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Anfragen und Erreichbarkeit

Den Notdienst zeigen, damit er gefunden wird

Notdienst auf der Handwerker-Website: antippbare Rufnummer, klare Zeitfenster, verständliche Preisregel für die Anfahrt und ein benanntes Einsatzgebiet.

15 Min. Lesezeit NotdienstErreichbarkeitPreisangabeSanitärHandwerk

Kurz und einfach erklärt

Im Notfall sucht ein Kunde schnell eine Nummer. Lange Texte liest er dann nicht.

Die Nummer steht groß oben auf der Seite. Man kann sie direkt antippen.

Die Zeiten stehen klar in einer Tabelle. Dazu kommt eine klare Regel für den Preis der Anfahrt. Ein offener Preis kann Vertrauen schaffen.

Sagen Sie, in welches Gebiet Sie kommen. Unter der Nummer stehen kurze Tipps, etwa den Haupthahn zu schließen. Der Notdienst bekommt eine eigene Seite, damit man ihn nachts findet.

Wir bauen Ihnen so einen Bereich.

Ein Rohrbruch um Viertel nach zwei nimmt keine Rücksicht auf Lesegewohnheiten. Wer in diesem Moment vor dem Telefon steht, hat nasse Füße, einen Eimer in der Hand und sucht genau eine Sache: eine Nummer, die er antippen kann. Er liest keine Leistungsübersicht, keine Betriebsgeschichte und kein Kontaktformular mit acht Feldern. Trotzdem sieht der Notdienstbereich vieler Handwerker-Websites aus wie eine gewöhnliche Unterseite: eine Zeile Text, eine nicht verlinkte Rufnummer, dazu der Satz „auch außerhalb der Geschäftszeiten für Sie da". Dieser Beitrag beschreibt, was ein Notdienstbereich tatsächlich leisten muss — Rufnummer, Zeitfenster, Preisregel für die Anfahrt, Einsatzgebiet und die zwei, drei Handgriffe, die der Anrufer vor dem Wählen erledigen soll. Und er zeigt, warum ausgerechnet die Preisangabe im Notdienst Vertrauen schafft statt abzuschrecken, und wie sie so formuliert wird, dass sie später nicht gegen den Betrieb verwendet werden kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Notdienstbereich wird im Stehen, im Halbdunkeln und mit einer Hand bedient: die Rufnummer gehört als antippbarer Verweis über die volle Breite in den ersten Bildschirm, mit einer Tippfläche von mindestens 48 mal 48 Pixeln.
  • Zeitfenster gehören als Tabelle auf die Seite, nicht in einen Fließtext: Werktag, Abend, Nacht sowie Wochenende und Feiertag je mit eigener Zeile, eigener Zuständigkeit und eigener Preisregel.
  • Eine offen genannte Anfahrtspauschale mit Zuschlag schreckt seltener ab als das Schweigen: 87 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe beobachten eine deutlich höhere Preissensibilität ihrer Kundschaft.
  • Preisangaben gegenüber Privatkunden brauchen Gesamtpreise einschließlich Umsatzsteuer, eine Bezugsgröße wie „je Anfahrt" und einen Preisstand mit Datum; ein Ab-Preis ohne beschriebenen Fall ist angreifbar.
  • Drei Handgriffe vor dem Anruf — Haupthahn schließen, Sicherung ausschalten, Zugang klären — begrenzen den Schaden und gehören in kurzen Sätzen direkt unter die Rufnummer, nicht auf eine Unterseite.
  • Der Notdienst braucht eine eigene Seite mit eigener Adresse, Gewerk und Ort im Titel; ein Absatz auf der Kontaktseite wird nachts nicht gefunden.

Nachts wird nicht gelesen, sondern gesucht

Eine Notdienstseite hat eine andere Aufgabe als jede andere Seite einer Handwerker-Website. Auf der Leistungsseite darf jemand vergleichen, auf der Referenzseite darf er stöbern, auf der Startseite darf er sich ein Bild machen. Im Notdienst gibt es nichts zu vergleichen: Es ist zwei Uhr, der Keller läuft voll, und der Bildschirm ist das Hellste im Raum. Der Besucher steht, hält das Telefon in einer Hand und tippt mit dem Daumen. Er scrollt nicht, er liest keine Absätze, er wischt weiter, sobald er nach wenigen Sekunden keine Nummer sieht. Wer den Notdienstbereich so aufbaut wie die übrigen Seiten — Bild, Überschrift, drei Absätze Einleitung, Formular am Ende —, verliert den Anruf nicht an einen besseren Betrieb, sondern an den nächsten Treffer in der Ergebnisliste.

Dass die Erwartung an Erreichbarkeit gestiegen ist, ist keine Vermutung. 85 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe sehen bei ihren Kundinnen und Kunden einen klaren Wunsch nach ständiger Erreichbarkeit beziehungsweise Verfügbarkeit. Diese Erwartung richtet sich nicht zuerst an das Telefon, sondern an die Website: Sie ist das Erste, was jemand um zwei Uhr morgens findet, und sie entscheidet, ob überhaupt gewählt wird. Ein Betrieb, der eine Bereitschaft fährt, sie aber nicht sichtbar macht, bezahlt die Bereitschaft und bekommt die Anrufe trotzdem nicht.

Daraus folgt eine unbequeme Regel für den Aufbau: Der Notdienstbereich beginnt oben, nicht nach der Einleitung. Rufnummer, Zeitfenster und Einsatzgebiet stehen im ersten Bildschirm, ohne dass jemand scrollen muss — auf einem Telefon im Hochformat sind das rund 600 Pixel Höhe. Alles Weitere, also Leistungsumfang, Ablauf und die Frage, was der Betrieb im Notfall ausdrücklich nicht macht, folgt darunter für die Minderheit, die tatsächlich liest. Wie sich diese Reihenfolge auf den übrigen Seiten fortsetzt, steht im Überblick zur Website für Handwerker.

Die Drei-Sekunden-Probe

Halten Sie Ihr eigenes Telefon eine Armlänge weit weg, öffnen Sie den Notdienstbereich und zählen Sie bis drei. Sehen Sie in dieser Zeit die Rufnummer, die Zeiten und den Ort, hat der Bereich bestanden. Müssen Sie scrollen, zoomen oder suchen, ist der nächtliche Anruf bereits verloren (Projekterfahrung).

Die Nummer: groß, antippbar und ohne Umweg

Die häufigste Schwachstelle im Notdienstbereich ist banal: Die Rufnummer steht als Text da, aber sie ist kein Verweis. Auf dem Telefon bedeutet das, dass der Anrufer die Ziffern markieren, kopieren und in die Telefon-App einfügen muss — mit nassen Händen, im Halbdunkeln. Eine Notdienstnummer gehört als Telefonverweis ausgezeichnet, damit eine einzige Berührung genügt. Ebenso verbreitet: Die Nummer steht nur in der Kopfzeile, in derselben Größe wie der Menüpunkt daneben, und verschwindet auf schmalen Bildschirmen hinter dem Menüsymbol. Was im Notfall gebraucht wird, darf nicht hinter einer Schaltfläche liegen, die man erst öffnen muss.

Für die Gestaltung heißt das: eine Schaltfläche über die volle Breite, eine Tippfläche von mindestens 48 mal 48 Pixeln, eine Ziffernhöhe, die man ohne Lesebrille erfasst, und ein Farbkontrast, der auch bei heruntergedimmtem Bildschirm trägt. Dunkler Text auf heller Fläche oder weißer Text auf kräftigem Grund — beides funktioniert, solange das Kontrastverhältnis mindestens 4,5 zu 1 beträgt. Ein Band, das beim Scrollen am oberen Rand stehen bleibt, ist im Notdienst ausnahmsweise sinnvoll: Es kostet Platz, nimmt dem Anrufer aber die Rückkehr an den Seitenanfang ab. Ein solches Band gestalterisch einzubinden, ohne die übrige Seite zu verstellen, ist Feinarbeit — es darf auffallen, aber die Überschrift darunter nicht verdrängen.

Am Schreibtisch gilt eine andere Logik. Dort hilft kein Telefonverweis, sondern eine Nummer, die sich in einem Zug markieren lässt — also mit Leerzeichen gruppiert und nicht als Bild eingebettet. Ein Kontaktformular darf im Notdienstbereich stehen, aber nie an erster Stelle und nie als einziger Weg. Wer nachts ein Formular ausfüllt, bekommt keine Antwort, bevor jemand das Postfach öffnet; genau das erwartet der Absender jedoch. Wird ein Formular angeboten, gehört der Hinweis daneben, wann es gelesen wird — und dass der echte Notfall ans Telefon gehört.

Ein Verweis, kein Text

Die Rufnummer ist als Telefonverweis ausgezeichnet. Eine Berührung wählt, ohne Kopieren und ohne Wechsel in eine andere Anwendung.

Zeitfenster am selben Ort

Direkt unter der Nummer steht, wann sie besetzt ist. Wer außerhalb anruft, weiß vorher, worauf er sich einlässt.

Preisregel in einem Satz

Anfahrtspauschale und Zuschlag stehen sichtbar. Das erspart die Diskussion am Küchentisch, wenn die Rechnung kommt.

Einsatzgebiet mit Ortsnamen

Statt „Region Hildesheim" die Orte und der Umkreis in Kilometern. Der Anrufer prüft in zwei Sekunden, ob er dazugehört.

Was vorher zu tun ist

Zwei bis drei Handgriffe, die den Schaden begrenzen: Haupthahn schließen, Sicherung ausschalten, Zugang klären.

Was der Notdienst nicht macht

Der Bereich benennt auch die Grenze: keine Neuinstallation um drei Uhr, keine Arbeit ohne Zugang zum Absperrventil.

Zeitfenster, die keine Auslegung zulassen

„Rund um die Uhr für Sie da" ist als Satz beliebt und als Angabe wertlos. Er sagt weder, wann jemand tatsächlich abnimmt, noch was geschieht, wenn niemand abnimmt. Schwerer wiegt: Er ist eine Zusage. Wer sie schreibt und nachts nicht erreichbar ist, hat nicht nur einen verärgerten Anrufer, sondern eine Werbeaussage, die er nicht einlöst. Sicherer und ehrlicher ist ein Raster mit Uhrzeiten, das der Betrieb auch in der Urlaubswoche einhalten kann — lieber ein Fenster weniger und dieses verlässlich.

Ein solches Raster gehört als Tabelle auf die Seite, nicht in einen Fließtext. Vier Zeilen genügen in der Regel: Werktag zur regulären Zeit, Werktag am Abend, Nacht, sowie Wochenende und Feiertag. Jede Zeile trägt drei Angaben — Zeitraum, wer abnimmt, welche Preisregel gilt. Feiertage werden dabei am häufigsten vergessen, obwohl sie im Sanitärbereich die teuersten Einsätze bringen. Wer eine gewerkespezifische Fassung sucht, findet die Besonderheiten für Bad, Heizung und Trinkwasser im Bereich Webdesign für Sanitär und Heizung.

  • Zeiträume in Uhrzeiten angeben, nicht in Begriffen wie „abends" oder „am Wochenende".
  • Benennen, wer abnimmt: der Betrieb selbst, ein Bereitschaftsdienst oder eine Ansage mit Rückrufzusage.
  • Feiertage ausdrücklich aufführen, mit dem Bundesland, dessen Feiertagsregelung gilt.
  • Betriebsurlaub und Wochen ohne Bereitschaft als Hinweis führen, nicht durch Schweigen verstecken.
  • Den Rückruf als Spanne beschreiben, nicht als Zusage: „in der Regel innerhalb einer Stunde".
  • Einen Satz dazu, was geschieht, wenn niemand abnimmt — zweite Nummer, Rückruf oder Verweis auf die Innung.

Die Preisregel für die Anfahrt außerhalb der Zeiten

Der Notdienst ist keine verlängerte Öffnungszeit, sondern eine bezahlte Bereitschaft. Wer nachts ausrückt, hat den Tag gearbeitet und arbeitet am nächsten Tag weiter; das Fahrzeug muss bestückt sein, der Weg ist derselbe, und der Aufwand für einen Einsatz um drei Uhr ist höher als für denselben Handgriff um elf. Genau das gehört auf die Seite — nicht als Klage, sondern als nachvollziehbare Regel. Eine Anfahrtspauschale für den regulären Zeitraum, dazu ein benannter Zuschlag für Abend, Nacht, Wochenende und Feiertag: Mehr braucht es nicht, um aus einer unangenehmen Überraschung eine Information zu machen.

Die Regel muss so geschrieben sein, dass sie jemand versteht, der nicht in der Branche arbeitet. Ein Prozentzuschlag auf den Stundenverrechnungssatz ist üblich, am Küchentisch aber schwer nachzurechnen. Verständlicher ist die Kombination aus vier Bausteinen: eine Pauschale für die Anfahrt, ein Zeittakt für die Arbeit, ein klar benannter Zuschlag außerhalb der regulären Zeiten und der Hinweis, dass Material gesondert abgerechnet wird. Entscheidend ist die Bezugsgröße: Ein Preis ohne Angabe, wofür er gilt, ist keine Preisangabe, sondern eine Zahl.

Und die Regel muss ihre Grenze mitbenennen. Ein Notdienst, der den Schaden begrenzt, ist etwas anderes als eine Reparatur mit Materialbeschaffung. Wer schreibt, dass der nächtliche Einsatz zunächst die Absperrung, die erste Trocknungsempfehlung und eine provisorische Instandsetzung umfasst und dass die eigentliche Instandsetzung am nächsten Werktag terminiert wird, verhindert die häufigste Enttäuschung im Notdienst: dass jemand nachts eine fertige Lösung erwartet und am Morgen eine Rechnung für eine Zwischenlösung erhält.

Formulierung im NotdienstbereichWas der Anrufer daraus liestWas der Betrieb davon hat
„Preise auf Anfrage"Es wird teuer, und ich erfahre erst hinterher, wie teuerMehr Gespräche, in denen zuerst über Geld geredet wird
„Rund um die Uhr für Sie da"Es nimmt immer jemand abEine Zusage, die in der Urlaubswoche bricht
„Anfahrtspauschale, außerhalb der regulären Zeiten mit Zuschlag"Es gibt eine Regel, und sie gilt für alle gleichWeniger Preisdiskussionen an der Haustür
„Werktags 7 bis 17 Uhr regulär, danach Bereitschaft mit Zuschlag"Ich sehe, ob mein Anruf gerade teuer istAnrufe verschieben sich freiwillig in die günstigere Zeit
„Nachts sichern wir, instand gesetzt wird am nächsten Werktag"Ich bekomme heute Nacht keine neue LeitungKeine Erwartung, die der Einsatz nicht einlösen kann

Warum die Preisangabe Vertrauen schafft statt abzuschrecken

Die Sorge, eine Preisangabe verschrecke Anrufer, ist verständlich und im Notdienst meistens falsch. 87 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe beobachten, dass ihre Kundinnen und Kunden deutlich preissensibler geworden sind, und 74 Prozent (Bitkom 2025) stellen fest, dass sie kritischer geworden sind. Preissensibel heißt nicht „sucht das Billigste". Es heißt: will vorher wissen, worauf er sich einlässt. Wer diese Auskunft verweigert, bekommt nicht weniger Preisfragen, sondern dieselben Fragen später — am Telefon, an der Haustür oder nach der Rechnung.

Dazu kommt eine Auswahlsituation, die nachts anders funktioniert als am Tag. Wer um drei Uhr sucht, ruft nicht drei Betriebe an und vergleicht; er ruft den an, bei dem er die geringste Unsicherheit spürt. Eine offen genannte Anfahrtspauschale mit Zuschlag ist ein Signal für Ordnung: Hier weiß jemand, was er tut, und rechnet nach Regeln statt nach Lage. Der Betrieb, der schweigt, wirkt in derselben Sekunde teurer als der, der eine Zahl nennt — auch dann, wenn er es gar nicht ist.

Die Preisangabe filtert, statt zu vergraulen

Eine sichtbare Preisregel kostet den Betrieb vor allem die Anrufe, die er ohnehin nicht wollte: den tropfenden Hahn um Mitternacht, der bis Montag warten kann. Sie behält die Einsätze, bei denen der Schaden größer ist als der Zuschlag — und das sind genau die Fälle, die eine Bereitschaft wirtschaftlich tragen (Projekterfahrung).

Wer den Preis erst an der Haustür nennt, verhandelt ihn dort auch.

Grundsatz aus der Projektarbeit an Notdienstseiten

Rechtssicher formulieren, ohne Juristendeutsch

Preisangaben gegenüber Privatkunden unterliegen der Preisangabenverordnung. Der Kern für den Notdienstbereich lässt sich in drei Sätzen zusammenfassen. Erstens: Gegenüber Verbrauchern werden Gesamtpreise einschließlich Umsatzsteuer genannt; ein Nettopreis ohne Hinweis ist gegenüber Privathaushalten die falsche Angabe. Zweitens: Zu jedem Preis gehört die Bezugsgröße — je Anfahrt, je angefangene Viertelstunde, je Einsatz. Drittens: Nebenkosten wie Material, Entsorgung oder Kilometergeld werden dort genannt, wo der Preis steht, und nicht in einer Fußnote am Seitenende.

Für einen Ab-Preis gilt dasselbe in schärferer Form. „Ab 99 Euro" ist nur dann eine belastbare Angabe, wenn es diesen Fall wirklich gibt und beschrieben ist, wofür er gilt. Wer ihn nennt, sollte ihn auch einlösen können. Sicherer als ein Ab-Preis ist im Notdienst die Regel mit Bedingung: eine Anfahrtspauschale in fester Höhe, ein Zeittakt, ein Zuschlag in Prozent für die genannten Zeitfenster. Damit ist die Rechnung vorher grob abschätzbar, ohne dass sich der Betrieb auf einen Endpreis festlegt, den er vor dem Aufmaß nicht kennen kann.

Zwei Formulierungen sollten dabei nicht vorkommen. Eine unbedingte Zusage zur Reaktionszeit ist eine Festlegung mit Haftungsfolge; „in der Regel" beschreibt dasselbe, ohne sich festzulegen. Und Zertifizierungsbehauptungen gehören nur auf die Seite, wenn ein Zertifikat tatsächlich vorliegt — die Mitgliedschaft in einer Innung ist eine Mitgliedschaft, keine Zertifizierung. Für den Einzelfall, insbesondere bei eigenen Notdienstbedingungen und Pauschalen, bleibt die rechtliche Prüfung durch eine fachkundige Stelle zuständig; dieser Beitrag ersetzt sie nicht.

Ein Preis auf der Seite braucht ein Datum

Preisangaben veralten schneller als der Rest der Website. Wer eine Anfahrtspauschale nennt, setzt den Preisstand daneben — etwa „Stand: Januar 2026" — und prüft ihn einmal im Jahr. Ohne Datum wirkt eine überholte Zahl wie eine gebrochene Zusage und wird an der Haustür genau so verhandelt.

Das Einsatzgebiet: wer anrufen soll und wer besser nicht

Ein Notdienst ohne Gebietsangabe erzeugt Anrufe, die keiner Seite nützen. Der Anrufer aus 70 Kilometern Entfernung bekommt eine Absage in dem Moment, in dem sie ihm am wenigsten hilft, und der Betrieb hat drei Minuten Gespräch für nichts geführt. Die Lösung ist unspektakulär: die Orte beim Namen nennen und den Umkreis in Kilometern angeben. „Region Hildesheim" ist keine Angabe; „Söhlde, Hildesheim, Peine, Salzgitter und der Umkreis von 30 Kilometern" ist eine.

Das Einsatzgebiet gehört auch deshalb in den Notdienstbereich, weil es die Suche mitträgt. Wer nachts sucht, tippt Ort und Gewerk. Eine Seite, die den Ort nur im Impressum führt, hat es schwerer als eine, die ihn in der Überschrift, im Fließtext und im Unternehmensprofil trägt. Wie das Zusammenspiel aus Website und Google Unternehmensprofil funktioniert und warum die Zeiten an beiden Stellen übereinstimmen müssen, ist ein eigenes Thema — im Notdienst ist es das entscheidende.

  • Die Orte im Umkreis einzeln nennen, nicht nur den Landkreis.
  • Den Radius in Kilometern angeben, damit niemand selbst rechnen muss.
  • Für den Rand des Gebiets eine Regel nennen: Anfahrt nach Absprache oder Vermittlung an einen Kollegenbetrieb.
  • Öffnungs- und Notdienstzeiten im Unternehmensprofil und auf der Website gleich halten.
  • Bei mehreren Standorten je Standort eine eigene Nummer statt einer Zentrale mit Weiterleitung.
  • Von Ortsseiten auf den Notdienstbereich verweisen, statt ihn dort noch einmal zu kopieren.

Was der Anrufer tun soll, bevor er wählt

Die Minuten zwischen dem Schaden und dem Eintreffen des Fahrzeugs entscheiden über die Schadenshöhe. In dieser Zeit ist der Anrufer allein, und er tut in der Regel nichts, weil er nicht weiß, was er tun darf. Ein Notdienstbereich, der drei kurze Handgriffe nennt, senkt den Schaden spürbar — und er zeigt Fachkunde, bevor überhaupt jemand angerufen hat. Wichtig ist die Reihenfolge: erst Gefahr abwenden, dann Wasser stoppen, dann wählen. Und wichtig ist die Sprache: kein Absperrventil, sondern der Haupthahn; keine Fehlerstromschutzeinrichtung, sondern die Sicherung.

Diese Anleitung gehört unter die Rufnummer, nicht auf eine Unterseite. Sie darf nur wenige Zeilen lang sein, jede Zeile ein Satz, jeder Satz eine Handlung. Wer mehr schreibt, wird nicht gelesen; wer Fachbegriffe verwendet, wird missverstanden. Ein Bild vom Haupthahn in einem typischen Keller hilft mehr als drei erklärende Sätze — und es ist eines der wenigen Bilder, die auf einer Notdienstseite ihren Platz verdienen. Wichtig ist dabei nur, dass die Aufnahme aus einem gewöhnlichen Keller stammt und nicht aus einem Katalog.

Menschen und Tiere aus dem betroffenen Raum. Keine Geräte anfassen, die im Wasser stehen, und nichts einschalten.

Der vierte Schritt ist der, der dem Betrieb am meisten spart. Wer am Telefon bereits Ort, Stockwerk, Dauer und den Zustand des Haupthahns nennt, entscheidet mit darüber, welches Material ins Fahrzeug gehört. Es lohnt sich deshalb, diese vier Angaben auf der Seite als kurze Aufzählung zu zeigen, damit der Anrufer sie im Kopf hat, bevor er wählt. Ein Formular kann dieselben Angaben strukturiert abfragen — aber erst als zweiter Weg, für die Fälle, die bis zum Morgen warten können.

Damit der Notdienst nachts überhaupt gefunden wird

Sichtbarkeit im Notfall entsteht nicht in der Nacht, sondern in den Monaten davor. 94 Prozent (Bitkom 2025) der Handwerksbetriebe nutzen eine eigene Website, 88 Prozent (Bitkom 2025) sind in Online-Verzeichnissen eingetragen. Die Website allein ist also längst kein Unterschied mehr; die Frage ist, wofür sie gefunden wird. Für den Notdienst heißt das: eine eigene Seite mit eigener Adresse, eigenem Titel und eigenem Text — nicht ein Absatz am Ende der Kontaktseite.

Diese Seite trägt im Titel Gewerk, Anlass und Ort, etwa „Notdienst Sanitär Hildesheim", und in der Überschrift denselben Gedanken in ganzen Worten. Im Text stehen die Anlässe, nach denen tatsächlich gesucht wird: Rohrbruch, verstopfter Abfluss, Heizungsausfall im Winter, Wasserschaden nach Starkregen. Wer diese Begriffe meidet, weil sie unschön klingen, wird von denen nicht gefunden, die sie eintippen. Wie sich die Suchbegriffe eines Gewerks systematisch abdecken lassen, beschreibt der Bereich SEO für Handwerker.

Technisch gilt für die Notdienstseite dieselbe Anforderung wie für alles, was nachts über Mobilfunk geladen wird: wenig Gewicht, keine großen Bilder oberhalb der Rufnummer, kein Video im Hintergrund. Eine Seite, die auf einer schwachen Verbindung länger als zwei bis drei Sekunden bis zum größten sichtbaren Element braucht, wird verlassen, bevor sie gelesen ist. Und ein Punkt, den viele übersehen: Die Seite muss bedienbar sein, bevor über Einwilligungen entschieden ist — ein Dialog, der die Rufnummer verdeckt, kostet den Anruf.

  1. Eine eigene, sprechende Adresse für den Notdienst statt eines Ankers auf der Kontaktseite.
  2. Titel und Überschrift mit Gewerk, Anlass und Ort, in der Sprache der Suchenden.
  3. Die Notdienstzeiten auch im Unternehmensprofil hinterlegen, damit sie in der Kartenansicht erscheinen.
  4. Von Startseite, Leistungsseite und jeder Ortsseite sichtbar auf den Notdienst verweisen.
  5. Ladezeit und Bedienbarkeit auf einem älteren Telefon prüfen, nicht auf dem neuen Bürorechner.

Was nach dem Anruf im Betrieb passieren muss

Ein sichtbarer Notdienst erzeugt Anrufe, und Anrufe erzeugen Arbeit, die nicht auf der Baustelle stattfindet. Wer die Bereitschaft ernst nimmt, klärt vorher drei Dinge: Wer hat das Notdiensttelefon, wie wird gewechselt, und was passiert, wenn zwei Anrufe gleichzeitig kommen. Ein Wechselplan an der Werkstattwand genügt dafür, ein gepflegter Kalender ist besser. Ohne diese Klärung führt die bessere Website nur dazu, dass mehr Anrufe unbeantwortet bleiben — und ein unbeantworteter Notruf schadet mehr als fehlende Sichtbarkeit.

Der zweite Punkt ist die Nachbereitung. Jeder Notdiensteinsatz ist ein möglicher Folgeauftrag: Aus der provisorischen Instandsetzung wird die richtige, aus dem alten Verteiler ein Angebot, aus dem Wasserschaden eine Trocknung. Ein kurzer Vermerk am nächsten Morgen und ein Anruf drei Tage später machen aus einem einmaligen Nachteinsatz einen Kunden. Und der gelungene Nachteinsatz ist der Anlass, bei dem am ehesten eine Bewertung geschrieben wird — man fragt am besten dann danach, wenn der Keller wieder trocken ist.

Die Ansage ist eine Angabe, kein Notbehelf

Wenn außerhalb der Bereitschaft niemand abnimmt, gehört das auf die Seite und auf den Anrufbeantworter: „Sie erreichen uns werktags von 7 bis 17 Uhr. In dringenden Fällen sprechen Sie bitte Namen, Ort und Rufnummer auf, wir rufen in der Regel innerhalb einer Stunde zurück." Eine ehrliche Ansage kostet weniger Ansehen als ein Klingeln ins Leere.

Aufwand, Kosten und die Pflege des Notdienstbereichs

Der Notdienstbereich ist kein eigenes Projekt, sondern ein Teil der Website: in der Regel eine Seite, ein Band im Kopfbereich und ein Verweis von jeder Leistungsseite. Eine vollständige Handwerker-Website entsteht bei uns zum Festpreis ab 1.490 Euro netto, der Relaunch einer bestehenden Seite ab 2.900 Euro netto; der Notdienstbereich ist darin enthalten und wird nicht gesondert berechnet. Was die einzelnen Bausteine kosten, steht offen auf der Seite Preise.

Laufende Pflege braucht der Bereich trotzdem, denn er enthält genau die Angaben, die sich ändern: Zeiten, Zuschläge, Rufnummern, Urlaubswochen. Die Website-Betreuung beginnt bei 49 Euro pro Monat, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit; Hosting in Deutschland gibt es ab 15 Euro pro Monat, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit. Wer zusätzlich an der örtlichen Auffindbarkeit arbeiten möchte, findet das im Baustein für lokale Sichtbarkeit ab 290 Euro pro Monat, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit; die laufende Suchmaschinenbetreuung beginnt bei 490 Euro pro Monat, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit. Was in der Betreuung enthalten ist, steht unter Wartung und Pflege.

Der wichtigste Pflegetermin ist zugleich der billigste: einmal im Quartal die eigene Notdienstseite auf dem eigenen Telefon öffnen, die Nummer antippen und prüfen, ob es klingelt. Danach die Zeiten gegen den aktuellen Bereitschaftsplan halten und den Preisstand kontrollieren. Das dauert fünf Minuten und verhindert den Fall, der in der Praxis am häufigsten vorkommt: eine Notdienstnummer, die seit dem letzten Personalwechsel auf ein Telefon zeigt, das niemand mehr benutzt.

Dieser Artikel basiert auf Daten aus: Bitkom, Digitalisierung des Handwerks — Bitkom-Studie 2025, sowie dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG).

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