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Gewerke in der Praxis

Website für Dachdecker: der Sturmschaden als Anlass

Was eine Dachdecker-Website in den ersten Stunden nach einem Sturm leisten muss: Schadensmeldung mit Foto, Notsicherung getrennt von Reparatur, Versicherung.

15 Min. Lesezeit DachdeckerSturmschadenVersicherungNotsicherungHandwerk

Kurz und einfach erklärt

Hier geht es um die Website für Dachdecker nach einem Sturm.

Nach einem Sturm suchen die Leute schnell Hilfe. Auf der Startseite sollte gleich ein Formular stehen, um den Schaden mit Foto zu melden.

Die schnelle Sicherung des Dachs und die Reparatur sind getrennte Aufträge. Trennen Sie das auch auf der Seite.

Zur Versicherung beschreiben Sie nur den Ablauf. Was die Versicherung zahlt, prüft die Versicherung selbst.

Zeigen Sie auch die ruhige Arbeit im Jahr. Wartung, Dachrinne, Dämmung und das Dach für Solar brauchen eigene Seiten.

Wir bauen Websites für Dachdecker zum festen Preis.

Ein Sturm zieht über Niedersachsen, und am nächsten Morgen liegen Ziegel auf dem Rasen, die Dachrinne hängt schief und auf dem Dachboden steht ein Eimer. Wer jetzt sucht, sucht nicht in Ruhe. Er sucht mit nassen Schuhen, mit dem Telefon in der Hand, und er entscheidet sich für den Betrieb, der auf den ersten Blick sagt, was jetzt zu tun ist und wann jemand kommen kann. Genau dafür ist die Website eines Dachdeckerbetriebs da — nicht als Broschüre, sondern als Werkzeug für die erste Stunde. Dieser Beitrag zeigt, wie eine Schadensmeldung mit Foto aufgebaut wird, welche Hinweise zur Versicherung auf die Seite gehören und welche nicht, warum Notsicherung und Reparatur getrennt geführt werden — und wie daneben das ruhige Geschäft sichtbar bleibt: Wartung, Dachrinne, Dämmung und die Vorbereitung des Dachs für Photovoltaik.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach einem Sturm entscheidet die erste Stunde: Wer auf der Startseite eines Dachdeckerbetriebs sofort eine Schadensmeldung mit Fotoanhang findet, meldet dort und nicht beim nächsten Treffer in der Ergebnisliste.
  • Notsicherung und Reparatur sind zwei Aufträge mit unterschiedlichem Ziel, Zeitfenster und Umfang. Eine Website, die beides in ein einziges Formular presst, erzeugt Rückfragen statt Klarheit.
  • Hinweise zur Versicherung gehören auf die Seite als Beschreibung des Ablaufs — Schaden melden, Fotos sichern, Notsicherung dokumentieren. Was ein Versicherer im Einzelfall übernimmt, prüft der Versicherer, nicht der Dachdeckerbetrieb.
  • 85 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe erleben den Wunsch nach ständiger Erreichbarkeit. Im Dachdeckerhandwerk verteilt sich diese Erwartung nicht gleichmäßig, sondern trifft an Sturmtagen alle Betriebe gleichzeitig.
  • Die planbare Hälfte trägt das Jahr: Dachwartung, Dachrinnenreinigung, Dämmung, Flachdach und die Vorbereitung des Dachs für Photovoltaik brauchen eigene Seiten mit eigenen Suchbegriffen, nicht Aufzählungspunkte auf einer Sammelseite.

Der Sturm setzt den Takt, nicht der Terminkalender

Ein Dachdeckerbetrieb hat zwei Arten von Auftraggebern, und sie kommen nie zur selben Zeit. Die eine Hälfte plant: Das Dach ist vierzig Jahre alt, im Frühjahr soll saniert werden, man holt Angebote ein und vergleicht in Ruhe. Die andere Hälfte plant nicht. Sie steht nach einer Sturmnacht im Garten, sieht die Lücke in der Eindeckung und hat innerhalb weniger Minuten drei Fragen: Ist das gefährlich, wer macht das dicht, und was kommt auf mich zu. Zwischen diesen beiden Anlässen liegen Welten — und die meisten Dachdecker-Websites sind nur für den ersten gebaut.

Das ist keine Frage der Technik, sondern der Reihenfolge. 94 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe nutzen eine eigene Website; sichtbar ist damit nahezu jeder. Der Unterschied entsteht darin, was auf dieser Website zuerst steht. Wer nach einem Sturm auf einer Startseite landet, die mit dem Gründungsjahr, einem Bild vom Firmenwagen und dem Satz über den Partner rund ums Dach beginnt, scrollt nicht weiter, sondern geht zurück. Welche Grundlagen jede Handwerker-Website braucht, beschreibt die Seite zur Website für Handwerker; im Dachdeckerhandwerk kommt eine Ebene hinzu, weil die Dringlichkeit hier vom Wetter kommt und nicht vom Kunden.

Sturmtage sind außerdem Massentage. Wenn nachts ein Tief über den Landkreis zieht, klingelt am Morgen nicht ein Telefon, sondern jedes Telefon. Der Betrieb, der dann noch erreichbar wirkt, ist selten der mit den meisten Leitungen, sondern der mit dem kürzesten Weg: eine Seite, auf der der Eigentümer seinen Schaden in zwei Minuten selbst meldet, mit Foto, Adresse und Rückrufnummer — und die Gewissheit, dass die Meldung angekommen ist.

Kein Auftrag ist es wert, dass jemand aufs Dach steigt

Der wichtigste Satz auf einer Dachdecker-Website nach einem Sturm ist ein Verbot: Niemand soll selbst auf das Dach oder auf eine Leiter steigen, um nachzusehen oder eine Plane zu befestigen. Fotos entstehen vom Boden aus, aus sicherer Entfernung, notfalls mit der Vergrößerung des Telefons. Dieser Hinweis kostet nichts, schützt Gesundheit und erleichtert im Zweifel die spätere Aufnahme des Schadens, weil vor Ort nichts verändert wurde.

Was in der ersten Stunde auf den Bildschirm gehört

Die erste Stunde nach einem Schaden hat ihre eigene Logik. Der Eigentümer ist aufgeregt, er hat wenig Zeit, er telefoniert nebenbei mit der Versicherung oder mit dem Nachbarn, und er liest keine Fließtexte. Was er braucht, sind vier Dinge in genau dieser Reihenfolge: eine antippbare Rufnummer, ein kurzes Formular für die Schadensmeldung, eine ehrliche Angabe zur Erreichbarkeit und eine Handvoll Sätze dazu, was er jetzt tun soll und was er lassen soll.

Alles Übrige darf warten. Referenzen, Team, Mitgliedschaften, die Geschichte des Betriebs seit den siebziger Jahren — all das hat auf der Website seinen Platz, aber nicht oberhalb der Schadensmeldung. Auf dem Telefon heißt das konkret: Der Bereich, den der Besucher ohne Scrollen sieht, trägt die Meldung und die Nummer. Alles Weitere folgt darunter, in Ruhe und mit Bildern.

  • Antippbare Rufnummer in der Kopfzeile jeder Seite, nicht nur auf der Kontaktseite
  • Schadensmeldung mit Fotoanhang, von der Startseite aus in einem Schritt erreichbar
  • Ehrliche Angabe zur Erreichbarkeit: wann jemand rangeht und was außerhalb dieser Zeiten geschieht
  • Drei bis fünf Sätze Sofortmaßnahmen für den Eigentümer, sichtbar ohne Aufklappen
  • Einsatzgebiet mit Orten oder Postleitzahlen, damit niemand aus achtzig Kilometern Entfernung wartet
  • Bestätigungsseite und Bestätigungsmail nach dem Absenden, damit niemand vorsichtshalber zweimal meldet

Der letzte Punkt wird häufig unterschätzt. Wer ein Formular abschickt und danach nur eine leere Seite sieht, ruft zusätzlich an — und belegt eine Leitung, die an diesem Morgen anderen fehlt. Eine Bestätigung mit der Zusammenfassung der eigenen Angaben und einem realistischen Zeitraum für die Rückmeldung nimmt genau diesen Anruf aus dem Tag heraus.

Die Schadensmeldung mit Foto

Das Formular ist der Kern. Es ersetzt das Gespräch nicht, aber es verlegt die Fragen dorthin, wo sie ohne Zeitdruck beantwortet werden. Ein Dachdeckerbetrieb braucht nach einem Sturm nicht viel: was passiert ist, wo es passiert ist, ob Wasser eindringt, wie der Melder erreichbar ist — und ein Bild. Das Bild ist der Unterschied zwischen einer Fahrt zur Besichtigung und einer Fahrt mit dem passenden Material auf dem Fahrzeug.

89 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe berichten, dass Kundinnen und Kunden zunehmend individuelle Angebote erwarten. Im Schadensfall ist das keine Frage der Höflichkeit, sondern der Bauphysik: Ein abgedecktes Steildach mit Biberschwanzziegeln verlangt eine andere Antwort als eine gerissene Flachdachbahn über einem Anbau. Wer beim ersten Kontakt ein Foto bekommt, kann diese Antwort geben, statt sie zu vertagen.

Was ist passiert

Auswahl statt Freitext: Ziegel verrutscht oder abgedeckt, Dachrinne beschädigt, Wasser dringt ein, Blech oder Firstziegel gelöst, Ast auf dem Dach. Diese eine Angabe entscheidet, ob heute noch jemand fährt.

Foto vom Boden

Ein bis drei Bilder aus sicherer Entfernung, ohne Anspruch an die Bildqualität. Ein unscharfes Telefonbild vom Rasen sagt mehr als eine ausführliche Beschreibung am Telefon.

Adresse und Zugang

Straße, Ort und ein Satz zum Zugang: Hofeinfahrt, Stellfläche für den Steiger, Höhe des Gebäudes, Nachbargrundstück. Davon hängen Fahrzeug und Besetzung der Kolonne ab.

Dringt Wasser ein

Eine einzige Ja-Nein-Frage, die die Reihenfolge des ganzen Tages bestimmt. Ein tropfender Dachboden geht vor einem verrutschten Ziegel ohne Folgeschaden.

Rückruf und Zeitfenster

Rufnummer und eine kurze Angabe, wann der Melder erreichbar ist. Niemand soll dreimal zurückrufen müssen, während der Eigentümer in seiner eigenen Arbeit sitzt.

Versicherung angelegt

Freiwillige Angabe, ob der Schaden bereits gemeldet wurde und wie das Aktenzeichen lautet. Das erspart eine Nachfrage, wenn später Unterlagen zusammengestellt werden.

Pflichtfelder bleiben knapp. Ein Kontaktweg, der Ort und die Art des Schadens genügen, alles andere ist freiwillig. Jedes zusätzliche Sternchen kostet an einem Sturmmorgen Meldungen, ohne den Betrieb wirklich klüger zu machen (Projekterfahrung). Wie eine Handwerker-Startseite insgesamt aufgebaut wird, ohne nach Behördenvordruck auszusehen, zeigt die Seite zur Homepage für Handwerker.

Notsicherung und Reparatur sind zwei Aufträge

Der häufigste Denkfehler auf Dachdecker-Websites lautet, Sturmschaden bedeute Dachreparatur. Tatsächlich sind es zwei Aufträge mit unterschiedlichem Ziel, unterschiedlicher Frist und unterschiedlicher Abrechnung. Die Notsicherung stoppt den Schaden: Plane, Notabdeckung, Sicherung loser Teile, damit niemand verletzt wird und kein Wasser nachläuft. Die Reparatur stellt den Zustand wieder her — mit Aufmaß, Material, Angebot und Termin.

Für den Eigentümer ist dieser Unterschied nicht selbstverständlich. Er meldet sich, weil das Dach beschädigt ist, und erwartet, dass es repariert wird. Wenn dann eine Plane gespannt wird und das Material erst Wochen später kommt, entsteht eine Enttäuschung, die sich vermeiden ließe: durch zwei Sätze auf der Website, die den Ablauf vorher erklären.

MerkmalNotsicherungReparatur oder Sanierung
ZielSchaden stoppen, Gefahr beseitigenZustand dauerhaft wiederherstellen
ZeitfensterSo früh, wie Wetter und Auslastung es zulassenNach Aufmaß, Materialbeschaffung und Terminabsprache
UmfangPlane, Notabdeckung, Sicherung loser TeileZiegel, Lattung, Unterspannbahn, Anschlüsse
UnterlagenFotos vor und nach der Sicherung, UhrzeitAufmaß, Angebot mit Positionen, Materialnachweis
ErwartungHeute passiert etwasEs wird sauber und dauerhaft gemacht
Auf der WebsiteEigener Weg mit kurzem Formular und RufnummerEigene Leistungsseite mit Ablauf und Preisrahmen

Auf der Website heißt das: zwei Einstiege, zwei Formulare, zwei Tonlagen. Der eine Weg ist kurz, klar und ohne Umweg. Der andere darf ausführlich sein, weil der Besucher Zeit mitbringt. Wer beides in ein Formular presst, bekommt Meldungen, in denen nur steht, dass das Dach undicht sei — ohne dass jemand weiß, ob heute eine Kolonne losfahren muss.

Was zur Versicherung auf die Seite darf

Die Frage nach der Versicherung kommt in jedem Schadensgespräch, meistens zuerst. Eine Website kann hier viel abnehmen, indem sie den Ablauf beschreibt: den Schaden zeitnah beim eigenen Versicherer melden, Fotos vom Zustand vor der Sicherung aufheben, die Notsicherung dokumentieren lassen, Rechnungen und Aufmaß getrennt sammeln. Das sind organisatorische Hinweise, und sie sind auf einer Handwerker-Website gut aufgehoben.

Was dort nicht hingehört, sind Aussagen darüber, was ein Versicherer im Einzelfall übernimmt. Ob ein Schaden als Sturmschaden gilt, hängt unter anderem von Windstärke, Vertrag und Ursache ab, und diese Prüfung nimmt der Versicherer vor, nicht der Dachdeckerbetrieb. Ein Satz, der die Übernahme in Aussicht stellt, ist bereits einer zu viel, wenn er ohne Einschränkung steht. Sachlich formuliert, mit dem Hinweis auf die Prüfung im Einzelfall, bleibt der Nutzen erhalten und das Risiko draußen.

Ablauf beschreiben, Leistung nicht zusagen

Die Website eines Dachdeckerbetriebs darf erklären, welche Unterlagen erfahrungsgemäß gebraucht werden und in welcher Reihenfolge sie entstehen. Sie sollte nicht beurteilen, ob ein konkreter Schaden gedeckt ist, welche Summe fließt oder wie lange eine Regulierung dauert. Diese Trennlinie schützt beide Seiten; im Einzelfall bleibt die Prüfung Sache des Versicherers, bei Streit die einer rechtlichen Beratung.

Die Dokumentation ist ein eigener Nutzen

Ein Betrieb, der die Notsicherung fotografiert, Datum und Uhrzeit notiert und dem Eigentümer beides zusammen mit der Rechnung übergibt, macht sich schwer ersetzbar. Auf der Website steht dafür ein einziger Satz: Wir halten den Zustand vor und nach der Sicherung fest und stellen Ihnen die Bilder für Ihre Schadensakte zur Verfügung. Dieser Satz beantwortet die zweite Sorge des Eigentümers, bevor er sie ausspricht.

Der Weg von der Meldung bis zum Angebot

Ein Ablauf, der auf der Website steht, wirkt doppelt: Er nimmt dem Eigentümer die Unsicherheit, und er diszipliniert den eigenen Betrieb, weil er nachlesbar ist. Fünf Schritte genügen, und keiner davon braucht mehr als drei Zeilen.

Die Schadensmeldung geht mit Foto und Adresse ein. Der Melder erhält unmittelbar eine Bestätigung mit seinen Angaben, einem realistischen Zeitraum für die Rückmeldung und der Rufnummer für den eiligen Fall.

Diese fünf Schritte gehören sichtbar auf die Seite zum Sturmschaden, nicht als Werbetext, sondern als Auskunft. Wer weiß, was als Nächstes passiert, ruft nicht nach zwei Stunden an, um zu fragen, ob die Meldung angekommen ist — und genau diese Anrufe sind es, die an einem Sturmtag die Leitung blockieren.

Erreichbarkeit am Sturmtag

85 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe erleben, dass Kundinnen und Kunden ständige Erreichbarkeit erwarten. Im Dachdeckerhandwerk verteilt sich diese Erwartung nicht gleichmäßig über das Jahr, sondern ballt sich auf wenige Tage, an denen sie dafür bei allen gleichzeitig auftritt. Ein Betrieb kann sie nicht vollständig bedienen — aber er kann sie ehrlich einordnen, und das wirkt besser als eine Leitung, an der niemand rangeht.

Ehrlich einordnen heißt: Zeiten nennen, in denen jemand ans Telefon geht. Sagen, was außerhalb dieser Zeiten mit einer Meldung geschieht. Und das Einsatzgebiet benennen, damit niemand vergeblich wartet. Diese Angaben müssen mit dem Eintrag im Unternehmensprofil und in den Verzeichnissen übereinstimmen, sonst steht auf drei Kanälen dreierlei; wie das zusammenpasst, beschreibt die Seite zum Google-Unternehmensprofil.

  • Rufnummer als antippbarer Verweis, in Kopfzeile und Fußbereich jeder einzelnen Seite
  • Zeiten für die telefonische Erreichbarkeit, klar unterscheidbar von den Bürozeiten
  • Ein Satz dazu, was mit einer Meldung außerhalb dieser Zeiten geschieht
  • Einsatzgebiet mit Orten oder Postleitzahlen, damit die Anfahrt kein Streitpunkt wird
  • Gleiche Angaben in Unternehmensprofil und Verzeichnissen wie auf der Website
  • Ein Hinweis für die Gefahrenlage: Bei Gefahr für Personen zuerst die Feuerwehr, dann der Dachdecker

Am Sturmtag gewinnt nicht der Betrieb mit den meisten Leitungen, sondern der mit dem kürzesten Weg von der Sorge zur Meldung.

Leitgedanke einer Dachdecker-Website

Die planbare Hälfte: Wartung, Dachrinne, Dämmung, Photovoltaik

Ein Betrieb, der nur über Schäden gefunden wird, hat ein Wetterproblem in der Auftragslage. Die andere Hälfte des Dachdeckerhandwerks ist planbar, wiederkehrend und für die Website sogar leichter zu bespielen, weil hier niemand unter Druck sucht: Dachwartung mit Sichtprüfung und Protokoll, Dachrinnenreinigung im Herbst, Aufsparren- und Zwischensparrendämmung, Dachfenster, Flachdachabdichtung — und die Vorbereitung des Dachs für eine Photovoltaikanlage.

Diese Leistungen brauchen eigene Seiten statt Aufzählungspunkte auf einer Sammelseite. Wer nach einer Dachrinnenreinigung im eigenen Ort sucht, will keine Leistungsübersicht, sondern eine Seite zu genau diesem Thema: was gemacht wird, wie lange es dauert, in welchem Rahmen es liegt, wann der richtige Zeitpunkt ist. Wie Leistungsseiten je Gewerk aufgebaut werden, zeigt die Seite zum Webdesign für Dachdecker.

Dachwartung mit Protokoll

Sichtprüfung, Kleinreparatur, schriftliches Protokoll, im besten Fall als wiederkehrender Termin. Auf die Seite gehört, was geprüft wird und in welchem Abstand das sinnvoll ist.

Dachrinne und Ablauf

Reinigung im Herbst, Laubschutz, Reparatur von Rinne und Fallrohr. Ein einfaches Thema mit hoher Nachfrage und niedriger Hemmschwelle für den ersten Auftrag.

Dämmung im Dach

Aufsparren-, Zwischensparren- und Untersparrendämmung mit ihren Unterschieden in Aufbau, Aufwand und Bauzeit. Hier lesen Eigentümer lange und gründlich.

Dach für Photovoltaik

Tragfähigkeit, Eindeckung, Durchdringungen und die Frage, ob das Dach vor der Anlage saniert werden sollte. Das Dachdeckerhandwerk hat hier eine eigene, gefragte Rolle.

Flachdach und Abdichtung

Bahnen, Anschlüsse, Attika, Entwässerung. Ein Bereich, in dem viele Betriebe nur auf Zuruf gefunden werden, weil er auf der Website gar nicht auftaucht.

Dachfenster und Gauben

Austausch, Nachrüstung, Rollladen und Verschattung. Anlässe, die häufig aus einem Wartungstermin heraus entstehen, sobald jemand sie erwähnt.

Die planbare Hälfte hat einen zweiten Nutzen: Sie erzeugt Bewertungen. 72 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe sehen in Online-Kundenbewertungen eine große Möglichkeit, neue Aufträge zu gewinnen und Vertrauen aufzubauen — und nach einer ruhigen Dachwartung lässt sich leichter danach fragen als am Ende einer Notsicherung im Regen.

Zwei Eingänge auf einer Website

Daraus folgt keine zweite Website, sondern eine Startseite mit zwei klar getrennten Eingängen. Oben, sichtbar ohne Scrollen, der Weg für den Schaden: kurze Überschrift, Rufnummer, Schaltfläche zur Schadensmeldung. Darunter der ruhige Weg mit Leistungen, Bildern, Ablauf, Einsatzgebiet und Kontakt. Beide Wege führen zu einem Formular, aber nicht zum selben.

Diese Trennung hält auch dann, wenn kein Sturm war. Wer im April eine Dachsanierung plant, liest über die Schadensmeldung hinweg; sie stört nicht, weil sie kurz ist, und sie zeigt nebenbei, dass der Betrieb im Ernstfall greifbar ist. Der umgekehrte Fall gilt nicht: Wer eine Schadensmeldung sucht und stattdessen eine Bildergalerie findet, ist bereits wieder weg.

ElementWeg SturmschadenWeg geplante Arbeit
EinstiegStartseite oben, eigene Seite, RufnummerLeistungsseiten, Ortsseiten, Beiträge
TonfallKnapp und anweisend, ohne WerbungErklärend, mit Bildern und Ablauf
FormularDrei Pflichtfelder plus freiwilliges FotoAusführlich, mit Zeitraum und Wunschvorstellung
AntwortRückmeldung in der Reihenfolge der DringlichkeitTermin für Aufmaß und Angebot
SuchbegriffeSturmschaden, Dach undicht, NotabdeckungDachsanierung, Dachrinne, Dämmung, Photovoltaik
BilderWenige, echte Aufnahmen von SicherungenVorher und nachher, ganze Dächer und Details

Bilder vom Dach, die den Auftrag tragen

Dachbilder sind schwierig, weil das Motiv weit entfernt ist. Genau deshalb wirken sie stark, wenn sie stimmen. Drei Arten von Aufnahmen tragen eine Dachdecker-Website: die fertige Fläche aus einiger Entfernung, damit Form und Farbe der Eindeckung erkennbar sind; das Detail am Anschluss, am First oder an der Kehle, das Handwerk zeigt; und die Notsicherung in dem Zustand, in dem sie den Schaden gestoppt hat.

Vor der Veröffentlichung steht die Zustimmung des Eigentümers, und Zurückhaltung ist angebracht bei allem, was Rückschlüsse auf eine Adresse zulässt. Wie brauchbare Aufnahmen mit dem Telefon entstehen, ohne dass jemand dafür auf ein Dach steigt, beschreibt die Seite zu Fotos für die Handwerker-Website.

Der Regenschauer ist die bessere Kulisse

Aufnahmen einer Notsicherung wirken, weil sie unaufgeräumt sind: nasse Plane, Latten, grauer Himmel. Das ist keine Bildgestaltung, sondern Beleg. Zwei solcher Bilder auf der Seite zum Sturmschaden sagen mehr über die Einsatzbereitschaft eines Betriebs als jede Formulierung — und sie kosten nichts außer der Aufmerksamkeit, das Telefon vor dem Einpacken noch einmal herauszuholen.

Was das kostet und wer es danach pflegt

Eine Website für einen Dachdeckerbetrieb ist kein Großprojekt. Als Festpreis beginnt sie bei 1.490 Euro netto; der Relaunch einer bestehenden Seite mit Übernahme der Inhalte beginnt bei 2.900 Euro netto. Danach bleibt es überschaubar: Website-Betreuung ab 49 Euro pro Monat und Hosting ab 15 Euro pro Monat, jeweils monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit. Wer die lokale Sichtbarkeit begleiten lassen möchte, beginnt bei 290 Euro pro Monat, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit; die inhaltliche SEO-Betreuung beginnt bei 490 Euro pro Monat, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit. Die vollständige Aufstellung steht auf der Seite zu den Preisen.

Der Betrieb muss die Seite danach nicht selbst pflegen. Was sich ändert — Erreichbarkeit im Winter, ein erweitertes Einsatzgebiet, eine zusätzliche Leistung, neue Bilder von der Baustelle — geht als kurze Nachricht heraus und wird eingepflegt. Was zur laufenden Pflege gehört und warum sie mehr ist als ein Aktualisierungsknopf, steht auf der Seite zu Wartung und Pflege.

  1. Schadensmeldung mit Fotoanhang, Bestätigungsseite und Bestätigungsmail
  2. Getrennte Wege für Notsicherung und geplante Arbeit, mit je eigenem Formular
  3. Leistungsseiten für Wartung, Dachrinne, Dämmung, Flachdach und Photovoltaik
  4. Einsatzgebiet mit Orten, abgestimmt mit Unternehmensprofil und Verzeichnissen
  5. Impressum, Datenschutzerklärung und eine sparsame Einwilligung im Formular
  6. Kurze Ladezeit im Mobilfunknetz, weil eine Schadensmeldung selten im WLAN entsteht

Wie das zusammen aussieht, lässt sich ansehen, bevor irgendetwas beauftragt wird: Unter den Design-Beispielen liegt ein Layoutentwurf für Dachdeckerbetriebe in Ziegelrot auf Zinkgrau, mit dem Schadensmelder genau an der Stelle, an der er nach einer Sturmnacht gebraucht wird. Der Entwurf ist kein Bild, sondern eine bedienbare Seite — der schnellste Weg zu der Entscheidung, ob diese Richtung zum eigenen Betrieb passt.

Dieser Artikel basiert auf Daten aus: Bitkom, Digitalisierung des Handwerks — Bitkom-Studie 2025.

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