wie das Lastmanagement geregelt ist, wie abgerechnet wird und wer die Anlage betreut, wenn ein Ladepunkt ausfällt.
Beides auf einer Seite unterzubringen führt zu einem Text, der zwischen zwei Tonlagen pendelt. Besser sind zwei Abschnitte auf einer Seite mit klar getrennten Überschriften oder gleich zwei Seiten, wenn der Betrieb in beiden Bereichen ernsthaft arbeitet. Die Trennung hat einen Nebeneffekt, den man in der Sichtbarkeit merkt: Beide Abschnitte können die Wörter verwenden, die die jeweilige Gruppe tatsächlich eintippt, ohne sich gegenseitig zu verwässern.
| Punkt | Privatkunde am Einfamilienhaus | Gewerbekunde mit mehreren Ladepunkten |
|---|---|---|
| Erste Frage | Reicht mein Hausanschluss dafür aus? | Wie viele Punkte laufen gleichzeitig ohne Lastspitze? |
| Formales | Anmeldung oder Zustimmung des Netzbetreibers, je nach Anschlussleistung | Abstimmung mit Netzbetreiber, Vermieter und gegebenenfalls Betriebsrat |
| Technik im Text | Leitungsweg, Fehlerstromschutz, Ladeleistung | Lastmanagement, Zählerkonzept, Erweiterbarkeit |
| Abrechnung | Kein Thema, es zahlt der Hausstrom | Nutzerkennung, eichrechtliche Anforderungen, Zuordnung je Fahrzeug |
| Nach dem Einbau | Einweisung und Übergabe | Betreuung, Störungsannahme, Ersatzteilversorgung |
| Entscheidungsweg | Ein bis zwei Personen, wenige Tage | Mehrere Beteiligte, Angebotsvergleich, Wochen bis Monate |
Auffällig ist die letzte Zeile. Ein Gewerbekunde liest die Seite in der Regel mehrfach und schickt sie intern weiter, bevor er anruft. Das heißt: Die Seite muss auch ohne Gespräch funktionieren, muss sich sauber ausdrucken lassen und sollte einen benannten Ansprechpartner enthalten. Ein Privatkunde dagegen entscheidet am Telefon oder am Küchentisch — für ihn zählen Termin, Rahmenpreis und der Eindruck, dass hier jemand das schon oft gemacht hat.
Photovoltaik und Speicher: die Seite, die nach dem Angebot noch gelesen wird
Photovoltaik ist unter den Elektroleistungen die mit der längsten Entscheidungsdauer. Zwischen der ersten Suche und der Unterschrift liegen oft Monate, in denen mehrere Angebote nebeneinanderliegen, Nachbarn befragt werden und im Netz gelesen wird. Diese Seite wird deshalb nicht einmal besucht, sondern mehrfach — auch, wenn Ihr Angebot bereits auf dem Tisch liegt. Sie ist damit weniger ein Werbetext als eine Nachschlagestelle, die das Angebot verständlich macht.
Was in dieser Rolle hilft: die Reihenfolge der Schritte von der Dachbesichtigung über die Auslegung bis zur Inbetriebnahme, eine ehrliche Aussage dazu, welche Dächer und Netzanschlüsse eher unproblematisch sind und welche Vorarbeit brauchen, sowie eine Erklärung, wovon die Speichergröße abhängt. 87 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe beobachten eine deutlich höhere Preissensibilität — bei Photovoltaik heißt das in der Praxis, dass Angebote Zeile für Zeile verglichen werden. Wer auf der Website erklärt, warum eine Position im Angebot steht, verliert seltener gegen ein billigeres Blatt Papier.
Zur Förderung gilt eine einfache Regel: benennen, dass es Programme gibt, den Stand nicht als feste Zusage formulieren und keine Zahl versprechen, die sich ändern kann. Ein Satz wie „Welche Programme in Ihrem Fall in Betracht kommen, klären wir vor dem Angebot" ist belastbarer als eine Prozentangabe, die im nächsten Quartal falsch ist. Fördersachverhalte und steuerliche Fragen gehören ohnehin in die fachliche Prüfung des Einzelfalls.
Die Seite gewinnt nicht den Auftrag, sie hält ihn
Zählerschrank und Netzanschluss: das Thema, das niemand sucht und viele brauchen
Kaum jemand tippt „Zählerschrank erneuern" ein, weil er Lust darauf hat. Gesucht wird, weil eine Wallbox nicht anschließbar ist, weil die Photovoltaikanlage einen aktuellen Zählerplatz braucht, weil ein Umbau ansteht oder weil der Netzbetreiber es verlangt hat. Genau deshalb gehört diese Seite auf die Website: Sie ist die Verbindungsstelle zwischen zwei anderen Aufträgen und wird in der Regel gemeinsam mit ihnen beauftragt.
Der Text sollte offen benennen, was auf den Kunden zukommt: Ausfallzeit während der Umbaumaßnahme, Abstimmung mit dem Netzbetreiber, Zugang zum Hausanschlussraum, mögliche Folgearbeiten in älteren Gebäuden, wenn Leitungen oder Schutzmaßnahmen nicht mehr dem heutigen Stand entsprechen. Diese Ehrlichkeit kostet keinen Auftrag. Sie verhindert die unangenehme Variante, in der die Überraschung erst auf der Baustelle stattfindet — und sortiert nebenbei die Anfragen vor, bei denen der Kunde die Größenordnung ohnehin nicht tragen will.
Bilder statt Erklärversuche
Störungsdienst: die Seite, die in wenigen Sekunden funktionieren muss
Wenn nachts der Fehlerstromschutzschalter fällt und sich nicht wieder einschalten lässt, liest niemand einen Absatz über die Firmengeschichte. Die Störungsdienstseite ist die einzige Seite eines Elektrobetriebs, die ausschließlich für den Ausnahmefall gebaut wird — und sie wird auf einem Telefon gelesen, oft in einem halbdunklen Flur, oft von einer Person, die gerade nicht ruhig ist. Alles, was zwischen dem Aufruf der Seite und dem Tippen auf die Nummer liegt, ist überflüssig.
85 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe erleben den Wunsch nach ständiger Erreichbarkeit. Das heißt nicht, dass ein Betrieb rund um die Uhr fahren muss. Es heißt, dass die Website sagen muss, wann gefahren wird und wann nicht. Eine klar benannte Zeit ist besser als ein vages Versprechen: Wer liest, dass am Wochenende nur bei Gefahr im Verzug ausgerückt wird, ist weniger enttäuscht als jemand, der um zwei Uhr nachts vergeblich anruft.
- Rufnummer ganz oben als Wähllink, in großer Schrift, ohne Umweg über ein Formular.
- Zeiten im Klartext: wann jemand ans Telefon geht, wann ausgerückt wird, wann der nächste reguläre Termin möglich ist.
- Einsatzgebiet mit Ortsnamen statt Kilometerradius — der Anrufer denkt in Orten, nicht in Radien.
- Kurze Selbsthilfe: welche zwei oder drei Punkte der Anrufer prüfen kann, bevor jemand losfährt. Das spart Anfahrten und wirkt kompetent statt geschäftstüchtig.
- Ein Hinweis darauf, was Anfahrt und Arbeit außerhalb der regulären Zeiten kostet — die Größenordnung, nicht der Cent.
- Was der Anrufer bereithalten sollte: Adresse, Lage des Zählerschranks, seit wann der Fehler besteht, ob nur ein Stromkreis oder alles betroffen ist.
Eine Notdienstseite hat genau eine Aufgabe: den Daumen so schnell wie möglich auf die Rufnummer zu bringen. Alles andere ist Beiwerk, das im Ernstfall im Weg steht.
Welche Leistungsseiten sich für einen Elektrobetrieb lohnen
Die folgende Aufteilung hat sich in Projekten mit Elektrobetrieben als tragfähig erwiesen. Sie ist kein Gesetz — ein Betrieb, der überwiegend im Neubau arbeitet, gewichtet anders als einer, der von Bestandskunden und Wartung lebt. Aber sie zeigt, welche sechs Themen jeweils genug eigenen Inhalt hergeben, um eine Seite zu füllen, ohne dass Text nur zur Füllung entsteht.
Wiederkehrende Prüfungen
Ablauf, Dauer, Betriebsunterbrechung, Form des Nachweises, Wiedervorlage. Die Seite spricht Gewerbe, Verwaltung und Vermieter an — und bringt Kontakte, die von selbst wiederkommen.
Ladepunkte und Wallbox
Getrennt nach Einfamilienhaus und mehreren Ladepunkten. Hausanschluss, Anmeldung beim Netzbetreiber, Lastmanagement, Betreuung nach der Inbetriebnahme.
Photovoltaik und Speicher
Ablauf von der Dachbesichtigung bis zur Inbetriebnahme, Auslegung, Speichergröße, Netzanmeldung. Wird lange vor und lange nach dem Angebot gelesen.
Zählerschrank und Netzanschluss
Der Auftrag, der andere Aufträge erst möglich macht. Ausfallzeit, Abstimmung mit dem Netzbetreiber, typische Folgearbeiten im Bestand.
Störungsdienst
Rufnummer als Wähllink, Zeiten, Einsatzgebiet, kurze Selbsthilfe und die Größenordnung der Kosten außerhalb der regulären Arbeitszeit.
Gebäudetechnik und Licht
Bus-Systeme, Beleuchtungsplanung, Nachrüstung im Bestand, Türkommunikation. Die Seite lebt von Bildern fertiger Arbeiten, nicht von Herstellerlisten.
Dazu kommen die Seiten, die kein Gewerk-Thema sind, aber jede Anfrage begleiten: eine Seite über den Betrieb mit den Menschen darauf, eine Seite mit dem Einsatzgebiet, eine Kontaktseite mit Anfahrt und Bürozeiten und — falls Fachkräfte gesucht werden — eine Karriereseite. Wie sich diese Grundstruktur für ein Elektrogewerk gestalten lässt, zeigt die Seite zum Webdesign für Elektriker.
Was Gewerbekunden brauchen und Privatkunden nicht
Der größte vermeidbare Fehler auf Elektro-Websites ist, dass beide Kundengruppen mit demselben Text angesprochen werden. Ein Privatkunde will wissen, ob Sie kommen, wann Sie kommen und was es ungefähr kostet. Ein Gewerbekunde will wissen, ob Sie ihn dauerhaft betreuen können — und prüft dafür Dinge, die einen Privatkunden nie interessieren würden.
Konkret heißt das: Ein technischer Leiter sucht nach einem festen Ansprechpartner mit Durchwahl, nach der Aussage, ob es Rahmenvereinbarungen gibt, nach einer Vorstellung von Reaktionszeiten, nach der Frage, ob Ihr Betrieb bei einer Betriebsbegehung eigene Unterweisungen und Sicherheitsvorgaben einhalten kann, und nach der Form, in der Prüfnachweise geliefert werden. Nichts davon gehört auf die Startseite. Alles davon gehört auf eine Seite, die dieser eine Leser findet.
| Angabe auf der Website | Privatkunde | Gewerbekunde |
|---|---|---|
| Preisrahmen für Standardleistungen | sehr wichtig | nachrangig, wird individuell verhandelt |
| Fester Ansprechpartner mit Durchwahl | unwichtig | sehr wichtig |
| Reaktionszeiten und Erreichbarkeit | wichtig im Störfall | vertragsrelevant, wird vorab geprüft |
| Form der Prüfnachweise und Dokumentation | kaum relevant | entscheidend für die Auswahl |
| Referenzen aus derselben Branche | nachrangig | wichtig, oft ausschlaggebend |
| Fotos fertiger Arbeiten | sehr wirksam | wirksam, aber zweitrangig |
Die Tabelle erklärt auch, warum eine gemeinsame Seite selten funktioniert. Was für die eine Gruppe das wichtigste Kriterium ist, ist für die andere Beiwerk — und Beiwerk verlängert die Seite genau an der Stelle, an der der Leser eigentlich eine Antwort erwartet. Zwei kürzere Seiten schlagen eine lange, die versucht, beides zu sein.
Barrierefreiheit: was das BFSG von wem verlangt
Die Fragen, die Kunden vor dem Anruf stellen
Jeder Betrieb kennt die Fragen, die am Telefon immer wieder kommen. Genau diese Fragen sind der beste Inhalt für die Website, weil sie belegen, was die Zielgruppe tatsächlich wissen will — nicht, was man ihr gern erzählen würde. Sammeln lässt sich das ohne Aufwand: Wer eine Woche lang notiert, was Anrufer als Erstes fragen, hat den Inhalt für drei Seiten zusammen.
Bemerkenswert ist, wie stabil diese Fragen über Betriebe hinweg sind. In Projekten mit Handwerksbetrieben tauchen im Elektrobereich immer wieder dieselben sechs Punkte auf, meist in dieser Reihenfolge:
- Machen Sie das überhaupt? — Die Frage klingt banal, ist aber die häufigste. Sie entsteht, wenn die Leistung nicht klar benannt auf der Seite steht.
- Kommen Sie zu mir? — Einsatzgebiet mit Ortsnamen, nicht mit Radiusangabe. Wer seinen Ort nicht liest, geht davon aus, dass er nicht dazugehört.
- Was kostet es ungefähr? — Ein Rahmen oder ein Beispiel genügt. Keine Zahl zu nennen ist die Antwort, die am häufigsten zum Wegklicken führt.
- Wann können Sie? — Eine ehrliche Aussage zur aktuellen Auslastung ist besser als Schweigen, auch wenn sie „derzeit mehrere Wochen" lautet.
- Wer kommt und wie lange dauert es? — Namen und Gesichter im Team wirken hier stärker als jede Formulierung über Zuverlässigkeit.
- Was brauchen Sie von mir? — Zählerschrankfoto, Zugang, Anwesenheit, Baustrom. Wer das vorher weiß, ist beim Termin vorbereitet.
Vorsicht bei Zusagen im Text
Vom Layoutentwurf zur fertigen Elektro-Website
Bevor Texte entstehen, hilft ein Entwurf, an dem sich die Struktur beurteilen lässt. Für das Elektrogewerk gibt es einen fertigen Layoutentwurf, der sich durchklicken lässt — mit Startseite, Leistungseinstiegen, Störungsdienstband und Anfrageformular. An einem solchen Entwurf lässt sich die Frage, ob Prüfungen eine eigene Seite verdienen, in fünf Minuten klären; an einer reinen Beschreibung dauert dieselbe Diskussion eine Stunde.
Leistungen sortieren
Zuerst wird aufgeschrieben, was der Betrieb tatsächlich macht, und daneben, was er machen möchte. Aus dieser Liste entstehen die sechs bis acht Seiten. Leistungen, die kaum Umsatz ausmachen und die niemand sucht, bleiben ein Absatz auf einer anderen Seite.
Kundengruppen trennen
Je Leistung wird festgelegt, ob sie sich an Privat- oder Gewerbekunden richtet oder an beide. Bei beiden folgt die Entscheidung, ob zwei Abschnitte auf einer Seite genügen oder zwei eigene Seiten sinnvoller sind.
Fragen sammeln
Eine Woche lang wird notiert, was Anrufer als Erstes fragen. Diese Notizen werden zu Zwischenüberschriften und zu den sechs Fragen im Fragenbereich der jeweiligen Seite — Inhalt, den niemand erfinden muss.
Bilder von der eigenen Baustelle
Zählerschrank vorher und nachher, gesetzte Wallbox, Montage auf dem Dach, das Team vor dem Fahrzeug. Aufnahmen aus dem eigenen Betrieb tragen die Seite; Motive aus dem Bildarchiv sind austauschbar und werden als solche erkannt.
Entwurf ansehen und entscheiden
Am Layoutentwurf wird geprüft, ob die Einstiege verständlich sind, ob die Rufnummer auf dem Telefon sofort erreichbar ist und ob das Anfrageformular die richtigen Fragen stellt. Erst danach entstehen die endgültigen Texte.
Sichtbarkeit vor Ort anschließen
Parallel werden Unternehmensprofil, Verzeichnisangaben und Ortsseiten abgeglichen, damit Name, Adresse und Rufnummer überall gleich lauten. 72 Prozent (Bitkom 2025) der Betriebe sehen in Online-Kundenbewertungen eine große Möglichkeit, neue Aufträge zu gewinnen und Vertrauen aufzubauen — Bewertungen entstehen aber nur dort, wo jemand danach fragt.
Zuerst wird aufgeschrieben, was der Betrieb tatsächlich macht, und daneben, was er machen möchte. Aus dieser Liste entstehen die sechs bis acht Seiten. Leistungen, die kaum Umsatz ausmachen und die niemand sucht, bleiben ein Absatz auf einer anderen Seite.
Je Leistung wird festgelegt, ob sie sich an Privat- oder Gewerbekunden richtet oder an beide. Bei beiden folgt die Entscheidung, ob zwei Abschnitte auf einer Seite genügen oder zwei eigene Seiten sinnvoller sind.
Eine Woche lang wird notiert, was Anrufer als Erstes fragen. Diese Notizen werden zu Zwischenüberschriften und zu den sechs Fragen im Fragenbereich der jeweiligen Seite — Inhalt, den niemand erfinden muss.
Zählerschrank vorher und nachher, gesetzte Wallbox, Montage auf dem Dach, das Team vor dem Fahrzeug. Aufnahmen aus dem eigenen Betrieb tragen die Seite; Motive aus dem Bildarchiv sind austauschbar und werden als solche erkannt.
Am Layoutentwurf wird geprüft, ob die Einstiege verständlich sind, ob die Rufnummer auf dem Telefon sofort erreichbar ist und ob das Anfrageformular die richtigen Fragen stellt. Erst danach entstehen die endgültigen Texte.
Parallel werden Unternehmensprofil, Verzeichnisangaben und Ortsseiten abgeglichen, damit Name, Adresse und Rufnummer überall gleich lauten. 72 Prozent (Bitkom 2025) der Betriebe sehen in Online-Kundenbewertungen eine große Möglichkeit, neue Aufträge zu gewinnen und Vertrauen aufzubauen — Bewertungen entstehen aber nur dort, wo jemand danach fragt.
Wer aus einer bestehenden Seite heraus arbeitet, geht denselben Weg, nur mit einem zusätzlichen Schritt: Die vorhandenen Adressen müssen erhalten oder sauber weitergeleitet werden, damit die bisherige Sichtbarkeit nicht verloren geht. Wie ein Relaunch ohne Verlust der bisherigen Sichtbarkeit abläuft, ist ein eigenes Thema — die Reihenfolge der Leistungsseiten ändert sich dadurch nicht.
Was die Website kostet und wer sie danach pflegt
Für einen Elektrobetrieb mit sechs bis acht Leistungsseiten, Störungsdienstband, Anfrageformular und Einsatzgebiet liegt eine neue Website bei uns im Festpreis ab 1.490 Euro netto. Wenn eine bestehende Seite mit vorhandenen Inhalten und Adressen übernommen wird, beginnt der Relaunch bei 2.900 Euro netto. Die vollständige Aufstellung steht auf der Preisseite.
Danach beginnt der Teil, den viele unterschätzen. Eine Website altert nicht sichtbar, sie altert an den Details: Eine Leistung kommt hinzu, ein Mitarbeiter geht, die Bürozeiten ändern sich, ein neues Fahrzeug steht auf dem Hof. Hosting in Deutschland gibt es bei uns ab 15 Euro pro Monat, die Betreuung mit Aktualisierungen und kleinen Änderungen ab 49 Euro pro Monat, jeweils monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit. Wer die lokale Sichtbarkeit laufend betreuen lassen will, beginnt bei 290 Euro pro Monat, eine umfassendere Suchmaschinenbetreuung bei 490 Euro pro Monat — ebenfalls monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit.
Ob sich diese laufenden Posten lohnen, hängt vom Betrieb ab. Ein Elektrobetrieb, der über Empfehlung ausgelastet ist und nur gefunden werden will, wenn jemand den Namen kennt, braucht wenig mehr als Hosting und gelegentliche Pflege. Ein Betrieb, der Prüfaufträge im Gewerbe aufbauen oder Ladeinfrastruktur als Standbein etablieren will, arbeitet mit dem Unternehmensprofil und den Leistungsseiten dauerhaft weiter. Beides ist legitim — nur sollte die Entscheidung bewusst fallen und nicht dadurch, dass nach dem Aufschalten niemand mehr hinsieht.
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