Kurz und einfach erklärt
Hier geht es um den Preis einer Website für Ihren Betrieb.
Der Preis hat mehrere Teile. Dazu gehören Bau, Pflege, Hosting und auf Wunsch Hilfe, damit man Sie findet. Hosting heißt: Wir halten Ihre Website im Internet.
Mehr kosten oft viele Seiten, ein eigener Fototermin oder mehrere Standorte. Farbe und Größe des Betriebs ändern den Preis nicht.
Ein Angebot ohne Liste der Leistungen können Sie kaum vergleichen. Fragen Sie, wie viele Seiten es gibt und wem die Seite gehört.
Wir bauen Websites für Betriebe im Handwerk zum festen Preis. Den Preis kennen Sie vorher.
Die Frage nach dem Preis kommt in fast jedem Erstgespräch, meistens spät und oft mit einer Entschuldigung davor. Dabei ist sie die vernünftigste Frage überhaupt: Ein Handwerksbetrieb kalkuliert jeden Tag selbst, er weiß, was Material, Stunden und Anfahrt kosten, und er erwartet dieselbe Offenheit von denen, bei denen er einkauft. Die Antwort fällt trotzdem selten offen aus, weil viele Anbieter zuerst den Umfang klären wollen und dabei den Eindruck erwecken, der Betrag hänge vom Gegenüber ab. Dieser Beitrag geht den umgekehrten Weg. Er zeigt, aus welchen Posten sich der Preis einer Handwerker-Website zusammensetzt, welche Merkmale ihn tatsächlich nach oben treiben und welche nicht, warum zwei Angebote ohne Leistungsverzeichnis nicht vergleichbar sind, und er nennt die Beträge, die auf dieser Seite gelten, samt Preisstand und Kündigungsregel.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Preis besteht aus vier getrennten Posten: einmalige Erstellung, laufende Betreuung, Hosting und die optionale Betreuung der Sichtbarkeit. Wer sie in einer Summe vermischt, vergleicht Angebote, die nicht dasselbe enthalten.
- Eine neue Website kostet als Festpreis ab 1.490 Euro netto, der Ersatz einer bestehenden Seite ab 2.900 Euro netto. Preisstand September 2026, alle Beträge zuzüglich Umsatzsteuer.
- Laufende Leistungen sind einzeln buchbar: Website-Betreuung ab 49 Euro pro Monat, Hosting in Deutschland ab 15 Euro pro Monat, jeweils monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit.
- Nach oben treiben den Preis vor allem die Zahl der Leistungsseiten, ein eigener Bildtermin, mehrere Standorte und ein Bewerberbereich. Nicht die Farbwahl, nicht die Zahl der Entwürfe und nicht die Größe des Betriebs.
- Ein Angebot ohne Leistungsverzeichnis ist nicht vergleichbar: Ohne Zahl der Seiten, Herkunft der Bilder, Eigentum an der fertigen Seite und Kündigungsregel sagt ein Betrag nichts darüber aus, was am Ende geliefert wird.
Warum die Preisfrage so selten offen beantwortet wird
In Deutschland sind 1.038.126 (Zentralverband des Deutschen Handwerks) Betriebe in die Handwerksrollen und in das Verzeichnis des handwerksähnlichen Gewerbes eingetragen. Ein Markt dieser Größe zieht Anbieter jeder Art an, vom Nebenerwerb bis zur Agentur mit dreißig Beschäftigten, und entsprechend weit liegen die Angebote auseinander. Wer drei Angebote einholt, bekommt in der Regel drei Beträge, die sich um den Faktor fünf unterscheiden, ohne dass aus den Unterlagen hervorgeht, warum. Das liegt selten an Willkür und fast immer daran, dass unter demselben Wort verschiedene Dinge verkauft werden: einmal eine Vorlage mit ausgetauschtem Logo, einmal ein Aufbau nach den Gewerken des Betriebs mit eigenen Bildern.
Die Ausgangslage hat sich dabei verschoben. 94 Prozent (Bitkom) der Handwerksbetriebe nutzen eine eigene Website, erhoben unter 504 Handwerksunternehmen in Deutschland. Die Frage lautet also längst nicht mehr, ob es eine Seite gibt, sondern in welchem Zustand sie ist, wer sie pflegt und ob sie Anfragen bringt. Damit verschiebt sich auch die Preisfrage: Es geht nicht um die Anschaffung eines Gegenstands, den man einmal kauft und danach vergisst, sondern um einen Posten, der einen einmaligen und einen laufenden Anteil hat. Beide getrennt zu sehen, ist die halbe Miete beim Vergleich.
Dass Betriebe genau hinsehen, ist kein Misstrauen, sondern Alltag. 87 Prozent (Bitkom) der befragten Betriebe beobachten bei ihrer eigenen Kundschaft eine deutlich höhere Preissensibilität. Wer selbst täglich erklärt, warum eine Position im Angebot so viel kostet, hat ein feines Gespür dafür, ob das Gegenüber dieselbe Rechenschaft ablegt. Genau deshalb steht auf der Seite Preise jeder Posten einzeln und nicht als Paket ohne Innenleben.
Netto, Preisstand, Umsatzsteuer
Die vier Posten, aus denen sich der Preis zusammensetzt
Fast jede Verwirrung beim Vergleich entsteht daraus, dass vier verschiedene Dinge in einer Zahl landen. Der erste Posten ist die einmalige Erstellung: Aufbau, Texte, Bilder, Technik, rechtliche Grundausstattung. Der zweite ist die laufende Betreuung, also Aktualisierung, Sicherung, Erreichbarkeitsprüfung und kleine Änderungen. Der dritte ist das Hosting, der Platz auf einem Server samt Zertifikat und Postfächern. Der vierte ist die Betreuung der Sichtbarkeit, also die Arbeit an Auffindbarkeit, Unternehmensprofil und Verzeichniseinträgen. Nur der erste Posten ist einmalig, die anderen drei laufen weiter oder gar nicht.
Diese Trennung ist keine kaufmännische Spitzfindigkeit, sondern die Voraussetzung dafür, dass ein Betrieb seine Entscheidung später noch ändern kann. Wer die Betreuung beenden will, weil die Bürokraft die Seite selbst pflegen soll, muss das tun können, ohne die Website zu verlieren. Wer das Hosting mitnehmen will, muss die Dateien bekommen. Und wer die Sichtbarkeit eine Saison lang ruhen lässt, weil das Auftragsbuch ohnehin voll ist, darf dafür nicht in eine Vertragsfalle laufen. Vier Posten, vier Entscheidungen, jede für sich umkehrbar.
Einmalige Erstellung
Aufbau der Seiten nach Ihren Gewerken, Texte, Einbindung der Bilder, Anfrageformular, Bedienung am Telefon, Impressum, Datenschutzerklärung und verschlüsselte Übertragung. Festpreis ab 1.490 Euro netto.
Laufende Betreuung
Aktualisierung der Technik, tägliche Sicherung, Prüfung der Erreichbarkeit und kleine Text- oder Bildänderungen. Ab 49 Euro pro Monat, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit.
Hosting in Deutschland
Serverplatz, Zertifikat für die verschlüsselte Übertragung und die Postfächer der Domain. Ab 15 Euro pro Monat, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit.
Betreuung der Sichtbarkeit
Lokale Sichtbarkeit und Unternehmensprofil ab 290 Euro pro Monat, umfassendere SEO-Betreuung ab 490 Euro pro Monat, jeweils monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit. Optional und unabhängig vom Projekt.
Wer diese vier Posten nebeneinanderlegt, erkennt sofort, wo ein fremdes Angebot unvollständig ist. Fehlt das Hosting, wird es später nachgereicht. Fehlt die Betreuung, pflegt jemand die Seite unbezahlt oder gar nicht. Fehlt eine Aussage zum Eigentum, gehört die Seite unter Umständen dem Anbieter und nicht dem Betrieb. Diese Lücken sind teurer als jeder Preisunterschied, weil sie erst im zweiten oder dritten Jahr sichtbar werden.
Die einmalige Erstellung: was in den Festpreis gehört
Ein Festpreis funktioniert nur, wenn der Umfang vorher feststeht. Bei einer Handwerker-Website heißt das: eine feste Zahl an Seiten, eine feste Zahl an Gewerken, ein festgelegter Referenzteil und ein Anfrageformular mit den Feldern, die der Betrieb wirklich braucht. Alles, was darin steht, ist mit dem Betrag abgegolten, auch wenn eine Korrekturschleife mehr nötig wird. Alles, was nicht darin steht, wird vorher besprochen und beziffert. Diese Logik kennt jeder Betrieb aus dem eigenen Geschäft: Der Festpreis für ein Bad ist auch nur so lange ein Festpreis, wie niemand mitten im Ablauf die Fliesen wechselt.
Der Einstieg beginnt bei 1.490 Euro netto für eine neue Website für Handwerksbetriebe. Darin enthalten sind bis zu acht Seiten, der Aufbau nach den Gewerken des Betriebs, der Referenzteil, das Anfrageformular, die Bedienung am Telefon und die rechtliche Grundausstattung. Der Ersatz einer bestehenden Seite beginnt bei 2.900 Euro netto, weil dabei zusätzlich Inhalte gesichtet, alte Adressen weitergeleitet und vorhandene Verzeichniseinträge mitgenommen werden müssen. Warum der Relaunch einer bestehenden Website mehr Arbeit ist als ein Neuaufbau, überrascht viele: Das Aufräumen kostet mehr Zeit als das Bauen.
- Bis zu acht Seiten, aufgebaut nach den Gewerken des Betriebs statt nach einer allgemeinen Vorlage
- Referenzteil mit eigenen Aufnahmen, in dem die Arbeit sichtbar wird und nicht ein gekauftes Bild
- Anfrageformular mit Gewerk, Ort und Umfang, damit die Anfrage beantwortbar im Postfach liegt
- Bedienbarkeit am Telefon als Ausgangspunkt, nicht als Nachbesserung für den Bildschirm
- Impressum, Datenschutzerklärung und verschlüsselte Übertragung als rechtliche Grundausstattung
- Übergabe der Zugänge und das Eigentum an der fertigen Seite beim Betrieb
Was in diesem Betrag nicht enthalten ist, gehört genauso klar benannt: die laufende Betreuung, das Hosting, die Betreuung der Sichtbarkeit und alles, was über den vereinbarten Seitenumfang hinausgeht. Ein Angebot, das diese Grenze nicht zieht, ist keine Wohltat, sondern eine Verschiebung: Die Arbeit fällt trotzdem an, sie taucht nur später auf einer anderen Rechnung auf.
Was den Preis nach oben treibt
Der Aufwand einer Website wächst nicht mit dem Anspruch, sondern mit der Menge. Jede zusätzliche Leistungsseite braucht eigenen Text, eigene Bilder und eine eigene Position in der Struktur. Ein Elektrobetrieb mit Prüfungen, Photovoltaik, Ladepunkten, Netzwerktechnik und Notdienst hat fünf Themen, die sich nicht in einen Absatz zusammenschieben lassen, wenn sie gefunden werden sollen. Genau hier entsteht der Unterschied zwischen einem Angebot über 1.490 Euro und einem über das Doppelte, und genau hier lohnt sich das Nachfragen: Wie viele Seiten sind es, und was steht auf jeder einzelnen?
Der zweite große Treiber sind Bilder. Ein eigener Bildtermin auf der Baustelle kostet Zeit, Anfahrt und Nachbearbeitung, und er ist trotzdem meistens die beste Investition der ganzen Website, weil gekaufte Aufnahmen in jedem zweiten Betrieb derselben Branche hängen. Welche Aufnahmen ein Betrieb braucht und was sich mit dem eigenen Telefon erledigen lässt, steht ausführlich unter Fotos für die Handwerker-Website. Wer eigene Bilder liefert, senkt den Preis; wer keine hat, sollte sie einplanen statt sie zu ersetzen.
| Merkmal | Wirkung auf den Preis | Warum |
|---|---|---|
| Zahl der Leistungsseiten | deutlich | Jede Seite braucht eigenen Text, eigene Bilder und einen eigenen Platz in der Struktur |
| Eigener Bildtermin | deutlich | Anfahrt, Aufnahme und Nachbearbeitung sind Arbeitszeit, die nicht durch Vorlagen ersetzbar ist |
| Mehrere Standorte | spürbar | Jeder Standort braucht eigene Angaben, eigenes Unternehmensprofil und eine eigene Ortsseite mit echtem Inhalt |
| Bewerberbereich | spürbar | Stellenanzeigen, Ausbildungsteil und ein kurzes Bewerbungsformular sind ein eigener Aufbau neben der Leistungsseite |
| Zweite Sprache | spürbar | Texte, Formulare und Rechtstexte fallen doppelt an und müssen dauerhaft gleichlaufend gepflegt werden |
| Terminanfrage oder Notdienst | gering bis spürbar | Abhängig davon, ob eine einfache Anfragestrecke genügt oder Erreichbarkeitszeiten abgebildet werden |
Der Bewerberbereich verdient dabei eine eigene Bemerkung. 75 Prozent (Bitkom) der befragten Betriebe sehen den Fachkräftemangel als zentrales Problem, und 80 Prozent (Bitkom) nutzen bereits digitale Kanäle, um gezielt Nachwuchs anzusprechen. Ein Bewerberbereich ist damit kein Schmuck, sondern für viele Betriebe der Teil der Seite mit dem höchsten Rückfluss. Was er enthalten sollte, steht unter Mitarbeiter gewinnen. Er kostet Aufwand, weil er eigene Texte und ein eigenes Formular braucht, und er sollte trotzdem im Angebot stehen und nicht in der Fußnote.
Was den Preis nicht nach oben treibt
Genauso wichtig wie die Treiber ist die Liste der Dinge, die keinen Aufschlag rechtfertigen. Die Farbwahl gehört dazu: Ob eine Seite in Rot, Blau oder Anthrazit aufgebaut wird, ändert am Aufwand nichts, sobald das Gestaltungsraster steht. Auch die Größe des Betriebs ist kein Preisfaktor. Ein Zweimannbetrieb mit sechs Leistungen hat mehr Seiten als ein Fünfzehnmannbetrieb mit drei, und die Website weiß nicht, wie viele Fahrzeuge auf dem Hof stehen. Wer nach der Beschäftigtenzahl gefragt wird, bevor über den Umfang gesprochen wurde, sollte hellhörig werden.
Ein zweiter verbreiteter Aufschlag verdient dieselbe Skepsis: die Zahl der Entwürfe. Drei Entwürfe zur Auswahl klingen nach Großzügigkeit, sind aber vor allem ein Ratespiel, weil zwei davon von vornherein nicht ernst gemeint sind. Sinnvoller ist ein Entwurf, der aus dem Gespräch entsteht, und danach Korrekturen an konkreten Stellen. Wer drei Entwürfe bezahlt, bezahlt in der Regel zwei Papierkörbe.
- Die Farbwelt und die Schriftwahl, sobald das Gestaltungsraster einmal steht
- Die Zahl der Beschäftigten oder der Umsatz des Betriebs, die mit dem Aufwand nichts zu tun haben
- Die Zahl der Gestaltungsentwürfe, wenn sie nur als Auswahl präsentiert und nicht wirklich genutzt wird
- Ein Blogbereich, der bei der Erstellung angelegt und danach nie gefüllt wird
- Animationen und Bewegungseffekte, die den Aufbau der Seite nicht verändern
- Die Zahl der Farbvarianten des Logos, solange eine saubere Vorlage vorliegt
Der Umfang bestimmt den Preis, nicht der Betrieb
Die laufenden Posten und ihre Kündbarkeit
Nach dem Start beginnt der zweite Teil der Rechnung. Eine Website ist Software, die im Netz steht: Sie bekommt Aktualisierungen, sie braucht Sicherungen, und sie fällt gelegentlich aus, ohne dass jemand im Betrieb es merkt. Die laufende Betreuung deckt genau das ab und beginnt bei 49 Euro pro Monat, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit. Was darin enthalten ist und wo die Grenze zur Neuentwicklung verläuft, steht unter Wartung und Pflege. Wer die Seite selbst pflegen will, kann das tun; die Zugänge liegen beim Betrieb.
Das Hosting ist der zweite laufende Posten und beginnt bei 15 Euro pro Monat, ebenfalls monatlich kündbar und ohne Mindestlaufzeit. Darin stecken der Serverplatz in Deutschland, das Zertifikat für die verschlüsselte Übertragung und die Postfächer der Domain. Die Betreuung der Sichtbarkeit ist davon unabhängig: lokale Sichtbarkeit samt Unternehmensprofil ab 290 Euro pro Monat, die umfassendere SEO-Betreuung ab 490 Euro pro Monat, jeweils monatlich kündbar und ohne Mindestlaufzeit. Kein Betrieb muss diese Posten buchen, um die Website zu bekommen, und keiner muss sie behalten, wenn sie sich nicht rechnen.
| Posten | Betrag | Abrechnung und Kündigung |
|---|---|---|
| Neue Website | ab 1.490 Euro netto | einmalig als Festpreis, keine laufende Bindung |
| Ersatz einer bestehenden Seite | ab 2.900 Euro netto | einmalig als Festpreis, keine laufende Bindung |
| Website-Betreuung | ab 49 Euro pro Monat | monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit |
| Hosting in Deutschland | ab 15 Euro pro Monat | monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit |
| Lokale Sichtbarkeit und Unternehmensprofil | ab 290 Euro pro Monat | monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit |
| SEO-Betreuung | ab 490 Euro pro Monat | monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit |
Die Laufzeit ist der eigentliche Preis
Warum ein Angebot ohne Leistungsverzeichnis nicht vergleichbar ist
Kein Handwerksbetrieb würde ein Angebot abgeben, in dem nur eine Summe und das Wort Badsanierung steht. Es gäbe Positionen, Mengen, Materialien und Stundensätze, weil der Kunde sonst nicht vergleichen könnte und weil im Streitfall niemand wüsste, was geschuldet war. Bei Websites verschwindet dieser Standard erstaunlich oft. Ein Betrag, eine Zeile Beschreibung, ein Unterschriftsfeld. Das ist kein Angebot, sondern eine Hausnummer, und es macht jeden Vergleich mit einem zweiten Anbieter zur Glücksache.
Der Schaden zeigt sich selten sofort. Er zeigt sich, wenn nach dem Start die vierte Leistungsseite dazukommen soll und plötzlich berechnet wird, weil im Angebot nie eine Zahl stand. Er zeigt sich, wenn die Bilder gekauft waren und die Lizenz nach zwölf Monaten ausläuft. Er zeigt sich, wenn der Betrieb den Anbieter wechseln will und feststellt, dass die Domain nicht auf ihn eingetragen ist. Alle drei Fälle sind vermeidbar, und zwar mit einer Seite Papier vor der Unterschrift.
Ein Leistungsverzeichnis muss dabei nicht juristisch aufgeladen sein. Es genügt, wenn die Punkte, an denen später gestritten wird, vorher schriftlich stehen. Die folgende Liste ist bewusst kurz gehalten und lässt sich in jedem Erstgespräch abfragen, auch am Telefon zwischen zwei Baustellen. Wenn ein Anbieter auf eine dieser Fragen ausweichend antwortet, ist das die Auskunft, um die es geht.
- Wie viele Seiten umfasst das Angebot, und welche sind namentlich gemeint?
- Woher kommen die Bilder, und wie lange dürfen sie verwendet werden?
- Wer wird als Inhaber der Domain eingetragen, und wem gehört die fertige Seite?
- Welche laufenden Posten fallen an, in welcher Höhe, mit welcher Kündigungsfrist?
- Wer pflegt die Inhalte nach dem Start, und was kostet eine Änderung, die darüber hinausgeht?
- Was passiert bei einem Wechsel des Anbieters: Welche Zugänge und Dateien werden übergeben?
Ein Angebot, das keine Positionen nennt, verschiebt die Verhandlung auf den Zeitpunkt, an dem der Betrieb sie nicht mehr führen kann.
Vom Gespräch zum festen Betrag
Damit ein Festpreis überhaupt möglich ist, muss der Umfang vor dem Angebot geklärt sein, nicht danach. Der Weg dorthin ist kurz und kostet den Betrieb in der Regel eine knappe Stunde. Er besteht aus einem Gespräch über Gewerke und Einsatzgebiet, einer Sichtung dessen, was bereits vorhanden ist, und einem Angebot, in dem jede Position einzeln steht. Erst danach fällt eine Entscheidung, und bis dahin entstehen keine Kosten.
Gespräch über Gewerke und Einsatzgebiet
Welche Leistungen sollen eigene Seiten bekommen, welche Orte gehören zum Einsatzgebiet, welche Anfragen sind erwünscht und welche nicht. Aus diesen Angaben ergibt sich die Zahl der Seiten und damit der größte Teil des Preises.
Sichtung des Vorhandenen
Alte Website, vorhandene Fotos, Einträge in Verzeichnissen, Unternehmensprofil, Logo und Drucksachen werden gesichtet. Was brauchbar ist, wird übernommen und senkt den Aufwand; was fehlt, wird benannt und beziffert, statt später aufzutauchen.
Angebot mit Positionen
Der Betrag steht schriftlich, aufgeschlüsselt nach Erstellung, Betreuung, Hosting und optionaler Sichtbarkeit, mit Kündigungsregel für jeden monatlichen Posten. Was nicht darin steht, ist nicht enthalten, und das steht ebenfalls darin.
Umsetzung mit festem Umfang
Aufbau, Texte, Bilder und Formular entstehen im vereinbarten Rahmen. Erweiterungswünsche während der Arbeit werden vorher beziffert und einzeln entschieden, nicht stillschweigend eingebaut und nachträglich berechnet.
Übergabe und Entscheidung über den Betrieb
Zugänge, Domain und Dateien gehen an den Betrieb. Danach wird entschieden, ob Betreuung und Hosting dazukommen oder ob die Seite selbst gepflegt und selbst gehostet wird. Beide Wege bleiben offen.
Welche Leistungen sollen eigene Seiten bekommen, welche Orte gehören zum Einsatzgebiet, welche Anfragen sind erwünscht und welche nicht. Aus diesen Angaben ergibt sich die Zahl der Seiten und damit der größte Teil des Preises.
Alte Website, vorhandene Fotos, Einträge in Verzeichnissen, Unternehmensprofil, Logo und Drucksachen werden gesichtet. Was brauchbar ist, wird übernommen und senkt den Aufwand; was fehlt, wird benannt und beziffert, statt später aufzutauchen.
Der Betrag steht schriftlich, aufgeschlüsselt nach Erstellung, Betreuung, Hosting und optionaler Sichtbarkeit, mit Kündigungsregel für jeden monatlichen Posten. Was nicht darin steht, ist nicht enthalten, und das steht ebenfalls darin.
Aufbau, Texte, Bilder und Formular entstehen im vereinbarten Rahmen. Erweiterungswünsche während der Arbeit werden vorher beziffert und einzeln entschieden, nicht stillschweigend eingebaut und nachträglich berechnet.
Zugänge, Domain und Dateien gehen an den Betrieb. Danach wird entschieden, ob Betreuung und Hosting dazukommen oder ob die Seite selbst gepflegt und selbst gehostet wird. Beide Wege bleiben offen.
Dieser Ablauf hat einen Nebeneffekt, der oft unterschätzt wird: Er zwingt beide Seiten, vor dem Start dieselbe Vorstellung zu haben. Die meisten unglücklichen Website-Projekte im Handwerk scheitern nicht am Geld, sondern daran, dass der Betrieb an eine Seite mit acht Leistungen dachte und der Anbieter an eine mit dreien. Eine halbe Stunde am Anfang ist billiger als drei Korrekturschleifen am Ende.
Was nach dem Start noch anfällt
Zu einem ehrlichen Preisbild gehören auch die Posten, die nicht auf der Rechnung der Agentur stehen. Die Domain kostet je nach Endung einen kleinen zweistelligen Betrag im Jahr. Ein eigener Bildtermin wiederholt sich, wenn sich der Fuhrpark, das Team oder die Leistungen ändern. Wer Stellenanzeigen schaltet, zahlt dafür getrennt. Und wer Anzeigen in Suchmaschinen buchen will, zahlt das Werbebudget zusätzlich zur Betreuung. Keiner dieser Posten ist verpflichtend, aber jeder gehört in die Planung, damit später keine Überraschung entsteht.
Ein Punkt, der viele Betriebe verunsichert, ist die Barrierefreiheit. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz nimmt Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten oder erbringen, ausdrücklich aus (§ 3 Absatz 3 Satz 1 BFSG). Als Kleinstunternehmen gilt nach § 2 Nummer 17 BFSG, wer weniger als zehn Personen beschäftigt und höchstens 2 Millionen Euro (BFSG) Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme erreicht. Für viele Handwerksbetriebe entsteht daraus also kein zusätzlicher Kostenblock. Das befreit weder von Impressum und Datenschutzerklärung noch ist es ein Freibrief für eine Seite, die sich nicht bedienen lässt. Ob ein konkreter Betrieb unter die Ausnahme fällt, ist im Einzelfall fachlich zu prüfen; dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
Drei Jahre statt ein Jahr rechnen
Rechnen statt schätzen: wann sich der Betrag trägt
Ob eine Website ihren Preis wert ist, lässt sich nicht allgemein beantworten, aber jeder Betrieb kann es für sich ausrechnen. Die Rechnung braucht drei Zahlen, die im Betrieb ohnehin bekannt sind: den durchschnittlichen Auftragswert, den Anteil der Aufträge, die aus einer Anfrage entstehen, und die Zahl der Anfragen, die aktuell über die Seite kommen. Wer diese drei Zahlen nebeneinanderlegt, sieht, ab wie vielen zusätzlichen Anfragen im Jahr sich der einmalige Betrag trägt. Bei den meisten Gewerken liegt die Schwelle im niedrigen einstelligen Bereich, in manchen bei einem einzigen Auftrag.
Diese Rechnung ist ehrlicher als jedes Versprechen, weil sie die Unsicherheit dort lässt, wo sie hingehört: bei der Zahl der Anfragen. Niemand kann seriös zusagen, wie viele Anfragen eine Seite bringt, und wer es tut, sollte gefragt werden, worauf sich die Zusage stützt. Was sich sagen lässt: 89 Prozent (Bitkom) der befragten Betriebe berichten, dass Kundinnen und Kunden zunehmend individuelle Angebote erwarten, und 85 Prozent (Bitkom) sehen einen klaren Wunsch nach ständiger Erreichbarkeit. Beides sind Erwartungen, die eine Website bedienen kann und ein Anrufbeantworter nicht.
Die zweite Hälfte der Rechnung steht auf der Kostenseite und wird häufig vergessen: die eigene Zeit. Anfragen, die telefonisch vorqualifiziert werden müssen, kosten Stunden, die nicht abgerechnet werden. Eine Seite, die Gewerk, Ort und Umfang bereits abfragt, spart diese Stunden. Wer den eigenen Stundensatz einsetzt und ihn mit den eingesparten Rückrufen im Jahr multipliziert, hat den zweiten Teil der Antwort. In vielen Betrieben ist dieser Teil größer als der erste (Projekterfahrung).
Die Preise dieser Agentur im Überblick
Zum Schluss die Beträge in einer Liste, damit niemand sie aus dem Fließtext zusammensuchen muss. Alle Angaben verstehen sich netto zuzüglich Umsatzsteuer, Preisstand September 2026. Jeder monatliche Posten ist einzeln buchbar und monatlich kündbar, eine Mindestlaufzeit gibt es nicht.
- Neue Website als Festpreis ab 1.490 Euro netto, Umfang vor dem Auftrag festgelegt
- Ersatz einer bestehenden Website ab 2.900 Euro netto, einschließlich Weiterleitung der alten Adressen
- Website-Betreuung ab 49 Euro pro Monat, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit
- Hosting in Deutschland ab 15 Euro pro Monat, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit
- Lokale Sichtbarkeit und Unternehmensprofil ab 290 Euro pro Monat, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit
- SEO-Betreuung ab 490 Euro pro Monat, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit
Diese Beträge sind Einstiegspreise, keine Pauschalen für jeden Fall. Ein Betrieb mit zwölf Leistungsseiten, drei Standorten und einem Bewerberbereich liegt darüber, und das steht dann im Angebot mit Zahl und Begründung. Was nicht passiert: dass der Betrag während der Arbeit wächst, weil etwas vergessen wurde. Der Umfang steht vorher fest, und was darüber hinausgeht, wird vorher besprochen und beziffert.
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