Kurz und einfach erklärt
Suchen Sie neue Leute? Die eigene Website kann dabei helfen. Hier geht es um eine gute Seite für Bewerber.
Nennen Sie klare Dinge statt leerer Worte. Das sind etwa das Auto, das Werkzeug, die Zeiten und bezahlte Fahrzeit.
Zeigen Sie Fotos aus Ihrem Betrieb, keine gekauften Bilder. Dann sieht man, mit wem man bald arbeitet.
Für den ersten Kontakt reichen wenige Felder. Name, Telefon und ein Satz zur jetzigen Arbeit genügen. Nennen Sie eine Person mit eigener Nummer.
Wir bauen Ihre Website mit so einer Seite zum festen Preis.
In vielen Handwerksbetrieben ist das Auftragsbuch nicht mehr die Sorge, die abends im Büro sitzen bleibt. Die Sorge heißt: Wer macht die Arbeit? 75 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe sehen den Fachkräftemangel als zentrales Problem, und wer eine Stelle nicht besetzt, sagt Aufträge ab, verschiebt Termine und belastet die Leute, die geblieben sind. Die eigene Website ist an dieser Stelle das Werkzeug, über das der Betrieb selbst bestimmt — anders als bei Portalen, Anzeigen und Messen. Nur sieht die Karriereseite in der Praxis meistens so aus: eine Überschrift, drei Zeilen über ein familiäres Betriebsklima, eine Sammeladresse. Dieser Beitrag zeigt, was stattdessen daraufgehört, welche Angaben ein Bewerber tatsächlich sucht, warum drei Formularfelder mehr bringen als die Bitte um vollständige Unterlagen und wie sich die Seite so aufbauen lässt, dass sie im Alltag auch gepflegt wird.
Das Wichtigste in Kürze
- 75 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe sehen den Fachkräftemangel als zentrales Problem. Für viele wiegt die unbesetzte Stelle inzwischen schwerer als eine schwankende Auftragslage.
- Eine Karriereseite überzeugt mit Angaben, die jemand nachrechnen kann: Fahrzeug, gestelltes Werkzeug, Arbeitszeiten, bezahlte Fahrtzeit, Weiterbildungstage. Formulierungen wie familiäres Betriebsklima liefern davon nichts.
- Fotos aus dem eigenen Betrieb wirken stärker als gekaufte Motive. Wer sieht, mit wem er künftig im Fahrzeug sitzt und wie die Werkstatt aussieht, entscheidet sich schneller für ein Gespräch.
- Drei Felder genügen für den Erstkontakt: Name, Telefonnummer und ein Satz zur derzeitigen Tätigkeit. Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse verlangt niemand, der in der Mittagspause auf dem Telefon bewirbt (Projekterfahrung).
- Ein namentlich genannter Ansprechpartner mit Durchwahl bringt mehr Rückmeldungen als eine Sammeladresse, weil der Bewerber weiß, wer sich meldet und wann er selbst anrufen darf (Projekterfahrung).
- 80 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe sprechen Nachwuchs bereits über digitale Kanäle an. Die eigene Karriereseite ist dabei die einzige Station, deren Inhalt und Erreichbarkeit der Betrieb vollständig selbst bestimmt.
Warum die Karriereseite keine Pflichtübung mehr ist
Das Handwerk ist kein Randbereich der Wirtschaft: 1.038.126 (ZDH 2025) Betriebe sind in die Handwerksrollen und das Verzeichnis des handwerksähnlichen Gewerbes eingetragen, dort arbeiten rund 6 Millionen (ZDH 2025) Menschen. Entsprechend groß ist der Wettbewerb um dieselben Leute. Wer heute einen Gesellen sucht, sucht ihn nicht gegen zwei Betriebe im Ort, sondern gegen alle Betriebe im Umkreis der Fahrstrecke, die jemand morgens zu fahren bereit ist — und zusätzlich gegen Industrie, Stadtwerke und Facility-Dienstleister, die dieselben Qualifikationen brauchen und andere Arbeitszeiten anbieten.
Eine unbesetzte Stelle kostet nicht nur den Umsatz, den die fehlende Person erwirtschaftet hätte. Sie kostet Termine, weil Aufträge geschoben werden, sie kostet Marge, weil die verbliebenen Leute Überstunden fahren, und sie kostet auf Dauer Personal, weil Überlastung ansteckt. Genau deshalb hat die Karriereseite den Rang einer Leistungsseite und nicht den einer Unterseite im Fußbereich. Sie ist der einzige Ort, an dem der Betrieb in Ruhe erklären kann, wie ein Arbeitstag bei ihm tatsächlich abläuft.
Die technische Voraussetzung ist meistens schon da: 94 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe nutzen eine eigene Website. Fehlt es, dann fehlt es nicht an der Website, sondern an einer Seite, die den Namen Karriereseite verdient. In vielen Fällen genügt es, die vorhandene Website für Handwerksbetriebe um zwei Seiten zu ergänzen — eine für offene Stellen, eine für die Ausbildung — statt ein neues Projekt aufzusetzen.
Was die Seite nicht ersetzt
Wo der Nachwuchs heute nachsieht
80 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe nutzen digitale Kanäle, um gezielt Nachwuchs anzusprechen. Das Portal, das kurze Video, die Anzeige in einem sozialen Netzwerk — all das erzeugt Aufmerksamkeit, aber keine Entscheidung. Die Entscheidung fällt einen Schritt später, wenn jemand den Betriebsnamen in die Suche tippt und wissen will, ob das ein Betrieb ist, bei dem er anfangen möchte. Was er dann findet, bestimmt der Betrieb selbst.
Dieser Ablauf ist bemerkenswert stabil: erst Aufmerksamkeit von außen, dann die eigene Website als Prüfstelle, dann die Bewerbung. Wer den mittleren Schritt leer lässt, verliert Bewerber, ohne es zu merken — es gibt keine Absage, keinen Anruf, kein Signal. Deshalb lohnt es sich, die Karriereseite genauso ernst zu nehmen wie die Leistungsseiten für die Kundschaft: gleiche Sorgfalt bei Bildern, Texten und Erreichbarkeit auf dem Telefon.
Fahrzeug
Bekomme ich ein eigenes Fahrzeug oder fahre ich mit? Darf ich damit nach Hause? Diese Frage steht in fast jedem Bewerbungsgespräch und lässt sich vorab in einem Satz beantworten.
Werkzeug
Wird Werkzeug gestellt oder bringt jeder sein eigenes mit? Wie alt ist der Maschinenbestand? Wer selbst investieren muss, rechnet das gegen das Gehalt.
Arbeitszeiten
Wann geht es morgens los, wann ist in der Regel Feierabend, wie oft fällt Samstagsarbeit an? Flexible Arbeitszeiten sagt darüber nichts aus.
Fahrtzeit
Wie weit reicht das Einsatzgebiet, ab wann zählt die Fahrtzeit als Arbeitszeit, gibt es Montagen mit Übernachtung? Fahrstrecke ist im Handwerk ein Lohnbestandteil.
Weiterbildung
Werden Lehrgänge bezahlt, gibt es Zeit dafür, unterstützt der Betrieb die Meisterschule? Wer aufsteigen will, sucht genau diese Angabe.
Team
Wie viele Kollegen, wie viele Meister, wie ist die Altersstruktur? Niemand fängt gern als einziger Geselle zwischen zwei Inhabern an, ohne es vorher zu wissen.
Warum die übliche Karriereseite nichts bringt
Die typische Karriereseite besteht aus drei Bausteinen: einer Überschrift mit dem Wort Team, einem Absatz über Werte und einer Aufzählung, die aus leistungsgerechter Bezahlung, einem modernen Fuhrpark und einem familiären Betriebsklima besteht. Das Problem daran ist nicht, dass es unwahr wäre. Das Problem ist, dass es auf jeder zweiten Seite steht und deshalb keine Auskunft mehr trägt. Ein Bewerber, der fünf Betriebe vergleicht, kann anhand solcher Sätze nicht unterscheiden — also entscheidet er nach dem, was er sonst findet: Bewertungen, Fotos, Entfernung.
Die zweite Schwäche ist der Schluss der Seite. Dort steht meistens die Bitte um eine aussagekräftige Bewerbung mit Lebenslauf und Zeugnissen, gerichtet an eine Sammeladresse. Damit verlangt der Betrieb einen Abend Arbeit von jemandem, der noch gar nicht entschieden hat, ob er wechseln will. Die meisten Interessenten im Handwerk sind in Arbeit; sie bewerben sich nicht aus der Not, sondern aus dem Vergleich heraus. Wer den ersten Schritt teuer macht, bekommt nur die, die keine Alternative haben.
Die dritte Schwäche ist der Zeitpunkt. Karriereseiten werden gebaut, wenn eine Stelle frei ist, und danach nicht mehr angefasst. Ein Jahr später steht dort eine Stelle, die längst besetzt ist, oder ein Formular, das ins Leere läuft, weil das Postfach nicht mehr existiert. Wie sich das vermeiden lässt, gehört in die laufende Pflege der Website und nicht in einen guten Vorsatz.
| Übliche Formulierung | Was ein Bewerber daraus liest | Angabe, die trägt |
|---|---|---|
| Familiäres Betriebsklima | Nichts Überprüfbares, der Satz steht fast überall | Acht Kollegen, zwei Meister, gemeinsames Frühstück um neun auf dem Hof |
| Leistungsgerechte Bezahlung | Der Betrieb will die Zahl nicht nennen | Tarifliche Grundlage oder eine Spanne, dazu Zuschläge und fester Auszahlungstermin |
| Moderner Fuhrpark | Ein Bild aus dem Prospekt | Eigenes Fahrzeug ab dem ersten Tag, Werkzeug und Arbeitskleidung gestellt |
| Flexible Arbeitszeiten | Kann auch heißen: abends und samstags | Beginn 7 Uhr auf dem Hof, Feierabend in der Regel 16 Uhr, freitags früher |
| Vielseitige Aufgaben | Unklar, welches Gewerk wirklich gemeint ist | Anteil Neubau, Anteil Sanierung, Anteil Service, übliche Baustellengröße |
| Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung | Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse — das kostet einen Abend | Drei Felder, Rückruf durch eine namentlich genannte Person |
Konkrete Angaben statt Floskeln
Die Regel ist einfach: Auf die Seite gehört, was jemand nachrechnen oder nachfragen kann. Eine Zahl, eine Uhrzeit, eine Entfernung, ein Name. Alles, was sich nicht überprüfen lässt, kostet Platz und Vertrauen. Das gilt besonders für Betriebe, die tatsächlich gute Bedingungen bieten: Wer Fahrtzeit bezahlt und Weiterbildung finanziert, sollte das schreiben, statt es hinter dem Wort attraktiv zu verstecken.
Der zweite Punkt betrifft die Ehrlichkeit nach unten. Eine Karriereseite, die nur Vorteile aufzählt, liest sich wie eine Anzeige. Wer dazuschreibt, dass es im Winter Kurzarbeit geben kann, dass zweimal im Jahr Montage mit Übernachtung ansteht oder dass der Betrieb keine Vier-Tage-Woche fährt, verliert die Leute, für die das ein Ausschlusskriterium ist — und zwar bevor beide Seiten einen halben Tag investiert haben. Das ist kein Verlust, sondern die eigentliche Leistung der Seite.
- Fahrzeug: eigenes Fahrzeug, Mitfahrt oder eigener Pkw? Darf das Fahrzeug mit nach Hause?
- Werkzeug und Arbeitskleidung: gestellt, bezuschusst oder Sache des Mitarbeiters? Wer wäscht die Kleidung?
- Arbeitszeiten: Beginn und übliches Ende, Pausenregelung, Häufigkeit von Samstagseinsätzen und Notdiensten
- Fahrtzeit: Radius des Einsatzgebiets, ab wann Fahrtzeit vergütet wird, Zahl der Montagen mit Übernachtung
- Weiterbildung: bezahlte Lehrgangstage, Kostenübernahme, Haltung des Betriebs zur Meisterschule
- Bezahlung: tarifliche Grundlage oder Spanne, Zuschläge, Sonderzahlungen, fester Auszahlungstermin
- Einstieg: Möglichkeit zum Probearbeiten, Einarbeitung durch wen, üblicher Ablauf der ersten Wochen
- Urlaub und Planung: Zahl der Urlaubstage, Betriebsferien, wie früh der Urlaub festgelegt werden muss
Diese acht Punkte lassen sich an einem Vormittag zusammentragen, meistens ohne Rückfragen. Sie sind der eigentliche Inhalt der Seite — alles Weitere ist Rahmen. Wer sie beantwortet hat, hat zugleich die Grundlage für jede Stellenanzeige auf anderen Kanälen, denn dort wird derselbe Text in kürzerer Form gebraucht.
Der Prüfsatz für jede Zeile
Gesichter aus dem Betrieb
Ein gekauftes Motiv mit einem lächelnden Modell in sauberer Latzhose erkennt jeder Handwerker in zwei Sekunden — und zieht daraus den Schluss, dass der Betrieb nichts Eigenes zu zeigen hat. Fotos aus dem eigenen Betrieb wirken auch dann, wenn sie technisch nicht perfekt sind: der Hof mit den Fahrzeugen, die Werkstatt, das Lager, die Leute in Arbeitskleidung an einem normalen Werktag. Wer sieht, mit wem er künftig im Fahrzeug sitzt, entscheidet sich schneller für ein Gespräch.
Fachlich sinnvoll sind drei Arten von Aufnahmen: eine Übersicht des Betriebsgeländes, zwei bis drei Bilder von der Arbeit selbst und Porträts der Personen, mit denen ein Bewerber zu tun bekommt — Inhaber, Meister, Vorarbeiter. Porträts brauchen keine Studioqualität, aber gleichmäßiges Licht und eine ruhige Wand. Worauf es dabei ankommt und wie sich das mit dem Telefon lösen lässt, steht ausführlich unter Fotos für die Handwerker-Website.
Rechtlich gilt: Fotos von Mitarbeitenden gehören nur mit deren Zustimmung auf die Website, und die Zustimmung sollte schriftlich vorliegen und widerrufbar sein. Praktisch ist das kein Hindernis, sondern ein Nebeneffekt mit Nutzen — wer gefragt wird, ob sein Bild auf die Karriereseite darf, sieht die Seite meistens einmal durch und merkt an, was daran nicht stimmt. Für den Einzelfall, etwa bei Aufnahmen auf fremden Grundstücken, bleibt die fachliche Prüfung sinnvoll.
Eine halbe Stunde auf dem Hof genügt
Die Kurzbewerbung über drei Felder
Der größte einzelne Hebel auf einer Karriereseite ist die Senkung der Einstiegshürde. Wer in Arbeit steht, bewirbt sich nicht abends am Schreibtisch mit Bewerbungsmappe, sondern mittags im Fahrzeug auf dem Telefon. Ein Formular, das dort in wenigen Minuten ausgefüllt ist, bekommt Meldungen, die sonst nie entstanden wären. Wenige Felder genügen: Name, Telefonnummer und ein Satz zur derzeitigen Tätigkeit (Projekterfahrung).
Der häufigste Einwand lautet, dass ohne Unterlagen niemand beurteilen kann, ob jemand passt. Das stimmt — nur ist die Beurteilung auch nicht der Zweck des Formulars. Der Zweck ist das Zustandekommen des ersten Telefonats. Lebenslauf, Zeugnisse und Nachweise kommen danach, wenn beide Seiten Interesse haben. Diese Reihenfolge ist im Handwerk näher an der Wirklichkeit als das Verfahren aus dem Büroalltag, wo Unterlagen zuerst kommen.
- Der Interessent füllt drei Felder aus und schickt sie ab; ein Anschreiben wird nicht verlangt und auch nicht angeboten.
- Die Meldung geht als E-Mail an eine Adresse, die auf dem Telefon gelesen wird, nicht an ein Postfach, das jemand einmal in der Woche öffnet.
- Der genannte Ansprechpartner ruft zurück, in der Regel innerhalb von zwei Werktagen, und klärt in fünf Minuten die vier Fragen, die wirklich zählen.
- Passt es grundsätzlich, wird ein Termin für Probearbeiten vereinbart; erst dann werden Unterlagen angefordert.
- Passt es nicht, bekommt der Interessent eine kurze, freundliche Absage am Telefon — das kostet zwei Minuten und wirkt im Ort weiter.
Technisch braucht das Formular wenig: eine sparsame Feldzahl, eine klare Datenschutzangabe, einen wirksamen Schutz gegen automatisierte Einsendungen ohne Rätselaufgaben und eine Weiterleitung, die zuverlässig ankommt. Wer bereits ein Kontaktformular für Kundenanfragen im Einsatz hat, kann dieselbe Technik verwenden — der Unterschied liegt in den Feldern und im Empfänger, nicht in der Umsetzung.
Eine Karriereseite ist kein Werbetext über den Betrieb, sondern die Antwort auf eine einzige Frage: Wie sieht mein Arbeitstag hier aus, wenn ich am Montag anfange?
Ein Ansprechpartner mit Nummer statt einer Sammeladresse
Eine Sammeladresse ist bequem für den Betrieb und unangenehm für den Bewerber. Sie beantwortet keine der drei Fragen, die vor dem Absenden im Kopf stehen: Wer liest das? Wann meldet sich jemand? Darf ich stattdessen anrufen? Ein Name, eine Funktion, eine Durchwahl und eine Zeitangabe beantworten alle drei in zwei Zeilen. Der Unterschied in der Zahl der Rückmeldungen ist deutlich sichtbar (Projekterfahrung).
Sinnvoll ist die Person, die am Ende auch entscheidet — im kleinen Betrieb der Inhaber oder die Inhaberin, im größeren der Meister der jeweiligen Kolonne. Eine Bürokraft als Ansprechpartner ist nur dann richtig, wenn sie tatsächlich einen Termin vergeben darf. Wer weiterverbunden wird und dann noch einmal erklären muss, warum er anruft, legt beim zweiten Mal nicht mehr auf, sondern gar nicht erst an.
Dazu gehört eine Angabe, wann angerufen werden darf. Handwerker rufen andere Handwerker früh an, oft vor sieben, und ebenso in der Mittagspause. Wer schreibt, dass er montags bis freitags zwischen sieben und siebzehn Uhr erreichbar ist, gibt eine Erlaubnis — ohne diese Angabe gehen die meisten davon aus, dass sie stören. Denselben Effekt hat eine sichtbare Nummer im Kopfbereich der Website, wie er für die Erreichbarkeit im Alltag ohnehin empfohlen wird.
Ausbildung braucht eine eigene Seite und eine andere Sprache
Das Handwerk bildet in großem Umfang aus: rund 346.000 (ZDH 2025) junge Menschen erhalten dort eine qualifizierte Ausbildung, das sind 28,7 Prozent (ZDH 2025) aller Auszubildenden in Deutschland. Für die Website heißt das: Ausbildung und Fachkraftstelle sprechen zwei verschiedene Gruppen an und gehören deshalb auf zwei Seiten. Der Gesellenbewerber will wissen, was er bekommt; der Schulabgänger will wissen, was auf ihn zukommt und ob er es schafft.
Auf der Ausbildungsseite zählen andere Angaben: Wann beginnt die Ausbildung, wie viele Plätze gibt es, welche Schulnoten sind realistisch, wie läuft die Berufsschule ab, wie kommt man ohne Führerschein zur Baustelle, wer ist Ausbilder, gibt es ein Praktikum vorab? Die Frage nach dem Praktikum ist die wichtigste von allen, weil sie den unverbindlichsten Einstieg beschreibt — und weil ein Praktikumsplatz sich in einer Klasse schneller herumspricht als jede Anzeige.
Interessant ist der Rückkanal: 54 Prozent (Bitkom 2025) der ausbildenden Betriebe geben an, bei der Digitalisierung vom Wissen und den Fähigkeiten ihrer Auszubildenden zu profitieren. Wer Auszubildende hat, hat damit auch die Leute im Haus, die einschätzen können, ob die Ausbildungsseite in ihrer Sprache geschrieben ist. Diese halbe Stunde Rückmeldung ist wertvoller als jede Abstimmungsrunde im Büro. Wie sich das Thema in die gesamte Personalgewinnung einfügt, behandelt die Seite Mitarbeiter gewinnen.
Alte Stellen kosten Vertrauen
Rechtliches knapp gehalten
Stellenanzeigen müssen geschlechtsneutral formuliert sein; der Zusatz (m/w/d) hinter der Berufsbezeichnung ist dafür die übliche Form. Ebenso gehören Formulierungen vermieden, die eine Altersgruppe ausschließen — junges, dynamisches Team ist ein Beispiel, das in Verfahren schon eine Rolle gespielt hat. Wer unsicher ist, formuliert die Anforderung als Tätigkeit statt als Eigenschaft der Person.
Bewerberdaten sind personenbezogene Daten. Für die Karriereseite heißt das: sparsame Felder, eine verständliche Angabe, wer die Daten erhält und wie lange sie gespeichert bleiben, und eine festgelegte Löschfrist für Bewerbungen, aus denen kein Arbeitsverhältnis entsteht. Diese Frist gehört schriftlich festgehalten, damit der Posteingang nicht über Jahre zum ungeordneten Datenbestand wächst. Der Einzelfall — etwa die Aufbewahrung wegen möglicher Ansprüche — ist fachlich zu prüfen.
Zur Barrierefreiheit: Kleinstunternehmen im Sinne des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes sind Unternehmen mit weniger als zehn Personen und höchstens 2 Millionen Euro (BFSG) Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme; Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten oder erbringen, sind von der Barrierefreiheitspflicht ausgenommen. Das befreit weder von Impressum und Datenschutzerklärung noch ist es ein Grund für ein Formular, das sich mit der Tastatur nicht bedienen lässt. Ein Bewerbungsformular, das auf dem Telefon nicht funktioniert, verliert Bewerbungen unabhängig von jeder Rechtslage.
So entsteht die Karriereseite in der Praxis
Der Aufwand liegt nicht im Bau der Seite, sondern im Zusammentragen der Angaben. Betriebe, die das in einem Rutsch erledigen, brauchen dafür einen Vormittag; Betriebe, die es nebenbei versuchen, brauchen Monate. Deshalb ist die Reihenfolge wichtiger als die Gestaltung.
Stellen festlegen
Welche Stellen sind offen, welche werden im nächsten Jahr frei, welche Ausbildungsplätze gibt es? Auch eine unbefristete Suche nach Gesellen gehört auf die Seite, wenn sie ernst gemeint ist.
Angaben zusammentragen
Die acht Punkte zu Fahrzeug, Werkzeug, Arbeitszeit, Fahrtzeit, Weiterbildung, Bezahlung, Einstieg und Urlaub schriftlich beantworten — kurz, in ganzen Sätzen, ohne Werbesprache.
Fotos machen
Ein Vormittag auf dem Hof: Fahrzeuge, Werkstatt, zwei Arbeitssituationen, Porträts der Ansprechpartner. Zustimmung der Abgebildeten schriftlich einholen.
Seite aufbauen
Einstieg mit der wichtigsten Aussage, dann die offenen Stellen, dann der Betrieb in Zahlen und Bildern, am Ende die Kurzbewerbung. Ausbildung bekommt eine eigene Seite.
Kurzbewerbung einrichten
Drei Felder, Weiterleitung an eine Adresse, die auf dem Telefon gelesen wird, Datenschutzangabe, festgelegte Löschfrist, Test von einem fremden Gerät aus.
Nachhalten
Besetzte Stellen entfernen, Datum der Aktualisierung pflegen, einmal im Quartal prüfen, ob die Angaben noch stimmen. Ohne diesen Schritt veraltet die Seite innerhalb eines Jahres.
Welche Stellen sind offen, welche werden im nächsten Jahr frei, welche Ausbildungsplätze gibt es? Auch eine unbefristete Suche nach Gesellen gehört auf die Seite, wenn sie ernst gemeint ist.
Die acht Punkte zu Fahrzeug, Werkzeug, Arbeitszeit, Fahrtzeit, Weiterbildung, Bezahlung, Einstieg und Urlaub schriftlich beantworten — kurz, in ganzen Sätzen, ohne Werbesprache.
Ein Vormittag auf dem Hof: Fahrzeuge, Werkstatt, zwei Arbeitssituationen, Porträts der Ansprechpartner. Zustimmung der Abgebildeten schriftlich einholen.
Einstieg mit der wichtigsten Aussage, dann die offenen Stellen, dann der Betrieb in Zahlen und Bildern, am Ende die Kurzbewerbung. Ausbildung bekommt eine eigene Seite.
Drei Felder, Weiterleitung an eine Adresse, die auf dem Telefon gelesen wird, Datenschutzangabe, festgelegte Löschfrist, Test von einem fremden Gerät aus.
Besetzte Stellen entfernen, Datum der Aktualisierung pflegen, einmal im Quartal prüfen, ob die Angaben noch stimmen. Ohne diesen Schritt veraltet die Seite innerhalb eines Jahres.
Wer die Seite fremd bauen lässt, sollte darauf achten, dass die Angaben aus Schritt zwei vom Betrieb kommen und nicht vom Texter erfunden werden. Eine Agentur kann Struktur, Gestaltung, Formular und Auffindbarkeit liefern; die Antwort auf die Frage, ob Fahrtzeit bezahlt wird, kann sie nicht liefern. Das ist der Grund, warum eine Karriereseite ohne Beteiligung des Betriebs regelmäßig nach Textbaustein klingt.
Aufwand, Kosten und was danach zu tun bleibt
Bei uns entsteht eine Handwerker-Website zum Festpreis ab 1.490 Euro netto; Karriereseite, Ausbildungsseite und Kurzbewerbung sind dabei normale Bestandteile und keine Zusatzposition. Wenn eine bestehende Website bleibt und nur erweitert wird, richtet sich der Aufwand nach deren technischem Zustand. Ein vollständiger Relaunch beginnt bei 2.900 Euro netto. Alle Preise und was jeweils enthalten ist, stehen auf der Seite Preise.
Laufend fallen die Positionen an, die jede Website braucht: Hosting in Deutschland ab 15 Euro pro Monat, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit, und Website-Betreuung ab 49 Euro pro Monat, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit — darin enthalten sind die Änderungen an Stellenanzeigen, die im Betriebsalltag anfallen. Wer zusätzlich in der Region besser gefunden werden will, kann die lokale Sichtbarkeit ab 290 Euro pro Monat betreuen lassen, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit.
Was eine Karriereseite leisten kann, hängt vom Gewerk, vom Einzugsgebiet und von den Bedingungen ab, die der Betrieb tatsächlich bietet — eine bestimmte Zahl von Bewerbungen lässt sich daraus nicht ableiten und wäre auch nicht seriös zugesagt. Was sich sagen lässt: Eine Seite mit konkreten Angaben, Gesichtern, einer Kurzbewerbung und einem erreichbaren Ansprechpartner erzeugt in der Regel mehr Erstkontakte als eine Seite mit Werten und einer Sammeladresse. Wenn Sie den Stand Ihrer eigenen Seite einschätzen lassen möchten, geht das über das Kontaktformular oder telefonisch.
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